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Little Richard
Bürgerlicher Name: Richard Wayne Penniman
Geboren am: 05.12.1932 in Macon, Georgia, USA

Schauspieler - Filmografie:
2001 Der Schwan mit der Trompete
1999 Mystery - New York: Ein Spiel um die Ehre
1996 Die Jay Leno-Story
1993 Last Action Hero
1993 Stage Fright - Eine Gurke erobert Hollywood
1992 Blöd und blöder
1992 Heiße Nächte in L.A. (1992)
1990 Mother Goose Rock 'n' Rhyme
1989 Luxus, Sex und Lotterleben
1988 Die Frau, die vom Himmel fiel
1988 Purple People Eater - Der kleine Lila Menschenfresser
1986 Amen (1986)
1986 Zoff in Beverly Hills
1964 It's Little Richard

Komponist / Sänger - Filmografie:
1995 Eins und eins macht vier
1994 The Magic School Bus
1986 Queen: Live at Wembley Stadium
1983 Der Stoff aus dem die Helden sind
1971 Der Millionenraub
1956 Schlagerpiraten

Produzent - Filmographie:
2000 Die Little Richard Story

Sonstiges:
2004 Las Vegas (2003)
1995 The History of Rock'n Roll
1994 Der Prinz von Bel Air (TV-Serie)
1991 Columbo - Tödliche Liebe
1972 The London Rock & Roll Show
1988 Eddie Cochran & Friends


Diskussionsforum: (Die letzten Beiträge)

📝 geschrieben von GM00130

In dem Film "Die Little Richard Story" wird überaus gut sein Leben und sein Charakter beschrieben. Little Richard war und ist einer der extremsten Exzentriker des Musikgeschäftes.
In der Biografie steht, das er 1932, bzw. nach anderen Quellen 1935 geboren ist. Das ist nicht ganz korrekt. LITTE RICHARD wurde 1935 geboren, RICHARD WAYNE PENNIMAN 1932. Auch wenn es sich um ein und die selbe Person handelt...
Little Richard ist unter anderem auch für seine leichte, etwas grobschlächtig gesagt, "Tuntigkeit" bekannt. Etwa mit 3Jahren (daher als Geburtsjahr 1935) hat er angefangen, die Sachen seiner Mutter anzu probieren, und sich zu schminken. Zu Anfang seiner Karriere traf er auf einen anderen Musiker, der ihn von einer bestimmt Creme überzeugt hat - diese Creme nutzt Richard wahrscheinlich heute noch.

Er gehört in jedem Fall zu meinen Lieblingen unter all den verrückten Musikern, und seine Lieder (Long tall Sally, Tutti Frutti) sind Zeitlose Klassiker.

📝 geschrieben von GM00130

Little Richards Komponier- und Vortragsstil diente beinahe jedem Rockmusiker als Vorbild. Elvis Presley kopierte seine Bühnenbewegungen und bestückte sein frühes Repertoire mit zahlreichen Penniman-Titeln. James Brown, Jimi Hendrix und Otis Redding wurden von Little Richard entdeckt, gefördert oder angeregt. Die Beatles traten mit ihm zu Beginn der sechziger Jahre im Hamburger Star-Club auf. Paul McCartney orientierte seinen Rhythm & Blues-Gesang am ungehobelten Effektgeschrei seines schwarzen Anregers und ließ das Liverpooler Quartett einige von dessen Songs zu Platte bringen. Die Rolling Stones borgten mindestens genausoviel schwarzes Feeling von Little Richard wie von Chuck Berry, während Elton John zu Beginn der siebziger Jahre seinen Konzertflügel im Penniman-Stil attackierte. Als die Sowjets 1957 ihren ersten Sputnik steigen ließen, sah Little Richard dies als "ein Zeichen des Himmels" an, das blasphemische Streben nach Mammon aufzugeben. Auf der Dampferrückfahrt von einer Australien-Tournee, so die Fama, habe er damals seinen kostbaren Juwelenschmuck über Bord geworfen. Beweisbar ist, daß er anschließend seine sechs Cadillacs verkaufte und sich für zwei Jahre am Oakwood Adventisten-College in Huntsville, Alabama, als Theologiestudent einschrieb. Fortan wirkte er als Prediger und nahm nur noch fromme Gesänge auf Schallplatten auf. 1967 kehrte er auf die Rock-Bühne zurück - in alter Manier mit heiser geschriener Kehle, Lidstrich und dem selbstparodistischen Show-Gebaren eines "King of Rock and Roll". "Ich verließ meinen Thron", erinnerte er sich, "um Hand in Hand mit meinen Leuten zu gehen. Während ich die Botschaft der Liebe verbreitete, kamen andere, die meinen Titel, meine Leute und meinen Thron beanspruchten. Da hörte ich wieder jenen Ruf. Er lautete: "König, kehr zurück!"" Der "bronzefarbene Liberace" (Eigenwerbung) verspielte jedoch alsbald Zepter und Krone bei trivialen Revival-Abenden. Obendrein brachte er sich mit halbkriminellen Kokain-Exzessen und riskanten Männeraffären um jede Königswürde. Doch "wie ein Chamäleon die Farbe wechselt" (Biograph Charles White), vertauschte der reuige Sünder wieder einmal den Königsmantel mit dem Predigerkittel, wurde Handelsvertreter für einen Bibelverlag und 1979 erneut Profi-Prediger, "um ganz Amerika die Parabel meiner Erlösung zu erzählen". Fünf Jahre später, als Prince und Boy George von Culture Club in outrierten Outfits nach seinem Vorbild Pop-Mode machten, hielt es der abgetakelte König für angebracht, noch einmal eine Rock-Palastrevolution zu versuchen.

"Der Mann, der die wildesten Rock 'n' Roll-Parties in seiner Nase gefeiert hatte" ("Time Out"), ließ die ungeschminkte Story seines wüsten Lebens ("The Life and Times of Little Richard") unter die Leute bringen und zeigte sich wieder multimedial auf der Show-Szene. So spielte sich der Lifetime Friend (LP-Titel) der Pop-Gemeinde 1986 in dem dekadenten Hollywood-Film "Down and Out in Beverly Hills" recht lebensnah als verrockte Ulknudel auf. Der aus dem Film stammende Song Great Gosh A'mighty brachte Richard wieder zu Hit-Ehren und veranlaßte Warner, 1986 Lifetime Friend zu veröffentlichen. Der Song Operator entwickelte sich zum kleinen Hit. Die erste Gold-Trophäe seines Lebens erhielt der quirlige SänDeutschland 1991 für seine Version des Disney-Songs Itsy Bitsy Spider (auf: For Our Children). Auch auf seinen ersten Grammy mußte der nach wie vor aktive Little Richard lange warten: Für sein Lebenswerk wurde er 1993 mit dem Lifetime Achievement Award der US-Schallplattenindustrie geehrt. - allerdings nicht während der Gala im Shrine Auditorium von Los Angeles, sondern bei einem Dinner am Abend davor. Der Künstler schimpfte: "I'm the innovator. I'm the emancipator. I'm the originator. I'm the architect of rock_'n'_roll."

Ein Jahr später, als ihm die Rhythm & Blues Foundation im New Yorker Roseland Ballroom ihren Ray Charles Lifetime Achievement Award verlieh, fühlte er sich angemessener honoriert. Danach trat er nur noch zu besonderen Anlässen in der Öffentlichkeit auf: etwa bei einer Aids-Gala in Los Angeles und zur Eröffnung von Dolly Partons Amüsierpark Dollywood in Tennessee 1995, beim Abschlußkonzert der Olympischen Spiele in Atlanta und zur Eröffnung der Georgia Music Hall of Fame in Macon 1996, zum Gipfeltreffen mit James Brown bei der New York State Fair 1997, zur Eröffnung einer neuen Sektion in der Rock and Roll Hall of Fame in Cleveland, Ohio, 1998 und so fort. Neue Aufnahmen von ihm waren nur noch auf Samplern von anderen Künstlern zu hören: Duette mit Elton John auf dessen CD Duets (1993) und mit Tanja Tucker auf der Anthologie Rhythm, Country & Blues (1994) sowie seine Version von Leonard Bernsteins I Feel Pretty auf dem Album The Songs Of West Side Story (1996).

📝 geschrieben von GM00130

Der Architekt des Rock & Roll
Little Richard , bürgerlich: Richard Wayne Penniman (voc, p), am 5. Dezember 1932 (nach anderen Quellen 1935) in Macon, Georgia, geboren, lieferte in seinen zur Show Business-Hysterie übersteigerten, hochenergetischen Auftritten "das l'art pour l'art-Credo des Rock 'n' Roll" ("Twen"): Energie und Effekt. Vor jedem Konzert zog er sich die Augenbrauen nach, kalkte das Gesicht mit Make-up, zupfte den Schnurrbart zu einer dünnen Linie aus und trug reichlich Mascara auf. Sein Haar ließ er lang wachsen und toupierte es wie Zuckerwatte. Als Bühnenkostüm dienten ihm ausgefallene Roben, die zwei Schneider aus Hollywood nach seinen Angaben fertigten. Er machte Mode mit weiten Beutelhosen, spiegelglasbesetzten Hemden, bizarr gerafften Satingewändern und eleganten Pelzumhüllungen. Seine Konzerte vor ekstatischem weißem Publikum kamen religiösen Revival-Meetings gleich. Seine hymnischen Verzückungsschreie untermalte er mit einem Stakkato-Pianospiel, wobei er den Flügel gelegentlich mit Füßen, Ellbogen und unter Einsatz seines ganzen Körpers verstimmte. Auf dem Siedepunkt riß er sich die teuren Kleider vom Leib und warf sie ins Parkett - auch die Pelzmäntel, denn "ohne Publikum ist man kein Star. Warum soll man ihm nicht etwas von dem zurückgeben, was es einem zuteil werden ließ?" Entgegen der von ihm selbst verbreiteten Legende stieg Little Richard nicht vom Tellerwäscher zum Tutti Frutti-Interpreten auf. Bereits vier Jahre vor dem Bestseller-Erfolg dieses Titels hatte er auf den Labels RCA und Peacock frenetische Rhythm & Blues-Nummern zum besten gegeben. Ein Idol wurde er jedoch erst 1955, als er für das Specialty-Label A-wop-bop-a-loo-bop a-lop-bam-boom skandierte, den "Schlachtruf musikalischer Anarchie" ("L.A. Times").

Von da an geriet ihm beinahe jede Aufnahme zu Gold: Reddy Teddy, Rip It Up, Slippin' And Slidin', Long Tall Sally (1956), Keep A-Knockin', Send Me Some Lovin', Jenny, Miss Ann, Lucille (1957), Good Golly Miss Molly (1958). Bei den von Bumps Blackwell beaufsichtigten Platten-Sessions in New Orleans begleitete ihn die gleiche Band, die auch Fats Domino im Studio betreute. Little Richard hämmerte ihr sein überschwengliches Boogie-Piano vor und trieb sie in Gospel-Exegesen, die sich mit hektisch dahinstürzendem Rhythmus und abrupt wechselnder Metrik deutlich von den eher schleppenden Blues-Klängen der übrigen schwarzen Popmusik abhoben. Penniman garnierte seine selbstverfaßten Text-Versatzstücke mit improvisierten Rufen und langanhaltenden Falsettschreien (Ooo, My Soul!). Seine Song-Lyrik war zumeist ein Konglomerat aus zusammenhanglosen Phrasen, bedeutungslosen Silbenreihungen und Wortspielen um des Klangeffekts willen. Beispiel: "Well, it's Saturday night/And I just got paid,/A fool about my money,/Don't try to save,/Gonna rock it up,/Gonna rip it up,/Gonna shake it up,/Gonna ball it up,/Gonna lock it up,/And ball tonight."

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