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Carole Bouquet
Geboren am: 18.8.1957 in Neuilly-sur-Seine, Frankreich

Schauspielerin - Filmographie:
2014 Nur eine Stunde Ruhe! (2014)
2006 Ein perfekter Freund
2005 Wie in der Hölle
2005 Hilfe, bei mir wird renoviert
2005 Ein weiter Weg zum Glück
2004 Das Alphabet des Lebens
2004 Schlusslichter
2003 Ich, Caesar. 10 1/2 Jahre alt, 1,39 Meter groß
2003 Bienvenue chez les Rozes
2002 Ruy Blas
2002 Blanche
2002 Küss mich, wenn du willst
2001 Wasabi - Ein Bulle in Japan
2001 Madame de...
2000 Bérénice
2000 Le pique-nique de Lulu Kreutz
1999 Die Brücke von Ambreville
1998 Verhängnisvolles Alibi
1997 Le rouge et le noir
1997 Lucie Aubrac
1996 Poussières d'amour - Abfallprodukte der Liebe
1994 Grosse fatigue
1994 Liebe und andere Geschäfte (1994)
1993 Tango Mortale
1991 Donne con le gonne
1989 Bunker Palace Hotel
1989 Zu schön für Dich
1989 New Yorker Geschichten
1987 Jenatsch
1986 La coda del diavolo
1986 Double messieurs
1985 Die Verschwörung
1984 Nemo (1984)
1984 Die Enthüllung (1984)
1984 Der gute König Dagobert
1983 Mystère
1982 Der Tag der Idioten
1982 Bingo Bongo
1981 James Bond 007 - In tödlicher Mission
1980 Blank Generation
1979 Den Mörder trifft man am Buffet
1979 Double für Maurice
1977 Les rebelles
1977 Dieses obskure Objekt der Begierde
1977 La famille Cigale (TV-Serie)

Regisseurin - Filmographie:
2001 Tanna
2000 La lumière de Dieu

Sonstiges:
2004 Sex and the City


Diskussionsforum: (Die letzten Beiträge)

📝 geschrieben von GM00524

Sie wirkt mit ihrem durchdringenden Blick wie ein teuflischer Engel, bei dessen Berührung einen schaudert. Doch dann geht plötzlich ein befreieindes Lächeln über ihr Gesicht und der böse Traum ist vorbei, alle Schwere ist von ihr abgefallen. Carole Bouquet ist in den unterschiedlichsten Rollen zu sehen: Mal ist sie die Partnerin von Roger Moore in dem James-Bond-Film "In tödlicher Mission" (1980), mal sieht man sie als Protagonistin in Werner Schroeters Irrenhaus-Film "Tag der Idioten" (1982). Darin wirkt sie wie ein Wesen von einem anderen Stern, auf der Suche nach einem Ort, der der Absolutheit ihrer Gefühle entspricht. Sie sagt zu ihrem Freund: "Es wäre schön, wenn es dich nicht mehr gäbe", und sie geht an einen Ort, wo die Grenze zwischen Wachheit und Traum fließend ist, in ein Irrenhaus. "Hier bin ich zu Hause", sagt sie und später: "So wie andere sich auf Weihnachten freuen, freue ich mich auf meinen Tod."

Sie wächst in Neuilly-sur-Seine auf und geht dort auf die Klosterschule. Mit 15 legt sie die Reifeprüfung ab. Nach kurzem Besuch auf der Sorbonne entscheidet sie sich fürs Schauspielstudium. 1977 besetzt Luis Buñuel die Schülerin in seinem surrrealistischen Alterswerk "Dieses obskure Objekt der Begierde". Ein vornehmer Herr (Fernando Rey) verfällt dem Zauber der schönen Conchita, seinem Dienstmädchen, das ständig zwischen Aufreizen und Verweigerung ihm das Leben zur Hölle macht. Das Verblüffende ander Geschichte: Bunuel besetzt die Conchita gleich doppelt, mit den unterschiedlichen Temperamenten Carole Bouquet und Angela Molina. Das gibt der Geschichte etwas Befremdliches, Geheimnisvolles.

Der Film erhält einen Oscar. Da kann es Carole Bouquet auch egal sein, dass sie von der Schauspielschule fliegt. Sie geht nach New York, wo man sie als kühle, unnahbare Sirene feiert. Sie fällt Jacques Helleu, dem künstlerischen Direktor von Chanel auf. Jahre später geht sie auf das Angebot der Firma ein und wird Hausmodel für "Chanel No. 5", in Nachfolge von Catherine Deneuve, Lauren Hutton, Ali McGraw und Candice Bergen.

Kontrastreicher kann man sich eine Karriere kaum vorstellen. In Pasquale Festa Campanile ist sie die resolute junge Forscherin, die sich in "Bingo Bongo" (1982) eines von Adriano Celentano gespielten Urwaldwesens annimmt und es domestiziert. In Bertrand Bliers "Zu schön für Dich" (1989) ist sie die schöne, aber unnahbare Ehefrau von Gérard Depardieu. Im gleichen Jahr steht sie an der Seite von Jean-Louis Trintignant in "Bunker Palace Hotel" vor der Kamera, der bizarre Spielfilmerstling des Comiczeichners Enki Bilal.

In Charlotte Brandströms "Liebe und andere Geschäfte" (1993) ist Carole Bouquet Model und Schriftstellerin, nicht die emanzipierte Karrierefrau, sondern einfach eine Frau, die Liebesleben und Arbeit gleichermaßen ernst nimmt. Gerade ihre Selbstsicherheit und geistige Unabhängigkeit können Männer nicht verkraften, und so kommt es immer wieder zu Katastrophen.

Im gleichen Jahr sieht man sie neben Philippe Noiret, Richard Bohringer und Miou-Miou in "Tango Mortale" von Patrice Leconte. 1994 spielt sie die Partnerin von Michel Blanc in dessen Film "Grosse Fatigue", einer etwas seichten Komödie rund ums Kino. Einen kleinen Gast-Auftritt hat sie zuletzt gemeinsam mit Isabelle Huppert in "Abfallprodukte der Liebe" (1997) von Werner Schroeter.

Carole Bouquet ist die Lebensgefährtin von Gérard Depardieu.

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