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Friedrich Schiller
Geboren am: 10.11.1759 in Marbach, Württemberg
Gestorben am: 09.5.1805

Autor - Filmographie:
2015 Die Räuber (2015)
2005 Kabale und Liebe (2005)
2005 Don Carlos, Infant von Spanien (2005)
2004 Wilhelm Tell (2004)
2003 Unsere Besten - Wer ist der größte Deutsche?
2003 Poem - Ich setzte den Fuss in die Luft, und sie trug
2003 Wilhelm Tell (2003)
1996 Don Carlos (1996)
1994 Hölderlin Comics
1993 Die Jungfrau von Orleans (1993)
1990 Wilhelm Tell (1990)
1989 Giovanna d'Arco
1988 Maria Stuart (1988)
1987 Der Geisterseher
1986 Don Carlos (1986)
1984 Don Carlos (1984)
1982 Maria Stuart (1982)
1976 Kabale und Liebe (1976)
1975 Die Verschwörung des Fiesco zu Genua
1974 Die Jungfrau von Orleans (1972)
1971 Don Carlos (1971)
1966 Der Neffe als Onkel
1961 Don Carlos (1961)
1961 Wallenstein
1960 Spletka i ljubav
1960 Wilhelm Tell (1960)
1959 Kabale und Liebe (1959)
1956 Wilhelm Tell (1956)
1955 Kabale und Liebe (1955)
1934 Turandot
1934 Wilhelm Tell (1934)
1914 Fridolín
1913 Die Räuber (1913/2)
1913 Die Räuber (1913/1)
1913 Kabale und Liebe (1913)
1911 Die Braut von Messina
1911 Wilhelm Tell (1911)
1911 Kabale und Liebe (1911)
1903 Wilhelm Tell (1903)


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📝 geschrieben von GM00130

Johann Kaspar Schiller (1723 - 1796), ein Wundarzt und Offizier im Dienst des Herzogs von Württemberg, heiratete 1749 Elisabeth Dorothea Kodweiß (1732 - 1802), die siebzehnjährige Tochter des Marbacher Löwenwirts. Zehn Jahre später, am 10. November 1759, bekamen sie ihren Sohn Johann Christoph Friedrich. Bevor Friedrich Schiller ab 1766 in Ludwigsburg die Lateinschule besuchte, war er vom Ortspfarrer in Lorch in Schreiben und Lesen unterrichtet worden. Eigentlich wollte er Theologie studieren, aber Herzog Karl Eugen von Württemberg (1745 - 1793) ordnetden Dreizehnjährigen auf die militärische "Pflanzschule" in Stuttgart zu schicken. (Aus dieser überaus streng geführten Hochschule für den Beamten- und Offiziersnachwuchs ging später die Herzogliche Akademie bzw. die Hohe Karlsschule hervor.) Dort begann Friedrich Schiller im Janaur 1773 mit dem Jurastudium, wechselte dann aber zur Medizin über und promovierte 1780 in diesem Fach. (Seine Dissertation trug den Titel "Versuch über den Zusammenhang der tierischen Natur des Menschen mit seiner geistigen".) Im selben Jahr begann er als kärglich besoldeter Militärarzt bei einem Stuttgarter Grenadierregiment zu arbeiten.

1781 gab er anonym im Selbstverlag das Schauspiel "Die Räuber" heraus, das am 13. Januar 1782 von Intendant Heribert von Dalberg am Hof- und Nationaltheater Mannheim uraufgeführt wurde. Als er im Juli 1782 noch einmal unerlaubterweise zu einer Aufführung der "Räuber" nach Mannheim fuhr, verbot ihm der Herzog das "Komödienschreiben" und arrestierte ihn zwei Wochen lang in der Festung Asperg bei Ludwigsburg. In der Nacht vom 23./24. September 1782 floh Schiller aus dem Herzogtum Württemberg, zunächst nach Oggersheim, im Dezember dann nach Bauerbach südlich von Meiningen, wo ihn Henriette von Wolzogen, die Mutter eines Kommilitonen, beherbergte.

Als er sich jedoch unglücklich in deren Tochter Charlotte von Wolzogen verliebte, reiste er am 24. Juli 1783 überstürzt nach Mannheim und wurde dort am 1. September vom Hof- und Nationaltheater als Dramatiker engagiert. Im Frühjahr 1785 folgte Friedrich Schiller einer Einladung seines Bewunderers Christian Gottfried Körner (1756 - 1831) nach Leipzig. Mit großen Hoffnungen zog er zwei Jahre später nach Weimar, wo er Christoph Martin Wieland (1733 - 1813) und Johann Gottfried Herder (1744 - 1803) kennen lernte.

Johann Wolfgang von Goethe und Friedrich Schiller begegneten sich erstmals am 7. September 1788. Goethe vermittelte dem zehn Jahre jüngeren Dichter zwar eine unbezahlte Professur am Lehrstuhl für Geschichte der Universität Jena, aber näher kamen sich Goethe und Schiller erst einmal nicht.

Nachdem ihm der Herzog von Meiningen im Januar 1790 den Hofrattitel verliehen hatte, heiratete Friedrich Schiller am 22. Februar seine Verlobte Charlotte von Lengefeld.

Ein Jahr später erkrankte Friedrich Schiller an einer schweren Lungenentzündung, von der er sich erst nach einigen Monaten und einer Kur in Karlsbad einigermaßen erholte.

Danach beschäftigte er sich intensiv mit den Schriften von Immanuel Kant (1724 - 1804) und ließ sich davon stark beeinflussen: Während Goethe die harmonische Einheit des natürlichen Seins zu spüren glaubte, Bücher von Dieter Wunderlich sah Schiller den Menschen in der Spannung zwischen Geist und Körper, Freiheit und Natur. Freiheit bedeutet, die im Inneren vernehmbare Forderung des absoluten sittlichen Gesetzes zu verwirklichen. Nur wenn das Pflichtbewusstsein über die Neigung siegt, gewinnt der Mensch seine innere Freiheit. Der Gehorsam gegenüber der Stimme des Ewigen macht die alles Endliche übersteigende Bestimmung des Menschen aus.

Am 20. Juli 1794, nach einer Sitzung der Naturforschenden Gesellschaft in Jena, wo Johann Wolfgang von Goethe einen Vortrag über die Urpflanze hielt, trafen die beiden großen deutschen Dichter erneut zusammen. Es war der Beginn ihrer Freundschaft.

Am 3. Dezember 1799 zog Friedrich Schiller mit seiner Frau und seinem zweieinhalb Monate alten Sohn Karl erneut nach Weimar und traf sich von da an häufig mit Johann Wolfgang von Goethe zum Gedankenaustausch. In höfischen Kreisen wurden Friedrich Schiller und seine Ehefrau Charlotte allerdings erst nach seiner Erhebung in den Adelsstand am 16. November 1802 empfangen. Für die Zusammenarbeit der beiden großen deutschen Dichter prägte Heinrich Laube 1839 den Begriff "Weimarer Klassik". Leider war sie von verhältnismäßig kurzer Dauer, denn Friedrich von Schiller starb am 9. Mai 1805 im Alter von fünfundvierzig Jahren an den Folgen der nie ganz auskurierten Lungenentzündung.

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