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Darling (1965)

Darling (1965)
Bewertung:
Humor: %%
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Spannung: %%
Erotik: %%
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Gesamtbewertung:
gut!
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OT: Darling (1965)
Drama/Romanze
Großbritannien 1965
Regie: John Schlesinger
Buch: Frederic Raphael, Frederic Raphael, John Schlesinger, Joseph Janni
Musik: John Dankworth
Produzent: Joseph Janni
Sprecher: Julie Christie, Laurence Harvey, Dirk Bogarde, José Luis de Vilallonga, Roland Curram, Basil Henson, Helen Lindsay, Carlo Palmucci


Kurzinhalt:
Diana Scott (Julie Christie) ist ein Model, jung, hübsch und liiert mit Tony Bridges (Trevor Bowen). Als sie aber eines Tages den Dokumentarfilmer Robert Gold (Dirk Bogarde) trifft, der ebenfalls verheiratet ist, beginnen die Zwei eine Beziehung. Aus Eifersucht und anderen Gründen startet Diana nach einer Weile eine Affäre mit einem anderen Mann und will ihren Platz an der Spitze der Faschionszene in London schaffen...

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📃 Filmkritiken der User 📃

📝 Filmkritik geschrieben von 8martin

Das Party Girl

Heute ist es nicht leicht nachvollziehbar, warum dieser Klassiker in den 60er Jahren so viel emotionalen Staub aufgewirbelt hat.
Diana (Julie Christie) ein Party Girl und ein Model. Sie schläft sich gesellschaftlich nach oben. Zunächst ist da Robert (Dirk Bogarde), ein intellektueller Reporter. Er bleibt in ihrer emotionalen Sammlung ein Schmuckstück mit Dauerwirkung. Zusammenziehen, Schwangerschaft und Abtreibung entzweien die beiden. Danach treibt es Diana mit Miles (Laurence Harvey), dem Chef ihrer Fotoagentur, einem eiskalten Partygänger und schafft es sogar zur Prinzessin, als sie den adligen Italiener Cesare (José Luis de Vilallonga) heiratet. Doch der ist alt und krank und kann ihr nur einen leeren Palast mit vielen Domestiken bieten. Vorübergehend kann Diana Werbespots drehen. Ein Ausflug in die Religion bringt ihr nur zeitweise Linderung ihrer Seelenqual, die von ihrer inneren Leere herrührt.
Diese Entwicklung hat Meisterregisseur John Schlesinger in seinem dritten Spielfilm beeindruckend dargestellt. Der Höhepunkt der Auseinandersetzungen ist das Superfinale:


❗ Spoilerwarnung ❗
Diana und Robert verbringen noch einmal eine Nacht miteinander. Diana denkt alles sei FFE. Doch am nächsten Morgen verkündet er ihr ‘wir wollen nichts aufwärmen. Es war nur ein Ausflug in die Vergangenheit.‘ Es setzt ein Gefühlssturm erster Güte ein: sie bettelt, er bleibt hart. Sie offeriert Minimalangebote, es doch noch einmal zu versuchen. ‘Wir gehören doch zusammen.‘ Er bleibt unerbittlich. Selbst ihre Tränen können ihn nicht umstimmen. Robert steckt Diana in ein Flugzeug und schickt sie nach Italien zu ihrem Grafen….


Julie Christie hat den Oscar wirklich verdient. Es zerreißt sie schier und dabei scheitert sie an ihrer eigenen Unzulänglichkeit. Robert führt ihr vor, wie sie mit ihm und all den anderen umgesprungen ist. Ein zeitloses Glanzstück über die Gesellschaft der ‘Swinging Sixties‘ auf der Insel. Das Remake ist ‘Kalter Kaffee‘.

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