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Mein wunderbarer Waschsalon

Mein wunderbarer Waschsalon
Bewertung:
Humor: 30%30%
Action: 20%20%
Spannung: 40%40%
Erotik: 20%20%
Anspruch: 60%60%
Gesamtbewertung:
Sehenswert!
Sehenswert!

Film bewerten
OT: My Beautiful Laundrette
Satire
Grossbritannien 1985
Regie: Stephen Frears
Buch: Hanif Kureishi
Musik: Ludus Tonalis
Produzent: Tim BSarah Radclyffe
Darsteller: Saeed Jaffrey, Roshan Seth, Daniel Day-Lewis, Gordon Warnecke, Derrick Branche, Rita Wolf, Souad Faress, Richard Graham, Shirley Anne Field, Winston Graham, Charu Bala Chokshi


Kurzinhalt:
Der junge Pakistaner Omar ist Erbe eines schäbigen Waschsalons in einem Londoner Vorstadtviertel. Zusammen mit seinem alten Freund Johnny verwandelt er den heruntergekommenen Salon in eine wahre Goldgrube.

Mein wunderbarer Waschsalon - DVD
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📃 Filmkritiken der User 📃

📝 Filmkritik geschrieben von 8martin

Powders Waschsalon

Grob vereinfacht kann man sagen, dass dieser Film sowohl für den Regisseur Stephen Frears als auch für seinen Hauptdarsteller Daniel Day-Lewis (Johnny) der Durchbruch war. In dieses Bild passt auch noch der Drehbuchautor Hanif Kureishi, der hier seine längere Zusammenarbeit mit Frears begonnen hat. Und der Regisseur zeigt bereits hier welche Klasse er hat: beeindruckende Bilder (Einstellungen), geschliffene Dialoge, die durch Parallelschnitte pointierter werden und eine authentische Crew, die sich aus Englands renommiertesten Darstellern indisch-pakistanischer Herkunft zusammensetzt: Onkel Nasser (Saeed Jaffrey), der Protegé des jungen Omar oder dessen kranker Vater (Roshan Seth) u.v.a.
Ein komplexes Zeitbild der Thatcher Ära, in der die Pakistanis z.B. als Staatsbürger des britischen Commonwealth nicht gerade willkommen waren. Ein eingängiger Begriff aus dieser Zeit war ‘Paki-bashing‘, was hier ebenfalls am Ende zu sehen sein wird.
Aber der Film umfasst weit mehr als die Schwierigkeiten eines wirtschaftlichen Erfolges des jungen Pakistanis Omar (Gordon Warnecke). Klar dass bei dieser Thematik die Faschos (‘sie sind dumm und dreckig‘) eine fatale Rolle spielen. Der Rassismus ist hier ein Thema ganz allgemein. Weiterer Sprengstoff kommt hier aus einer anderen Ecke: Omar ist schwul und sein Geliebter Johnny (D.D.L) ist ein Weißer ehemaliger Faschist, der durch seine Liebe zu Omar friedliebender wird – es sei denn seine ehemaligen Kumpels demolieren seinen Waschsalon.
Ein zusätzlicher Aspekt ist der Familienclan (Omar/Nasser/Salim). Sie helfen sich zwar finanziell aus der Patsche, aber reden auch über alles mit. Nassers Tochter Tanja soll Omar heiraten, verliebt sich aber in Johnny. Der verheiratete Nasser hat eine englische Geliebte Rachel (Shirley Anne Field), ein ganz scharfes Schnittchen, dem es aber dämmert und die das Verhältnis beendet. Vorher vergleicht sie noch ihre Situation als Geliebte mit Omars Verhältnis zu Johnny.
Prall gefüllt mit Emotionen entsteht ein differenziertes und teils gewagtes Bild der britischen Gesellschaft mit halb offenem Ende. Einsame Klasse!

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