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Die Verlobung des Monsieur Hire

Die Verlobung des Monsieur Hire
Bewertung:
Humor: %%
Action: %%
Spannung: %%
Erotik: %%
Anspruch: %%
Gesamtbewertung:
Durchschnittlich!
Durchschnittlich!

Film bewerten
OT: Monsieur Hire (1989)
Krimi
Frankreich 1989
Regie: Patrice Leconte
Buch: Georges Simenon, Patrice Leconte, Patrick Dewolf
Musik: Michael Nyman
Produzent: Philippe Carcassonne, René Cleitman
Darsteller: Michel Blanc, Sandrine Bonnaire, Luc Thuillier, André Wilms, Eric Bérenger, Marielle Berthon, Philippe Dormoy


Kurzinhalt:
Tag für Tag steht Monsieur Hire hinter seinem Fenster und beobachtet die schöne Alice in der Wohnung gegenüber. Der vereinsamte Mann wird Mitwisser eines Mordes, doch er schweigt aus Liebe und versteckter Leidenschaft zu der Geliebten hinter Glas. Eines Tages entdeckt Alice ihren Verehrer und nimmt Kontakt zu ihm auf. Ein spannendes Katz-und Maus-Spiel beginnt. Alice scheint seine Zuneigung zu erwidern, doch dann unterschiebt sie ihm das belastende Material für den Mord. Monsieur Hire flieht vor der Polizei über die Dächer, stürzt ab und findet den Tod, doch sein Geheimnis hat er nur scheinbar mit ins Grab genommen...

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Diskussionsforum: (Die letzten Beiträge)

📝 geschrieben von 8martin

Seltsam, sonderbar, eigenartig
In diesem leisen, eher ruhigen fast kontemplativen Film steht Alice (Sandrine Bonnaire) zwischen zwei Männern. Der eine ist ein Ganove, der einen Mord begangen hat, der andere, Monsieur Hire (Michel Blanc, ‘kein schöner Mann‘) hat es gesehen, verrät sie aber nicht, weil er sie liebt, selbst als Alice ihn gegenüber der Polizei belastet. Das Gangsterliebchen und der schrullige Kauz Hire ziehen sich an, wie die besagten Gegensätze. Sie ist einfach gerührt von dem sonderbaren Voyeur, der sie ständig beobachtet. Er liebt sie selbstlos und uneigennützig. Die beiden Hauptdarsteller kreieren eine sonderbare Atmosphäre, dicht und etwas abgehoben. Ihr Leben verläuft in vorgegebenen Bahnen. Ein gemeinsames Ausbrechen scheint nicht möglich. Alice vermag es nicht, ihrem Monsieur Hire in eine unbestimmte Zukunft zu folgen. So fährt der Zug in Richtung Tragik ab. Und verlobt sind sie schon gleich gar nicht. Der Zuschauer kann aber mit diesem fatalen Ende leben, denn es fällt einem irgendwie eine Last von der Seele. Und das liegt nicht an der letzten etwas überzuckerten Einstellung. Die Persönlichkeitsstruktur dieses Monsieur ist allerdings überzeugend. Knapp und doch komplex, präzise und einleuchtend. Ein Ausflug ins Reich der kaputten Seelen. Sachen gibt’s!?

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