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Nader und Simin - eine Trennung

Nader und Simin - eine Trennung
Bewertung:
Humor: 10%10%
Action: 0%0%
Spannung: 80%80%
Erotik: 0%0%
Anspruch: 90%90%
Gesamtbewertung:
gut!
gut!

Film bewerten
OT: Jodaeiye Nader az Simin
(Nader and Simin, a Separation)
Drama
Iran 2011
Regie: Asghar Farhadi
Buch: Asghar Farhadi
Musik: Sattar Oraki
Produzent: Asghar Farhadi
Darsteller: Peyman Moaadi, Leila Hatami, Sareh Bayat, Shahab Hosseini, Sarina Farhadi, Merila Zare'i, Ali-Asghar Shahbazi, Babak Karimi, Kimia Hosseini, Shirin Yazdanbakhsh

Kinostart: 14.07.2011

Kurzinhalt:
Nader und Simin sitzen vor dem Scheidungsrichter. Dabei wird schnell klar, dass sich die beiden lieben, es sind nur die Umstände, die sie auseinander treiben. Simin will die Scheidung, um mit ihrer Tochter das Land zu verlassen. Nader weigert sich mitzugehen, er möchte seinen an Alzheimer leidenden Vater nicht zurücklassen. Als der Richter die Scheidung verwehrt, zieht Simin schweren Herzens zurück zu ihren Eltern. Nader engagiert für die Pflege seines Vaters die junge Mutter Razieh. Doch Razieh arbeitet ohne Erlaubnis ihres jähzornigen und hoch verschuldeten Ehemannes ­ und sie erwartet ein weiteres Kind. Mit der Pflege des verwirrten Vaters ist sie schon bald überfordert. Eines Tages bindet sie den alten Mann ans Bett und verlässt die Wohnung. Als Nader seinen bewusstlosen Vater findet, stößt er Razieh wütend aus der Wohnung.

Am nächsten Tag erfährt Nader, dass Razieh bei dem Sturz ihr Kind verloren hat. Wusste er, dass sie schwanger war? Sagt Razieh die volle Wahrheit? Ein Netz aus Lügen, Angst und Beschuldigungen spinnt sich unentrinnbar um alle Beteiligten.

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Der vielfach ausgezeichnete Film "Nader und Simin" zeigt das Schicksal von zwei Familien im Iran - die eine aus dem modernen Mittelstand, die andere aus streng gläubigen, ärmeren Verhältnissen - bei einer aufreibenden Suche nach den vielen Gesichtern der Wahrheit. Dabei ist der Film kein politisches Pamphlet, sondern eine einfühlsam erzählte Geschichte, die mit dokumentarischer Wahrhaftigkeit und zutiefst menschlicher Eindringlichkeit und einem Ensemble großartiger Schauspieler mitten ins Herz zielt, und weit über die Grenzen des Iran hinaus strahlt. Auf der Berlinale 2011 gewann das vielschichtige Drama den Goldenen Bären sowie zwei Silberne Bären und wurde von Presse wie Publikum euphorisch umjubelt. Der Film gewann zudem den Golden Globe® als bester fremdsprachiger Film und ist für den Oscar® nominiert als bester fremdsprachiger Film.

Studio: Alamode Film
Sprache: Deutsch (DD 5.1) Persisch (DD 5.1)
Untertitel: Deutsch
Bildformat: 1.85:1
Laufzeit: ca. 123 Min.
FSK: 12
Ländercode: 2
Extras:
 • Interviews mit Asghar Farhadi und Leila Hatami
 • Dokumentation über Asghar Farhadi

Erscheinungstermin: 27. Januar 2012

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Diskussionsforum: (Die letzten Beiträge)

📝 geschrieben von 8martin

Trennung umständehalber
Der Film gibt einen Einblick in den iranischen Alltag, über den wir relativ wenig wissen. Gewöhnungsbedürftig sind die langen Dialoge, in denen viele Beteiligte oftmals recht lautstark durcheinander reden. Das machen die authentischen Schauspieler und die vielen unerwarteten Wendungen wieder wett. Somit ist es kein einfacher Film. Eine Reihe kausaler Zusammenhänge fügt sich in ein Netz von Verflechtungen, bei denen man schon mal den Faden verlieren kann. Es fällt auf, dass hier eine Zweiklassengesellschaft angedeutet wird, was zusätzlichen Sprengstoff beinhaltet, denn da geht es um Gesichtsverlust, was bis an den Rand von männlichem Kräftemessen geht. Hierbei flackern trotz neuer Autos, Telefon und moderner Wohnsilos kurz immer noch archaische Strukturen auf. Dann beeindruckt aber noch ein menschlicher Aspekt: die liebevolle Pflege des an Alzheimer erkrankten Großvaters. Letztlich hat er diese ganze fatale Entwicklung ausgelöst, die mit einer unbeantworteten Frage endet. Und dem Regisseur sind Fragen offensichtlich wichtiger als Antworten. Diese beantragte Trennung war nur der Auslöser, den die Ehefrau nutzt, um sich zu emanzipieren. Das ist eine Möglichkeit in einem Land, in dem es keine sozialen Dienste gibt.
Interessant, informativ und eindrucksvoll.

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