OT: War Horse (2011) Kriegsfilm USA/Indien 2011 Regie: Steven Spielberg Buch: Lee Hall, Richard Curtis, Michael Morpurgo (Roman: Schicksalsgefährten) Darsteller: Tom Hiddleston, Benedict Cumberbatch, David Thewlis, Emily Watson, Peter Mullan, Toby Kebbell, Eddie Marsan, David Kross ... mehr...
Kinostart: 16.02.2012
Der Film basiert auf dem Roman „Schicksalsgefährten“ (OT: War Horse) von Michael Morpurgo, der bereits als mitreißendes und höchst erfolgreiches Bühnenstück adaptiert wurde und fünf Tony Awards gewann, unter anderem den für das Beste Theaterstück. Jetzt hat Steven Spielberg daraus eine berührende Geschichte für jedes Alter erschaffen, in der sich opulentes Kino und eine berührende, intime Erzählung hervorragend ergänzen. „In meinen Augen“, sagt Spielberg dazu, „ist GEFÄHRTEN eine zeitlose Geschichte über das, was man bereit ist, aus Liebe zu erdulden, über das, was einem Jungen widerfährt, der in den Kriegswirren sein Pferd wieder- finden will, und über das, was ein Pferd alles in dieser dunklen Episode der Geschichte überstehen muss. Die ganze Zeit über ist das Schicksal von Joey eng mit dem des Jungen verflochten.“
Die Reise von GEFÄHRTEN beginnt an der Schwelle zum Ersten Weltkrieg, als eine britische Bauernfamilie bei einer Auktion einen feurigen Hengst ersteht, ohne tatsächlich das Geld für den Kauf zu besitzen. Dieses Pferd namens Joey scheint nur ein Verlust zu sein und ein steter Quell für Streitereien zwischen Ted und Rosie Narracott (Peter Mullan und die bereits zweifach Oscar®-nominierte Emily Watson). Aber ihr Sohn Albert (Neuentdeckung Jeremy Irvine) ist entschlossen, das Pferd zu zähmen und zu trainieren, um aus Joeys verheißungsvollen Talenten möglichst viel herauszuholen. Schnell werden die zwei unzertrennlich. Doch bei Kriegsausbruch werden sie auseinandergerissen und Joey wird an einen britischen Kavallerieoffizier verkauft und muss an die Front.
Damit beginnt für Joey ein verschlungener Weg durch Freud und Leid, durch Not und Wunder. Aus dem einfachen Pferd wird schließlich ein wahrer Held, der mit seiner Unschuld und bedingungslosen Hingabe an seine Freunde alle Menschen beeindruckt, egal auf welcher Seite des Krieges sie stehen. Joey zieht Ambulanzkutschen über die Schlachtfelder, hilft deutschen Soldaten auf der Flucht, beflügelt die Fantasie eines französischen Mädchens und schleppt riesige Kanonen auf Berge. Seinen Höhepunkt erreicht der Film jedoch erst, als Albert auf seiner eigenen lebensgefährlichen Mission ebenfalls die Schützengräben erreicht, während sich Joey in dem unwirtlichen Niemandsland zwischen britischem und deutschem Gebiet befindet. Aber obwohl von dort aus kein Weg mehr zurückzuführen scheint, ergibt sich plötzlich eine Chance auf Frieden – wenigstens für einen Moment lang...
Um der enormen Bandbreite der Geschichte gerecht zu werden, versammelte Spielberg in seiner Besetzung einen unverwechselbaren Mix aus einigen viel versprechenden Newcomern wie beispielsweise Jeremy Irvine als Albert, Tom Hiddleston, Benedict Cumberbatch, David Kross, Patrick Kennedy, Toby Kebbell, Celine Buckens und Robert Emms. Ihnen zur Seite stehen preisgekrönte Veteranen wie Emily Watson, Peter Mullan, Niels Aestrup und David Thewlis.
DreamWorks Pictures und Reliance Entertainment präsentieren eine Amblin Entertainment/Kennedy/Marshall Company Produktion eines Steven-Spielberg-Films: GEFÄHRTEN. Das Drehbuch schrieben Lee Hall und Richard Curtis nach dem Roman von Michael Morpurgo. Der Film wurde von Steven Spielberg und Kathleen Kennedy produziert, ausführende Produzenten waren Frank Marshall und Revel Guest. Zu Spielbergs Filmcrew mit den meisten arbeitet er schon seit Jahrzehnten zusammen gehörten Cutter Michael Kahn, Kameramann Janusz Kaminski, Komponist John Williams, Produktionsdesigner Rick Carter und Kostümdesignerin Joanna Johnston.
Hintergrund-Infos
GEFÄHRTEN („War Horse“), von DreamWorks Studios und Regisseur Steven Spielberg, ist ein großes Kinoabenteuer für die ganze Familie und eine unvergessliche Geschichte über Freundschaft, Entdeckungen und Mut.
Die bewegende Story über einen Jungen namens Albert und sein geliebtes Pferd Joey spielt in der Zeit des ersten Weltkrieges. Joey wird von Alberts Vater an die britische Kavallerie verkauft und zum Einsatz an die Front geschickt. Vor dem Hintergrund des großen Krieges beginnt Joeys außergewöhnliche Reise. Trotz der Hindernisse, die ihm bei jedem Abschnitt seiner Reise begegnen, berührt und verändert er jedes Leben, das ihm unterwegs begegnet. Und Albert, der seinen großen Freund nicht vergessen kann, läuft schließlich von zu Hause weg, um Joey auf den Schlachtfeldern von Frankreich wiederzufinden und ihn nach Hause zu holen.
GEFÄHRTEN wurde 1982 erstmals als Roman von Michael Morpurgo veröffentlicht und entwickelte sich sehr schnell zu einem Familienklassiker über Liebe und Loyalität, den sowohl Kinder als auch Erwachsene auf der ganzen Welt ins Herz schlossen. Die Story wurde wenig später vom Theater adaptiert und wurde ein triumphaler internationaler Erfolg. Steven Spielberg begegnete dem Stoff zum ersten Mal durch das Theater und war sofort begeistert.
“Die Geschichte hat mich absolut fasziniert, ich war einfach hin und weg,” erinnert sich der Regisseur. „Ich finde, es ist eine sehr ehrliche Story, ich habe sie als einen Film für Familien gesehen, über die Reise eines Jungen und eines Pferdes, die sich einmal sehr nahe waren, aber durch das Schicksal auseinander gerissen werden. Ich hoffe, dass diese Geschichte Menschen durch das gemeinsame Erleben zusammenbringen wird - sein Herz und seine Botschaft kann man in jedem Land nachfühlen.”
So wie in den meisten von Spielbergs Filmen, steht neben dem großen Abenteuer und atemberaubenden Bildern eine bewegende Geschichte mit sehr menschlichen Dimensionen im Zentrum. „Für mich ist dies eine Story über Glaube, Hoffnung und Loyalität – die hingebungsvolle Loyalität eines Jungen zu seinem Pferd - und umgekehrt,” sagt der Regisseur.
Spielberg lobt auch die Schönheit von Dartmoor, einer atemberaubenden Hügellandschaft im Südwesten Englands: „Niemals zuvor in meiner langen und abwechslungsreichen Karriere bin ich mit einen solchen Reichtum an natürlicher Schönheit beschenkt worden, wie während der Dreharbeiten von GEFÄHRTEN in Dartmoor. Ich habe nicht ansatzweise alle visuellen Gelegenheiten nutzen können, die sich mir hier geboten haben.”
Für Spielberg war auch die filmische Arbeit mit Pferden eine neue, beglückende Erfahrung. „Die Pferde waren ein außergewöhnliches Erlebnis für mich, da viele Mitglieder meiner Familie reiten. Ich war wirklich beeindruckt, wie ausdrucksstark Pferde sind und wie sehr sie in der Lage sind, ihre Gefühle zu zeigen.”
GEFÄHRTEN kommt am 16. Februar in die deutschen Kinos. Der Film wurde von Steven Spielberg und Kathleen Kennedy produziert, in den Hauptrollen spielen Emily Watson, David Thewlis, Peter Mullan, Niels Arestrup, Tom Hiddleston, Jeremy Irvine, Benedict Cumberbatch und Toby Kebbell, sowie die deutschen Schauspieler David Kross und Maximilian Brückner. Das Drehbuch schrieben Lee Hall und Richard Curtis nach dem Roman von Michael Morpurgo und nach dem Theaterstück von Nick Stafford, produziert vom National Theatre of Great Britain unter der Regie von Tom Morris und Marianne Elliot.
Ich habe gerade bei Imdb einen Trailer gesehen und das ist sicher ein Film bei dem ich heulen muss, das weiss ich jetzt schon. Aber ob ich diesen mal schauen werde weiss ich noch nicht.
Beitrag Nr.: 5 geschrieben von 8martin
Spielberg ist ein wirklich guter Geschichtenerzähler. Hier verwendet er ein Jugendbuch als Vorlage und macht daraus ein Märchen-Drama. Er schildert es in beeindruckenden oft großformatigen Bildern, die von der Musik von John Williams beherrscht werden, der hier wohl wegen des Themas viel Blech zum Einsatz bringt. Unter den Darstellern finden wir große Namen wie Peter Mullan, Emily Watson oder Niels Arestrup, aber auch Newcomer wie Titelheld Jeremy Irvine. Die Szenen auf dem heimischen Hof sind mit stereotypischen, holzschnittartig gestalteten Figuren runtergedreht und bleiben inhaltlich an der Oberfläche. Das hat man doch schon x-mal so gesehen. Die dunklen Kriegsszenen dagegen wummern akustisch ganz schön durch, sind aber zu lang geraten. Mal ganz abgesehen von den unglaublichen Szenen an der Front z.B., wo es auf Befehl Drahtscheren regnet (überraschende Komik!), schaut die Innenausstattung oft aus wie direkt aus der Werbung bzw. wie im Märchen. Man bleibt von dem Spektakel nicht völlig ungerührt, von der Dramatik ist man eher erschreckt und wird akustisch erschlagen. Auch wenn man von Anfang an, den glücklichen Ausgang erahnt, bleibt ein ungutes Gefühl zurück. Schrecklich schön aber unangenehm.
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