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OT: Juan de los Muertos Horror-Komödie Spanien/Kuba 2011 Regie: Alejandro Brugués Buch: Alejandro Brugués Darsteller: Blanca Rosa Blanco, Elsa Camp, Alexis Díaz de Villegas, Antonio Dechent, Andrea Duro, Luis Alberto García, Jorge Molina, Andros Perugorría, Susana Pous, Eliecer Ramíre ... mehr...
Kinostart: 12.04.2012
Witzig, blutig und respektlos lässt der Regisseur Alexander Brugués seine Zombies auf den letzten
Außenposten des Kommunismus los. „Juan of the Dead“ sorgte weltweit für Aufsehen und wurde
auf den Filmfestivals von Toronto, Sitges, Rio, Miami und Havanna vom Publikum gefeiert.
Juan ist ein Schlitzohr und Lebenskünstler. Er liebt Kuba, denn hier muss er nicht arbeiten. Doch
ausgerechnet am 50. Jahrestag der Revolution tauchen in Havanna merkwürdige Dissidenten auf.
Ein Virus scheint sie in blutrünstige Bestien verwandelt zu haben. Das Staatsfernsehen ist sich
sicher: Das Unheil kommt mal wieder aus Amerika. Bewaffnet mit Paddeln und Macheten ziehen
Juan und seine Freunde los, um gegen die neue „Revolution“ zu kämpfen und dabei noch etwas
Geld zu verdienen…
Director's Statement
Bei „Juan of the Dead“ handelt es sich um eine „Zombie-Komödie“ – eine Bezeichnung, die sich
erst in den letzten Jahren in dieser Form etabliert hat, da gerade diese beiden Genres durch ihren
gemeinsamen Subtext perfekt miteinander harmonieren. Schon als Kleinkind war ich ein großer
Verehrer des Zombie-Films (und ja, Zombie-Filme haben Verehrer, keine Fans!). San Raimis „Evil
Dead“ war damals der zweite Film, den ich mir in meinem Leben gekauft habe. Seitdem schlägt
mein Herz für die Untoten. Die Idee für meinen eigenen Zombie-Film war also nur noch eine Frage
der Zeit.
Den Impuls zu „Juan“ bekam ich ganz einfach durch das Beobachten meiner Umwelt: Kuba. Eines
Tages stellte ich mir dann die Frage: sind wir wirklich so anders als Zombies? Mal abgesehen davon bereitet sich Kuba seit den letzten fünfzig Jahren auf eine Konfrontation mit den USA vor…
Was wäre also, wenn diese Konfrontation aus Zombis bestünde?
Im Grunde gibt es für Kubaner drei Strategien, um mit Problemen fertig zu werden. Entweder sie
versuchen aus diesen Profit zu schlagen oder aber sie arrangieren sich damit und machen so
weiter wie bisher. Falls jedoch beides misslingt, so ergreifen sie die Flucht und stürzen sich in die
Fluten… .
Ein Land voller Zombies – das macht es den Kubaner natürlich nicht gerade einfach... Über die
Jahre sind wir ja alle irgendwie zu Zombies geworden, ... jedenfalls habe ich auf diesem Weg
einen Hauptdarsteller gefunden, der eine neue Perspektive einnimmt. Der sich hinstellt und sagt:
„Ich lasse das nicht zu! Das ist mein Land. Ich liebe es und ich werde es bis zum bitteren Ende
verteidigen“ ...nun ja, so klingen seine Worte natürlich erst, nachdem er versucht hat seinen
Geldbeutel ein bisschen aufzubessern… .
In „Juan“ geht es mir also darum eine durch und durch abgedrehte Komödie zu schaffen, mit
typisch kubanischen Charakteren, voll von Action und Abenteuer. Ein Film der schockt, der einen
so mitnimmt, dass man fast von der Stuhlkante fällt... der einem aber auch gleichzeitig vor Augen
führt, wer wir wirklich sind.
Neben einem spektakulären Setting zeigt der Film auch weniger realitätsferne Geschehnisse.
Hunderte von Menschen die sich ins Meer werfen und sich auf Floße und treibende Autos retten,
oder Busse die mit Gewalt Botschaftsgebäude rammen... das sind alles Dinge, die ich – neben
unseren tagtäglichen Gebrechen, Zweifeln, und Reflektionen – mit eigenen Augen gesehen habe.
Letzten Endes ist jedoch das Wichtigste, dass ich mir mit „Juan“ einen Kindheitstraum erfüllen
kann, nämlich den Zombie-Film zu schaffen, den ich damals schon immer sehen wollte und das
macht die ganze Sache wertvoller als alles was ich bis dato geschaffen habe.