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Robert Leroy Johnson
Geboren am: 08.5.1911 in Hazlehurst, Mississippi, USA
Gestorben am: 13.8.1938

Komponist - Filmographie:
2004 Eric Clapton: Sessions for Robert J
2003 Led Zeppelin DVD
2000 Chocolat... ein kleiner Biss genügt
2000 Ghost World
2000 Hellhounds On My Trail: The Afterlife of Robert Johnson
1999 Eric Clapton & Friends in Concert: A Benefit for the Crossroads Centre at Antigua
1996 Das Attentat (1996)
1995 "The Promised Land"
1995 Kaffee, Milch und Zucker
1992 Eric Clapton: Unplugged
1991 Cream: Strange Brew
1990 Hart auf Sendung
1986 Eric Clapton and Friends
1980 Blues Brothers


Diskussionsforum: (Die letzten Beiträge)

📝 geschrieben von Anja

sehr interessant, vielen dank

📝 geschrieben von Taxi Driver

Der Mythos Robert Johnson
Robert Johnson gilt als eine der größten Ikonen der populären amerikanischen Kultur. Seine Bedeutung für den Blues ist vergleichbar mit der Bedeutung Hank Williams für die Country-Musik oder der Charlie Parkers für den Modern Jazz.

Seine Person ist von Legenden umrankt, die den eigentlichen Menschen dahinter bei weitem überragen. Nicht nur die Geschichte, er habe seine Seele an den Teufel verpfändet um ein besserer Gitarrist zu werden, auch die Umstände seines gewaltsamen Todes tragen dazu bei. Die Tatsache, dass Johnson in seinen Texten häufig vom Teufel spricht, verleiht diesen Legenden zusätzlich Nahrung.

Über Jahrzehnte war Robert Johnson in der Öffentlichkeit praktisch vergessen. Sicher war Johnson zwar einigen schwarzen Bluesmusikern bekannt, seine Musik ist aber höchstwahrscheinlich nicht über Schallplattenaufnahmen sondern bestenfalls von "Ohr zu Ohr" überliefert worden. In der weißen, amerikanischen Bevölkerung ist Johnson mit der Ausnahme einiger weniger Bluesliebhaber und Schellackplattensammler völlig unbekannt gewesen. Die wahren Umstände seines Lebens und Todes wurden daher erst nach seiner Wiederentdeckung im Verlauf des Folk- und Blues Revivals im Jahre 1961, also mehr als 20 Jahre nach seinem Tode, rekonstruiert.

Im Zuge dieser Renaissance des Blues - bei einem allerdings vor allem weißen Publikum - erlebten auch zahlreiche andere, vergessene, schwarze Bluesmusiker wie Son House oder Mississippi John Hurt ein Comeback. Da der Blues eine vornehmlich mündlich übermittelte Tradition hat, sind hier der Legendenbildung Tür und Tor geöffnet, eine Tatsache, die sicher in nicht unbeträchtlicher Weise zur Faszination des Blues im allgemeinen und einer solch legendären Gestalt wie Robert Johnson im speziellen beiträgt.

Der genaue Ort seines Grabes ist bis heute umstritten. Es existieren nur insgesamt zwei Fotos, von denen belegt ist, dass sie tatsächlich Robert Johnson darstellen.

📝 geschrieben von Taxi Driver

Die Musik von Robert Johnson
Das Verdienst von Johnson lag vor allem in der Bearbeitung der frühen Bluesmusik von Son House und Skip James (Delta Blues) in einem neuen Stil, der dann von Musikern wie Muddy Waters oder Elmore James aufgegriffen wurde. Anders als die Songs seiner Zeitgenossen zeichneten sich seine Songs durch einen Individualismus aus, der vorher nicht bekannt war - jeder Song klingt anders und ist in sich geschlossen.

Eine weitere Besonderheit in Johnsons Werken besteht darin, dass seine Lieder sich nicht anhören, als ob Sänger und Gitarrist eine Person sind, da er sich teilweise mit Gesang und Gitarrenspiel in verschiedenen Rhythmen bewegte. Auch seine besondere Stimme, die fast weinend oder jauchzend klingt, ist für die damalige Blues-Musik untypisch und macht seine Lieder unverkennbar. Sein Gitarrenspiel war immer mit dem Gesang verknüpft, lediglich in seinem allerersten aufgenommenen Song Kind Hearted Woman Blues spielte er zu Beginn des Stücks ein kurzes Gitarrensolo. In der Standardstimmung der Gitarre bevorzugte er die Tonarten A und E, in offenen Stimmungen (Offene D-Stimmung, Offene G-Stimmung), die auch open tunings genannt werden, nutzte er meist G und C. Die jeweilige Dominante oder Subdominante hielt er dabei entweder mit einem ausgestreckten Finger oder mit einem Glas oder Metallzylinder, welches er über einen Finger der linken Hand stülpte (Bottleneck-Technik).

Wie viele Bluesmusiker seiner Zeit verarbeitete er in seinen Songs vor allem Alltagsbegebenheiten; viele seiner Songs handeln von seinen Wanderschaften, etwa der bekannte Walkin' Blues, in dem er seine Lehrzeit als Gitarrist bei Son House reflektiert, indem er in einem Wechsel zwischen dem ruhigen und gelehrsamen Schülerspiel und dem aufsässigen eigenen Stil variiert. Weitere Songs dieses Themas sind etwa der Travelling Riverside Blues und I´m a steady rollin' man. Ein weiterer Einflussfaktor für seine Texte waren natürlich die Frauen (Kind Hearted Woman Blues, Little Queen of Spades) und das Geld (Sweet Home Chicago), aber auch eine Handfeuerwaffe (32-20 Blues) und ein Automobil (Terraplane Blues nach dem Hudson Terraplane) gehörten zu den Inspirationen.

Die Verbreitung der Musik nach dem Tod
Die Verbreitung seiner Songs begann erst nach seinem Tod, zum einen durch den Produzenten John Hammond, zum anderen durch andere Bluessänger wie Robert Lockwood, die seine Songs kopierten. Noch während seiner aktiven Zeit begeisterte Johnson Musiker wie Howlin' Wolf, Sonny Boy Williamson II., Robert Nighthawk und Memphis Slim. Im Laufe der folgenden Jahre wurde Johnson zum meistkopierten und meistdiskutierten Bluesmusiker. Als John Hammond im Jahre 1938 Robert Johnson für seine Konzertreihe From Spirituals to Swing gewinnen wollte, mußte er jedoch erfahren, dass dieser bereits verstorben war.

Daraufhin gerieten Musik und Person Robert Johnsons für Jahrzehnte in Vergessenheit. Seine ausschließlich auf Schellackplatten veröffentlichten Aufnahmen wurden nicht wieder aufgelegt und avancierten damit zu äußerst seltenen Sammlerstücken. Für Originale werden von Sammlern mehr als 3.000 Dollar bezahlt. Ein Exemplar des Cross Road Blues erzielte sogar einen Preis von 12.000 Dollar. Erst das wiedererwachende Interesse des amerikanischen Publikums am traditionellen Folk und Blues, das nicht zuletzt durch die Veröffentlichung von Harry Smiths Anthology Of American Folk Music im Jahr 1952 ausgelöst wurde, brachte Musik wie den Delta Blues überhaupt wieder in das Bewußtsein der Öffentlichkeit.

Die Veröffentlichung einiger Johnson-Songs auf dem Album King of the Delta Blues Singers (Columbia) im Jahr 1961 führte schließlich zur Wiederentdeckung der Musik von Robert Johnson. Die Tatsache, dass für die Zusammenstellung der 16 auf dieser Platte veröffentlichten Stücke nicht nur das Archiv von Columbia sondern auch die Privatsammlungen von fünf Bluesliebhabern herangezogen werden mussten, verdeutlicht die Seltenheit und Unbekanntheit von Robert Johnsons Aufnahmen zur damaligen Zeit. Eine Reihe von Bluesbands und Rockmusikern nahmen diese Songs in ihr Repertoire auf, und so unterschiedliche Musiker wie Jimi Hendrix, Mike Bloomfield, Eric Clapton, Keith Richards und Bob Dylan geben diese Songs als eine wichtige Inspiration an. Als Columbia im Jahr 1990 eine Sammlung der kompletten Aufnahmen Robert Johnsons veröffentlichte, wurden von diesem Album unerwarteterweise mehr als 1.000.000 Exemplare verkauft.

📝 geschrieben von Taxi Driver

Robert Johnson (* 8. Mai 1911 in Hazlehurst, Mississippi; † 16. August 1938 in Three Forks, Mississippi) gilt als einer der einflussreichsten Gitarristen, Sänger und Songschreiber in der Geschichte des Blues. Er wird auch der "King of the Delta Blues" genannt, in Anspielung auf das Mississippi-Delta.

Das Leben von Robert Johnson
Robert Johnson wurde 1911 als Sohn von Julia Ann Dodds, geborene Majors, und Noah Johnson in Hazlehurst geboren. Seine Mutter war verheiratet und kehrte 1914 gemeinsam mit ihrem nichtehelichen Sohn nach Memphis (Tennessee) zu ihrem Ehemann Charles Dodds zurück, den sie einige Zeit später wieder verließ, um Willie "Dusty" Willies zu heiraten. Gemeinsam mit seiner Mutter und seinem Stiefvater zog Robert 1918 nach Robinsonville, etwa 30 Kilometer von Memphis entfernt, wo er dann bis 1927 auch zur Schule ging. Nachdem seine Mutter ihm erklärte, wer sein wirklicher Vater war, änderte Robert seinen Nachnamen in Johnson. Robert Johnson spielte bereits als Teenager Mundharmonika und ein wenig Gitarre.

1929 lernte Robert Johnson die Bluesmusiker Charlie Patton und Son House kennen, bei dem er sein Gitarrespiel massiv verbessern konnte. Im gleichen Jahr heiratete er Virginia Travis. 1930 starb seine Frau jedoch im Kindbett und auch das Kind überlebte nicht. Einige Monate später begann seine Zusammenarbeit mit Willie Brown, den er bereits aus seiner Jugend kannte. Er ging jedoch bald danach auf der Suche nach seinem Vater nach Hazlehurst und lernte auf dieser Reise seine zweite Ehefrau Caletta "Callie" Craft kennen, die er 1931 heiratete. 1932 lernte Johnson den Bluesmusiker Ike Zimmermann sowie eine Reihe weiterer Musiker kennen. Im Laufe der folgenden Jahre wurde Robert Johnson zu einem gefragten Musiker für samstagabendliche Veranstaltungen in Mississippi, kehrte dann jedoch zurück nach Robinsonville.

Als Robert Johnsons Gitarrenspiel sich innerhalb kurzer Zeit stark verbessert hatte, erzählte man sich, er habe seine Seele an den Teufel verkauft und sei von diesem im Gegenzug in die Geheimnisse des Gitarrenspiels eingewiesen worden. Diese Legende erhielt noch zusätzliche Nahrung durch den Johnson-Song Me and the Devil Blues. Diese Aussage geht zurück auf eine Äußerung von Son House, nachdem Johnson wieder zurück in Robinsonville war und seinen alten Freunden auf der Gitarre vorspielte.

1934 kam Robert Johnson auf seinen mittlerweile vagabundenhaften Wanderschaften in die Stadt Helena in Arkansas und traf dort auf eine Reihe damals schon bekannter Bluesmusiker. Mit seinem Gitarrenspiel beeindruckte er hier die Musiker Sonny Boy Williamson II., Robert Nighthawk, Howlin' Wolf sowie Memphis Slim. 1936 kam es dann zu den ersten Aufnahmen für die American Record Company. Besonders der Terraplane Blues verkaufte sich so gut, dass Johnson 1937 seine zweite Aufnahmefolge machen konnte.

Robert Johnson nahm in diesen beiden Sessions nur 29 Songs in insgesamt 41 Aufnahmen auf. Seinen Tod fand er bei einem Auftritt im Juke Joint in Three Forks durch eine vergiftete Flasche Whiskey. Die stammte vom Besitzer des Ladens, der eifersüchtig auf den mit seiner Frau musikalisch flirtenden Musiker war. Anderen Gerüchten zufolge hatte er allerdings tatsächlich eine Affäre mit der Frau des Barbesitzers. Begraben wurde Robert Johnson wahrscheinlich auf einem kleinen Friedhof in dem Ort, die genaue Grabstätte ist jedoch unbekannt. In Morgan City (Mississippi) findet sich ein Gedenkstein an Robert Johnson mit der folgenden Aufschrift:

Robert Johnson. "King of the Delta Blues Singers." His Music struck a Chord that continues to resonate. His Blues adressed Generations he would never know and made Poetry of his Visions and Fears.

Er wurde 1980 in die Blues Hall of Fame aufgenommen.

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