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Bernardo Bertolucci
Geboren am: 16.3.1940 in Parma,Emilia-Romagna, Italy

Regisseur - Filmographie:
2003 Die Träumer
2002 Ten Minutes Older: The Cello
1998 Shandurai und der Klavierspieler
1996 Gefühl und Verführung
1993 Little Buddha
1990 Himmel über der Wüste
1987 Der letzte Kaiser
1981 Die Tragödie eines lächerlichen Mannes
1979 La Luna (1979)
1976 1900
1972 Der letzte Tango in Paris
1970 Die Strategie der Spinne
1970 Der Große Irrtum
1969 Liebe und Zorn
1968 Partner (1968)
1964 Vor der Revolution
1962 La Commare Secca

Autor - Filmographie:
2002 Ten Minutes Older: The Cello
2001 The Triumph of Love
1998 Shandurai und der Klavierspieler
1996 Gefühl und Verführung
1993 Little Buddha
1990 Himmel über der Wüste
1987 Der letzte Kaiser
1981 Die Tragödie eines lächerlichen Mannes
1979 La Luna (1979)
1976 1900
1972 Die Untersuchung
1972 Der letzte Tango in Paris
1970 Die Strategie der Spinne
1970 Der Große Irrtum
1969 Liebe und Zorn
1968 Spiel mir das Lied vom Tod
1968 Partner (1968)
1967 Via del petrolio
1967 Ballata da un miliardo
1964 Vor der Revolution
1962 La Commare Secca

Produzent - Filmographie:
2001 The Triumph of Love
1982 Io con te non ci sto più

Schauspieler - Filmographie:
1992 Golem, l'esprit de l'exil

Sonstiges:
2014 Marlon Brando - Der Harte und der Zarte


Diskussionsforum: (Die letzten Beiträge)

📝 geschrieben von Samtpfote

Bernardo Bertolucci bekam den Goldenen Ehrenlöwen für sein Lebenswerk.

📝 geschrieben von Taxi Driver Fan

sehr guter Regisseur, was mir gefällt ist wenn er auf der "Spiel mir das Lied vom Tod"-DVD den Audiokommentar teilweise macht er hat einen echt sympathischen Akzent

📝 geschrieben von GM00524

«Letzter Tango» und «Letzter Kaiser»

Der ialienische Regisseur Bernardo Bertolucci wird 65 Jahre alt


Der italienische Filmregisseur Bernardo Bertolucci während eines Fototermins auf dem Filmfest in Venedig. (Foto: dpa)

Wenn jemand 65 wird, darf er schon mal ein bisschen Bilanz ziehen. Die Bilanz, mit der Regisseur Bernardo Bertolucci aufwarten kann, hat vor allem zwei Namen: «Der letzte Tango» und «Der letzte Kaiser». Unterschiedlicher könnten die Werke kaum sein, und es ist diese Bandbreite, die die künstlerische Klasse Bertoluccis ausmacht. Schließlich ist er einer «der Letzten» aus der Riege der ganz großen italienischen Filmemacher der Nachkriegszeit. Und was er sonst noch kann, will der einst bekennende Marxist Bertolucci demnächst unter Beweis stellen: Er plant einen Film über die linksgerichteten Tupamaros-Guerillas in Lateinamerika - das wäre wieder einmal ein ganz neues Thema.

«Der stärkste erotische Film, der je gedreht wurde», schwärmte 1972 ein amerikanischer Kritiker über den «Letzten Tango in Paris». Dabei war es kein wirklich großes Kino, das Bertolucci da präsentierte: Ein 40-jähriger Amerikaner (Marlon Brando) irrt durch Paris, trifft eine blutjunge Französin (Maria Schneider), und «alles was für sie zählt, war, ständig Sex zu haben», wie ein anderer Kritiker notierte. Der Streifen traf mitten ins Herz des neuen freien Lebensgefühls. In Italien wurde der Film allerdings verboten und brachte dem Regisseur sogar eine Haftstrafe auf Bewährung ein. Doch international wurde er zum Kassenschlager, zum «Kultfilm», würde man heute sagen.

Maria Schneider war als Schauspielerin so gut wie unbekannt. «Sie spielte ihre Nackt- und Sexszenen zwar ohne Hemmungen, aber ihr Charakter blieb ausdruckslos wie eine mondgesichtige Gummipuppe», wurde denn auch nicht ganz zu Unrecht moniert. Aber Marlon Brando und die Sexszenen auf dem Fußboden eines leeren Pariser Appartements machten Filmgeschichte - und brachten dem Regisseur das nötige Geld für eines seiner ambitionierten Projekte.

«1900» hieß der Streifen, den er 1976 ablieferte, ein sage und schreibe fünfeinhalb Stunden langes Epos über die italienischen Bauern- und Klassenkämpfe Anfang des Jahrhunderts. Allein das war schon ein Abenteuer, dann kamen die Filmgrößen hinzu, die darin auftraten: Burt Lancaster, Donald Sutherland, Robert de Niro und Gérard Depardieu - das war so recht nach Bertoluccis Wünschen. Doch etwas schwergängig und kopflastig blieb der Streifen trotzdem. Der Stoff entsprach dem politischen Anliegen des Marxisten und KP-Mitglieds Bertolucci. Zuvor, beim «Letzten Tango», hatten Kritiker ihm noch «unpolitisches Abdriften» in den Kommerz vorgeworfen.

Auch seine ersten Streifen waren «politische Filme», wie es damals hieß. Bertolucci, Sohn einer großbürgerlichen Familie im norditalienischen Parma, war zunächst Assistent bei Pasolini. «Vor der Revolution» (1961) erzählte etwa die Geschichte eines jungen Aristokraten aus Parma, der zum Marxisten werden will. «Der große Irrtum« (1970) mit Jean Louis Trintignant handelte von der Karriere eines «bürgerlichen Professors» während des Faschismus - «Spaghetti-Godard» spotteten damals manche Kritiker.

Der zweite Welterfolg folgte 1987, erhielt neun Oscars und vier Golden Globes und schilderte die Geschichte des letzten chinesischen Imperators, der bereits als Dreijähriger an die Macht kam, von den Untertanen als Gott verehrt wurde und «wie ein Gefangener seiner eigenen Macht lebte». Für «Der letzte Kaiser» öffnete Peking sogar die «Verbotene Stadt», Bertolucci durfte als erster «Westler» an Originalschauplätzen in Peking drehen, die zuvor für die Öffentlichkeit tabu waren. «Es ist die Geschichte einer Raupe, die zum Schmetterling wurde», meinte er, die Geschichte eines Gott-Kaisers, der gestürzt und «zum Menschen umerzogen wurde».

Dagegen wurde Bertoluccis zweiter Versuch mit fernöstlicher Thematik eher ein Flop. «Little Buddha» (1993), die Geschichte über die vermeintliche Reinkarnation des Religionsstifters, eröffnete zwar 1994 die Berlinale, aber die Erwartungen enttäuschte er. Und auch «Die Träumer» (2003) über die Irrungen und Wirrungen dreier Großbürgerkinder am Rande der Studentenunruhen im Mai 1968 in Paris blieb weit hinter seinen Meisterwerken zurück.

(von Peer Meinert)

📝 geschrieben von GM00524

Kino & Film - Geburtstag Italiens Altmeister mit Höhen und Tiefen


Frankfurt/Main (AP) Im Vergleich zum diesjährigen Oscar-Triumphator Clint Eastwood ist Bernardo Bertolucci, der am 16. März 65 Jahre alt wird, fast noch ein junger Mann. Doch anders als das knapp 75-jährige Hollywood-Urgestein ist der italienische Filmemacher in den letzten Jahren sehr in den Hintergrund des Interesses gerückt. Dafür bezeichnend ist, dass sein Film «Shandurai und der Klavierspieler» mit fast siebenjähriger Verspätung kürzlich in die deutschen Kinos gekommen ist.

Und Bertoluccis im Januar 2004 hier zu Lande angelaufenes Spätwerk «Die Träumer» lockte trotz einer freizügig präsentierten wunderschönen Hauptdarstellerin nicht viel mehr als 100.000 Besucher vor die Leinwände. Welch ein Unterschied zum Jahr 1972, als Bertoluccis Kino-Sensation «Der letzte Tango von Paris» lange Schlangen vor den Kassen und erregte Diskussionen provozierte. Damals war der in Parma geborene Regisseur auf dem ersten Höhepunkt seiner Karriere. Dieser Film mit den skandalumwitterten Sexszenen zwischen Marlon Brando und Maria Schneider ist längst ein Klassiker des erotischen Kinos.

1974 und 1976 entstand unter dem Titel «1900» und mit internationaler Starbesetzung die bis dahin teuerste europäische Produktion, die allerdings kommerziell ein Debakel wurde. In diesem fünfeinhalbstündigen Werk zeigte Bertolucci ein monumentales Panorama Italiens in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts. Nur im Produktionsland fand «1900» die erhoffte Resonanz. Lange litt der Sohn eines Schriftstellers an diesem Debakel, doch ein Jahrzehnt später meldete er sich mit einem Triumph zurück: Als erster Ausländer hatte er eine Dreherlaubnis für China erhalten und nutzte sie furios.

In «Der letzte Kaiser» erzählte Bertolucci die Geschichte von Pu Yi, des machtlosen letzten Herrschers über das Reich der Mitte. Dem Film gelang es grandios, monumentalen Aufwand mit psychologischer Subtilität zu einem bewegenden Kinoerlebnis zu verschmelzen. «Der letzte Kaiser» wurde ein Welterfolg, der neben vielen anderen Preisen auch neun Oscars - darunter den für die Regie - und vier Golden Globes errang. Dem stark vom Marxismus und seinem radikal eingestellten Lehrer und Mentor Pier Paolo Pasolini geprägten Großbürgersohn Bertolucci ist seitdem kein ähnlich großer Wurf mehr geglückt.

Aufsehen erregte er allerdings 1990 noch einmal mit «Himmel über der Wüste», einer Verfilmung des Romans von Paul Bowles. Bertolucci gelang es hier, den Konflikt sehr verschiedener Kulturen spannend zu inszenieren. Weniger geglückt war das 1994 erstmals auf der Berlinale gezeigte religiöse Himalaya-Epos «Little Buddha». Es verschlang viel Geld, weckte aber wenig Interesse beim Publikum. Die späten Filme des Italieners haben stets nur ein sehr gemischtes Echo gefunden, aber vielleicht ist er doch noch einmal für eine Überraschung gut. Bernardo Bertolucci muss sich allerdings längst nicht mehr um seinen Nachruhm sorgen: Er hat einige der spektakulärsten Filme des 20. Jahrhunderts geschaffen.

HAPPY BIRTHDAY!

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