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Der Heiratsschwindler von Paris

Der Heiratsschwindler von Paris
Bewertung:
Humor: %%
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Erotik: %%
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Gesamtbewertung:
gut!
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OT: Monsieur Verdoux
(Monsieur Verdoux - Der Frauenmörder von Paris)
Komödie
USA 1947
Regie: Charles Chaplin
Buch: Charles Chaplin, Orson Welles
Musik: Charles Chaplin
Produzent: Charles Chaplin
Darsteller: Charles Chaplin, Mady Correll, Allison Roddan, Robert Lewis, Audrey Betz, Martha Raye, Ada May, Isobel Elsom


Kurzinhalt:
Der Bankangestellte Henri Verdoux hat seiner Firma dreißig Jahre lang treu gedient. Bei Ausbruch der Weltwirtschaftskrise 1930 wird ihm gekündigt. Um sein Heim auf dem Land erhalten und seine kranke Frau und seinen Sohn unterhalten zu können, wirft er sich auf eine andere Art von "Geschäft": Er verspricht reichen Frauen die Ehe und bringt sie dann um ihr Geld und um ihr Leben. Mit den beiden ersten gibt es keine Schwierigkeiten. Aber bei dem Versuch, mit Annabella Bonheur fertig zu werden, verhindern immer dumme Zufälle ihren Tod...

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📃 Filmkritiken der User 📃
📝 Filmkritik geschrieben von 8martin

Geld regiert die Welt

Alle reden nur vom ‘Großen Diktator‘, der ohne Zweifel genial ist, aber der ‘Monsieur Verdoux‘ hat auch eine politische Aussage. Zwei Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges ist die Message damals nicht sehr populär. Es ist quasi eine Abrechnung.
Im Stil des großen Komikers wird die Geschichte eines Frauenmörders erzählt. Die eigentlichen Taten aber sieht man nie. Der Film setzt mit der Weltwirtschaftskrise 1929 ein, mit einem Börsencrash, der Millionen von Menschen um ihre Ersparnisse gebracht hat. Charlie ist ein arbeitsloser Bankangestellter (sic!).
Zu der Zeit ist M. Verdoux nur ein Bigamist (a) mit Lydia: Margaret Hoffman), einer keifenden Beißgurke und (b) Mona (Mady Correll), die im Rollstuhl sitzt, verheiratet. Die bringt er auch nicht um. Typisch für Chaplin: er hat das Herz am rechten Fleck und hilft einer jungen Frau im Regen (Marilyn Nash) sogar und stellt den vergifteten Wein wieder in den Schrank. Jahre später trifft er sie wieder mit großer Limousine und Chauffeur. Sie hat reich geheiratet: einen Rüstungsfabrikanten.
Dazwischen gehen einige Mordanschläge daneben, so der an der hysterischen Annabelle Bonheur (Martha Raye), bei der er kein ‘Mordsglück‘ gehabt hat. Dafür ist der Mordversuch auf einem kleinen Boot beim Angeln mit ihr ein erstes Highlight, bei dem Charlie sein ganzes komisches Können auf engstem Raum einsetzen kann. Auch die Hochzeit mit Marie (Isobel Elsom) geht daneben, weil Annabelle auftaucht. Hier glänzt Chaplin mit Versteckspiel und Verfolgungsjagden. Das ist der zweite Höhepunkt des Films.
Spannung entsteht, weil die Verwandtschaft der ersten Frau, die ‘verschwunden‘ ist, auftaucht und die Polizei einschaltet. Dafür bekommt der Detektiv Morrow (Charles Evans) etwas vom Gift Wein ab.
Verdoux stellt sich und hält beim Prozess ein Plädoyer, in dem er sinngemäß sagt ‘die Kleinen fängt man, die Großen lässt man laufen.‘ Man sieht Bilder von Hitler und Mussolini während Charlie, der als Blaubart angeklagte, betont, dass in diesen kriminellen Zeiten große Geschäfte gemacht werden, wobei Millionen von Menschen umkommen. Der Massenmord der Diktatoren wird nicht bestraft. Es gehe doch immer nur ums Geschäft. Mord sei die logische Erweiterung des Kapitalismus.
Eine an sich ernste Geschichte von zeitloser Brisanz wird recht witzig erzählt. Und das Blumenmädchen (Barbara Slater) hat Charlie, der alte Schwerenöter, sicherlich persönlich gecastet.

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