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Blutige Spur (1969)

Blutige Spur (1969)
Bewertung:
Humor: %%
Action: %%
Spannung: %%
Erotik: %%
Anspruch: %%
Gesamtbewertung:
Sehenswert!
Sehenswert!

OT: Tell them Willie Boy is here
Westerndrama
USA 1969
Regie: Abraham Polonsky
Buch: Abraham Polonsky, Harry Lawton
Musik: Dave Grusin
Produzent: Philip A. Waxman, Jennings Lang
Darsteller: Robert Redford, Katharine Ross, Robert Blake, Susan Clark, Barry Sullivan, John Vernon, Charles Aidman, Charles McGraw, Shelly Novack, Robert Lipton, Lloyd Gough, Ned Romero


Kurzinhalt:
Kalifornien, 1909. Willie Boy, ein junger Paiute-Indianer, kommt zum jährlichen Stammesfest in die Reservation von Benning, um seine Freundin Lola wiederzusehen. Ihr Vater ist gegen eine Verbindung der beiden, und es kommt zu einem Streit, bei dem Willie Boy den Alten tötet. Die Liebenden fliehen in die Wüste. Nach den Rechtsbegriffen der Paiute haben sie keine Schuld auf sich geladen, aber die weiße Bevölkerung zwingt Sheriff Cooper zur Strafverfolgung. Cooper, der mit Willie Boy sympathisiert und viel lieber bei seiner Freundin Liz geblieben wäre, bricht denn auch die Aktion bereitwillig ab, als er dem Präsidenten Taft als Bodyguard zugeteilt wird, der gerade Kalifornien bereist. Doch eine Gruppe fanatischer Weißer setzt die Menschenjagd auf eigene Faust fort...

Blutige Spur (1969) - DVD
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📝 Rezension geschrieben von 8martin

Menschenjagd in der Wüste

Die einzige ‘blutige Spur‘ stammt von einem angeschossenen Schakal. Aber mit dem Originaltitel kann man auch wenig anfangen. Es ist ein Satz, mit dem Willie (Robert Blake) seine geliebte Lola (Katherine Ross) zum Verrat auffordert. Im Grunde ist es die übliche Verfolgungsjagd eines mutmaßlichen Mörders durch Sherif Cooper (Robert Redford). Der hat eine Beziehung zu Dr. Arnold (Susan Clark), zuständig für das Indianerreservat. Und Willie flieht mit seiner Lola. Auch ihre Liebe ist problematisch.
Dieser Spätwestern (1969) läutet das Ende dieses über viele Jahrzehnte populären Genres ein. Es gibt keine echten Helden mehr. Die Männer werden alle irgendwie schuldig, egal auf welcher Seite sie stehen. Zu keinem von ihnen kann der Zuschauer mit Hochachtung aufschauen. Und wie ein alter Cowboy sagt, ‘war früher alles besser. Auch echte Liebe hat hier keinen Platz. Zwei Pärchen sind einander in ein Art Hass-Liebe verfallen. Sherif Cooper nutzt Dr. Arnold aus und lässt sie hängen, wenn es ihm passt. Über Lolas Ende kann man nur spekulieren. Alle Figuren agieren nur noch funktionell. Willies eigentliches Verbrechen ist seine Hautfarbe. Hier spielt auch noch der Rassismus eine Rolle. Und am Ende gibt es eine ganz untypische Feuerbestattung. Akustische Signale klingeln als Begleitung zur Handlung und unterstützen die Spannung. So sieht kein Kassenschlager aus der Traumfabrik aus. Qualität ist ohnehin unbezahlbar.


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