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Der Mittler (1971)

Der Mittler (1971)
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Gesamtbewertung:
Sehenswert!
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OT: The Go-Between (1971)
Drama/Romanze
Großbritannien 1971
Regie: Joseph Losey
Buch: Harold Pinter, L.P. Hartley (Roman)
Musik: Michel Legrand, Georg Friedrich Händel, Arthur Sullivan
Produzent: John Heyman, Denis Johnson, Norman Priggen, Robert Velaise
Darsteller: Julie Christie, Alan Bates, Margaret Leighton, Michael Redgrave, Dominic Guard, Michael Gough, Edward Fox, Richard Gibson


Kurzinhalt:
Im England um die Jahrhundertwende verbringt der 13jährige Leo die Sommerferien bei den reichen Eltern seines Schulkameraden Marcus. Dort ist er geblendet von dem Aufwand, der betrieben wird um die Tage standesgemäß zu verbringen. Allzeit sind Diener bemüht, die aufwändigen Picknicks, formellen Dinnerabende und nachmittäglichen Crocketspiele zu arrangieren. Leo freundet sich mit Marcus’ Schwester Marian an, einer hübschen jungen Frau Anfang Zwanzig. Marian nimmt den Jungen auf Spaziergänge mit und der Junge verliebt sich prompt zum ersten Mal in seinem Leben. Doch Marian hat ganz andere Sorgen. Ihre arrangierte Verlobung mit dem Grafen Hugh Trimingham steht kurz bevor, sie aber liebt ihren Nachbarn Ted Burgess. Sie weiht Leo in ihr Geheimnis ein und benutzt ihn als Botengänger. Leo erlebt, wie eine verbotene Liebe - ohne große Chancen zu haben - gegen die Gesetze der Gesellschaft kämpft…

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📃 Filmkritiken der User 📃

📝 Filmkritik geschrieben von 8martin

Leo als Merkur

Ein Soziogramm der englischen Upper Class um 1900 als Standesunterschiede von größter Bedeutung waren. Der junge Leo (Dominic Guard) verbringt die Sommerferien auf einem Schloss bei den Maudsleys. Nicht standesgemäß ausgerüstet muss ihn erst Marian (Julie Christie, mit überaus buschigem Haupthaar) die Tochter des Hauses neu einkleiden. Als sich Leo mit ihrem heimlichen Liebhaber, dem Pächter Ted (Alan Bates) anfreundet, wird er zum Postillion d’Amour für deren Schäferstündchen im Heu.
Offiziell ist Marian mit Hugh (Edward Fox) verlobt und Leo gerät in Gewissenskonflikte. Er mag die herrschaftliche Familie genauso wie die Angestellten und sogar in ihm selbst kommt so etwas wie Liebe zu Marian auf. Mutter Maudsley ertappt Marian auf frischer Tat, weil Leo sie zu ihrem Versteck führen muss.
Ein Cut unterbricht den Handlungsverlauf und setzt 50 Jahre später wieder ein. Den gealterten Leo (Michael Redgrave) kann man noch nachvollziehen, Marian im Halbdunkel bleibt etwas kryptisch. Die Auflösung gerät recht kurz und bündig: Marian hatte einen Sohn von Ted, heiratete aber Hugh. Vater Ted ist nicht mehr. Man muss sich wohl oder übel durchpilchern.
So kann man vom großen Plus des Films abgelenkt werden: ein wunderschönes Ambiente, ein Leben in düsteren Räumen, stocksteif und erzkonservativ. Episch breit angelegt mit viel Liebe zum Detail. So wird Marians Fehltritt unter den Teppich gekehrt, Leo wird erwachsen und das Leben geht weiter. Bei einem ausgiebigen Cricket Match werden die Klassengegensätze deutlich. Doch das Spiel gewinnen die Pächter. Der Plot wirkt entspannend weil verlangsamend und ist mit einem Schuss Melodramatik versehen, aber nicht zu viel davon, denn Contenance ist wichtig.

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