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Die Blume des Bösen

Die Blume des Bösen
Bewertung:
Humor: %%
Action: %%
Spannung: %%
Erotik: %%
Anspruch: %%
Gesamtbewertung:
Durchschnittlich!
Durchschnittlich!

OT: La fleur du mal
Drama
Frankreich 2003
Regie: Claude Chabrol
Buch: Claude Chabrol, Caroline Eliacheff, Louise L. Lambrichs
Musik: Matthieu Chabrol
Produzent: Marin Karmitz
Darsteller: Benoît Magimel, Nathalie Baye, Mélanie Doutey, Suzanne Flon, Bernard Le Coq, Thomas Chabrol


Kurzinhalt:
In seinem 53. Film beschäftigt sich Regie-Altmeister Claude Chabrol einmal mehr mit seinem Lieblingsthema - der schonungslosen Demaskierung bürgerlicher Heuchelei. Eine französische Kleinstadt, irgendwo in der Nähe von Bordeaux -das ist die Heimat der Familie Charpin-Vasseur, die nun schon seit fünfzig Jahren die Geschicke der Region maßgeblich beeinflusst. Das auf den ersten Blick so harmonische Miteinander der einzelnen Familienmitglieder entpuppt sich rasch als trügerisch, und schnell wird klar, dass unterhalb der so sorgsam polierten Hochglanzfassade einiges im Argen liegt.

Die Geschichte nimmt ihren Beginn mit der Ankunft von François (Benoît Magimel), der nach dreijährigem Amerika-Aufenthalt auf den Familienstammsitz zurückkehrt. Dort lebt sein Vater Gérard (Bernard Le Coq) gemeinsam mit seiner zweiten Ehefrau Anne (Nathalie Baye) und deren Tochter Michèle (Mélanie Doutey). Komplettiert wird die Sippe von Annes alter Tante Line (Suzanne Flon), einer rüstigen und aufgeschlossenen Seniorin, die über die Jahrzehnte hinweg auf seltsame Art und Weise mit dem Haus und seiner Geschichte verwachsen zu sein scheint. Ihre Vergangenheit wird überschattet von zahlreichen familiären Tragödien, und vor Jahren stand sie gar im Verdacht, ihren eigenen Vater, einen hochrangigen Nazi-Kollaborateur, ermordet zu haben.

Doch auch in der Gegenwart drohen der weißen Familienweste dunkle Flecken: Nach und nach verdichten sich die Anzeichen, dass zwischen François und Michèle mehr als nur geschwisterliche Zuneigung besteht - und dass diese fatalen Gefühle einst der wahre Grund für François' überstürzte Flucht ins Ausland waren. Und auch um die Ehe von Gérard und Anne steht es nicht zum besten: Während er sich in den Büroräumen seiner Apotheke regelmäßig mit fremden Frauen vergnügt, ist sie schierbesessen von ihrer Kandidatur für das lokale Bürgermeisteramt. Die politischen Ambitionen der Familie werden allerdings keineswegs einhellig begrüßt: Eines Tages flattert ein bösartiges Flugblatt ins Haus, das die Charpin-Vasseurs mit ihrer eigenen unseligen Vergangenheit konfrontiert. Am Tag der Bürgermeisterwahl nimmt das Verhängnis seinen Lauf...

Die Blume des Bösen (DVD)
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📝 Rezension geschrieben von 8martin

Mord oder Totschlag

Da hat sich Claude Chabrol von seinen frühen Krimis ganz schön weit entfernt. Dies ist kein echter Thriller. Eher eine komplexe Gesellschaftssatire, deren Hintergründe schwer nachvollziehbar sind. Es geht nicht so sehr um Mord oder Totschlag, sondern um die Abgehobenheit einer wohlhabenden, bürgerlichen Kaste, die sich nach außen abschirmt und alles, was nicht sein darf, wird geleugnet oder vertuscht. Mit Erstaunen nimmt man den unerwarteten Abspann auf und stellt fest, aha, so ist das eben. Trotz einiger unangenehmer Querschläger, geht das Leben so weiter für die Reichen und Schönen, die gelangweilt und mit Verdruss eigentlich ein erbärmliches Dasein fristen.
Allein der Titel verweist auf Baudelaires Gedichtband. Mit dem Wissen im Hinterkopf kann man vermuten, dass die Blume des Bösen im Geheimen ewig weiterblüht. Für eine Satire nicht bissig genug, für einen Krimi zu flach und für eine gesellschaftliche Analyse zu oberflächlich. Es ergibt sich nichts Neues.


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