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Das Perfekte Verbrechen

Das Perfekte Verbrechen
Bewertung:
Humor: 50%50%
Action: 40%40%
Spannung: 90%90%
Erotik: 10%10%
Anspruch: 80%80%
Gesamtbewertung:
gut!
gut!

OT: Fracture (2007)
Thriller
USA 2007
Regie: Gregory Hoblit
Buch: Daniel Pyne, Glenn Gers
Musik: Jeff Danna, Mychael Danna
Produzent: Charles Weinstock
Darsteller: Anthony Hopkins, Ryan Gosling, David Strathairn, Billy Burke, Rosamund Pike, Molly Adams, Xander Berkeley, Petrea Burchard, Peter Breitmayer, Yorgo Constantine, Bob Gunton, Cliff Curtis, Embeth Davidtz, Kate Clarke, Monica Garcia

Kinostart: 17.05.2007
Homepage/Trailer

Kurzinhalt:
Als Ted Crawford (Anthony Hopkins) entdeckt, dass seine wunderschöne, junge Frau Jennifer (Embeth Davidtz) eine Affäre hat, plant er ihren Tod - den perfekten Mord. Unter den Polizisten, die am Tatort erscheinen, ist Detective Rob Nunally (Billy Burke), ein Verhandlungsspezialist bei Geiselnahmen. Ihm wird als Einziger Zugang zum Haus gewährt, wo Crawford überraschenderweise sofort zugibt, seine Frau erschossen zu haben. Doch Nunally beachtet ihn kaum. Wie betäubt starrt er auf die Frau, die in einer riesigen Blutlache liegt. Es ist seine Geliebte, deren wahre Identität er nie kannte. Obwohl auf Jennifer aus kurzer Distanz geschossen wurde, erkennt Nunally, dass sie noch lebt. Crawford wird sofort verhaftet und nach seinem Geständnis angeklagt - so einen todsicheren Fall wickelt Willy Beachum (Ryan Gosling), Gehilfe des Bezirksstaatsanwalts (David Strathairn), vermeintlich mit links ab. Beachum ist ein junger Karriere-Überflieger, den längst ein lukrativer Job in einer großen Kanzlei erwartet.

Doch so einfach, wie der Fall scheint, ist er nicht, und die entscheidende Frage lautet: Ist Willys Verlangen nach Macht und seine Affäre mit einer sexy und ambitionierten Anwältin (Rosamund Pike) aus der neuen Kanzlei stärker als sein leidenschaftlicher Siegeswillen - oder noch schlimmer: als seine ethischen Grundsätze? Crawford zwingt Willy zu einem atemberaubenden Duell voller strategischer Winkelzüge und intellektueller Fallen, bei dem beide lernen, dass sich in jeder noch so perfekten Fassade ein Riss finden lässt.

Das Perfekte Verbrechen - DVD
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📝 Rezension geschrieben von 8martin

Beweisen Sie's Herr Staatsanwalt

Das Gesicht von Anthony Hopkins beherrscht die Szene von Anfang an. Er kann so einmalig freundlich und zugleich gefährlich dreinblicken. Außerdem ist das Interessante an diesem Film noch die Story: der Zuschauer kennt Mörder und Opfer. Man fragt sich nur, wie man es juristisch wasserdicht beweisen kann. Und dann halten noch unvorhersehbare Wendungen die Spannung hoch. Aber auch einige aus der Logik herausbrechende Nebenhandlungen schaffen Verwirrung. Und auch die Figur der äußerst attraktiven Rosamund Pike ist lediglich nur schmückendes Beiwerk. Letztlich ist es eine Auseinandersetzung zwischen einem jungen, ehrgeizigen Aufsteiger der Jurisprudenz (Ryan Gosling) und einem alten, genialen, wohlsituierten, hintergangenen Ehemann. Der Originaltitel ’Bruch’ bezieht sich wohl auf die Ehe der ungleichen Partner. Wir bleiben aber weiterhin auf der Suche nach dem perfekten Mord.

📝 Rezension geschrieben von GM00156

Nachdem ich nun den Film, endlich, gesehen habe, möchte ich meine Eindrücke zum Lesen verbreiten.

Wundervoll anzuschauen ist schon dern Anfang, in welchem eine Unruhe läuft und die passende Musik für einen sehr guten Vorspann sorgt. Den ganzen Film über werden Unruhen vorhanden sein, welche auch an technischer Raffinesse schwer zu überbieten sind.

Zu Anfang erfährt man, dass Jennifer, Ted Crawford´s (Hopkins) Ehefrau eine Affäre hat. Nachdem sie ihren Lover getroffen hat, kommt sie abends nach Hause und wird von ihrem Mann, für den Zuschauer sichtbar, erschossen. Nach einigem Hin und Her wird er verhaftet und dem Haftrichter vorgeführt.
Parallel dazu läuft die Geschichte, dass Will Beachum seinen Job bei der Staatsanwaltschaft aufgeben will und einen Job bei einer Kanzlei annehmen wird. Die Tatsache, dass er etwas mit seiner Chefin anfängt, schwebt von Anfang an über dem Film, ist aber nebensächlich.
Beachum trifft nun im Gerichtssaal auf Crawford und schnell wird klar, dass Crawford Beachum nichts schenken wird. Unter dem Deckmantel des Nichtwissen will Crawford sich selbst verteidigen und die Dinge nehmen ihren Lauf. Es stellt sich als nachezu unmöglich heraus, Crawford den Mord nachzuweisen, obwohl er ein Geständnis unterschrieben hat, dieses aber im Nachhinein leugnet.
Crawford gewinnt Oberwasser, während Beachum immer mehr in den Fluten versinkt, da sein Versagen an einem Verhandlungstag seinen Job sowohl bei der Staatsanwaltschaft als auch in der privaten Kanzlei in Gefahr bringt.

David Straithairn hat leider wenige Auftritte, strahlt aber immer wieder eine gewissen Größe und Ruhe aus.

Das Augenmerk für diesen Film möchte ich aber zuerst auf Ryan Gosling legen.
Er spielt einen jungen Staatsanwalt, Gewinnertyp - Großkotz. Seine anfängliche Überlegenheit wandelt sich mehr und mehr in einen jammervollen Zustand, wobei man für ihn kein Mitleid empfindet. Er spielt die Rolle des jungen Aufschneiders glaubhaft, mit einigen kleinen Schwächen. Beachum ist ein flegelhafter, unerzogener Kerl, der mit offenem Mund isst, wie ein Lama Kaugummi kaut und sich für absolut unwiderstehlich hält - was er aber nicht ist.
Gosling kann Hopkins einiges entgegensetzen, bleibt aber, wie beabsichtigt, hinter ihm zurück, denn Hopkins kann sich völlig austoben und hat die besten Momente des Films für sich.
Er spielt den alternden Ted Crawford, Inhaber einer eigenen Firma, welche Fluggesellschaften nach Abstürzen hilft, die Schwachstellen der Flugzeuge zu finden. Als dieser erfährt, dass seine Frau eine Affäre hat, bringt er sie um. Dann täuscht er eine Geiselnahme vor, um vom Liebhaber seiner Frau (Billy Burke), dem Verhandlungsführer der LAPD bei Geiselnahmen, festgenommen zu werden. So kommt der Stein ins Rollen.
Hopkins spielt diese Rolle mit so viel Spass und Witz, dass man den Mörder lieben muss. Nach Hannibal Lecter hat Hopkins nun wieder einen Mörder geschaffen, der absolut liebenswert erscheint und stilvoll agiert, seine Trümpfe gekonnt ausspielt und vor (niveauvollem) Witz und Symapthie geradezu sprüht.

Leider endet der Film nicht dort, wo man denkt und es auch filmisch den Anschein hat, sondern geht noch weiter, obwohl die Luft eigentlich schon raus ist. Bis dahin war es spannend und witzig, man war gut unterhalten. Die folgenden 10-15 Minuten sind etwas zäh und man muss sich im Sessel umsetzen, wo man vorher wie in den Bann gezogen auf die Leinwand starrte. Am Ende dieser Minuten aber, wird man mit einem fulminanten Ende belohnt.
Ich, als angehende Juristin, konnte jedoch die Gedanken des Staatsanwaltes nicht nachvollziehen und werde mich auf jeden Fall kundig machen, ob diese seine Vorgehensweise zum Erfolg führen kann.

Alles in allem ein guter, spannender und an einigen Stellen witziger Justizthriller, der Hopkins angeglichen und akzeptabel besetzt wurde. Der Soundtrack ist ebenfalls gelungen und der Film enthält auch einige beeindruckende Bilder, wie eben diese Unruhen, die ihn sehenswert machen.

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