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Im Winter ein Jahr

Im Winter ein Jahr
Bewertung:
Humor: 20%20%
Action: 10%10%
Spannung: 30%30%
Erotik: 0%0%
Anspruch: 80%80%
Gesamtbewertung:
Empfehlenswert!
Empfehlenswert!

OT: Im Winter ein Jahr
Drama
Deutschland/USA 2008
Regie: Caroline Link
Buch: Caroline Link, Scott Campbell (Roman: "Aftermath")
Musik: Niki Reiser
Produzent: Uschi Reich, Martin Moszkowicz
Darsteller: Karoline Herfurth, Josef Bierbichler, Corinna Harfouch, Hanns Zischler, Misel Maticevic, Daniel Berini, Franz Dinda, Karin Boyd, Jacob Matschenz, Inka Friedrich, Hansa Czypionka, Tanja Frehse, Alina Freund, Paula Kalenberg

Kinostart: 13.11.2008
Homepage/Trailer

Kurzinhalt:
Eliane Richter (CORINNA HARFOUCH) bittet den Künstler Max Hollander (JOSEF BIERBICHLER), ein Porträt ihrer beiden Kinder zu malen, der 22-jährigen Lilli (KAROLINE HERFURTH), einer talentierten Tanz-Studentin, und des 19-jährigen Alexander (CYRIL SJÖSTRÖM), der vor einem knappen Jahr tödlich verunglückt ist. Als Lilli, zunächst lustlos, zu Sitzungen im Studio des Malers erscheint, merkt dieser schnell, dass sie in großen emotionalen Schwierigkeiten steckt und er versucht, die ehemals tiefe Verbindung der Geschwister besser zu verstehen. Es entsteht eine vorsichtige Annäherung zwischen den beiden und das Psychogramm einer komplexen Familie. Am Ende hat das Bild der Geschwister wenig mit dem zu tun, was sich Eliane ursprünglich erhofft hat und kann gerade deshalb den Weg ebnen für einen neuen Anfang.

Im Winter ein Jahr - DVD
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📝 Rezension geschrieben von 8martin

Maler, Model und Familie

Karoline Link hat drei Gedankengänge mit einander verbunden. Breiten Raum nimmt die Selbstfindungsphase der pubertierenden Göre Lilly (großartig Karoline Herfurth) ein. Dann gibt es da noch den Maler Max (überzeugend souverän Josef Bierbichler), der sie und ihren toten Bruder auf einem Gemälde verewigen soll, das ihre Mutter (Corinna Harfouch) in Auftrag gibt. Diese lebt in einer zerrütteten Ehe mit Hanns Zischler. Die Figuren der Eltern hat Link etwas stiefmütterlich behandelt. Die weinende Mutter im Laub kommt etwas überraschend, ebenso wie Lillys Abschlussmonolog mit dem Bruder in den verschneiten Himmel, nachdem sie zuvor im leeren Tanzstudio für sich und uns ihr Können unter Beweis gestellt hat.
Auf allen drei Ebenen agieren Figuren, die nicht zu den Gewinnern gehören: Lilly wird nach allen Niederlagen immer wieder aufstehen, Max produziert ein Bild, das der Auftraggeberin nicht gefällt, deren Ehe gerade scheitert. Über allem schwebt der Tod des Bruders Alexander. Hanns Zischler spielt wie so oft eine freundliche aber teflonbeschichtete Figur.
Die vage Spannung kommt von der permanenten Ahnungslosigkeit des Zuschauers, der dem Geschehen wegen der guten Schauspieler aber mit Interesse folgt.
Kein Langweiler, aber auch kein Knüller!

📝 Rezension geschrieben von Max Cady

Ein wunderbar gefühlvoller Film von Caroline Link, der nicht versucht, einfache Antworten zu finden für das Thema Trauer. Sehr tolle Darsteller, allen voran Karoline Herfurth und Josef Bierbichler, erwecken das einfühlsame Drehbuch glaubhaft zu leben. Es werden keine Phrasen gedroschen, und es gibt auch keine übertriebenen Szenen. Der Film ist auch vom Tempo her genau richtig inszeniert, er nimmt sich viel Zeit, ohne alles haarklein erklären zu müssen. Auf jeden Fall eine Sehempfehlung!

P.S. Verstehe ja nicht, wieso ausgerechnet "Nirgendwo in Afrika" von Link so hochgelobt wird. Finde, dass "Jenseits der Stille" und "Im Winter ein Jahr" die einfühlsameren und besser gemachten Filme sind, aber gut...

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