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Die üblichen Verdächtigen

Die üblichen Verdächtigen
Bewertung:
64. Platz in der Top 100 Film-Liste (Platz 64)
Humor: 24%24%
Action: 36%36%
Spannung: 74%74%
Erotik: 4%4%
Anspruch: 69%69%
Gesamtbewertung:
Sehr gut!
Sehr gut!

Film bewerten
OT: The Usual Suspects
Thriller
USA 1995
Regie: Bryan Singer
Buch: Christopher McQuarrie
Musik: John Ottman
Darsteller: Stephen Baldwin, Gabriel Byrne, Chazz Palminteri, Kevin Spacey, Pete Postlethwaite, Kevin Pollak, Benicio Del Toro, Giancarlo Esposito, Suzy Amis, Dan Hedaya, Carl Bressler, Peter Greene, Michelle Clunie


Kurzinhalt:
Der verkrüppelte Kleinganove Verbal sitzt auf dem Polizeirevier und wird als Augenzeuge vernommen, denn geschehen ist einiges: Ein Schiff ist in die Luft geflogen, Drogen im Millionenwert sind im Spiel, und hinter allem steckt ein mysteriöser Verbrecherboss namens Keyzer Sozé, den noch niemand jemals gesehen hat. Und was Verbal den ermittelnden Beamten zu erzählen hat, ist eine so unglaubliche Geschichte, dass sie einfach wahr sein muss...

Mit diesem Film gelang Bryan Singer ein durchweg origineller Thriller, der den Zuschauer höchst kunstvoll an der Nase herumführt. Alfred Hitchcok sagte zwar einmal, eine "gelogene Rückblende" sei eine Todsünde, und damit hatte er auch recht. Aber Singer gelingt das Kunststück, gerade das Lügen mit Bildern zum Kunstgriff zu machen. Die Auflösung am Ende ist derart raffiniert, daß dieser Thriller mit Fug und Recht das Prädikat "einzigartig" für sich verbuchen kann.

Oskar-Auszeichnung:
Beste männliche Nebenrolle (Kevin Spacey), bestes Originaldrehbuch

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📃 Filmkritiken der User 📃

📝 Filmkritik geschrieben von 8martin

Ein unzuverlässiger Erzähler

Der Titel bezieht sich auf eine Redewendung aus den Polizeiakten oder der Justiz. Man meint damit Personen, die mit einem Verbrechen in Verbindung gebracht werden, dass sie nicht unbedingt begangen haben müssen. Nur ein Verdacht fällt auf sie, egal wie begründet oder unbegründet er ist. Wir kennen es aus ‘Casablanca‘.
Hier sind es fünf coole Typen die einen Coup nach dem nächsten erfolgreich durchziehen, bis sie mit einem noch größeren Unbekannten in Konflikt geraten. Es sind Gabriel Byrne (Keaton), Kevin Spacey (Verbal Kint), Benicio del Toro (Fenster), Stephen Baldwin (McManus) und Kevin Pollack (Todd). Immer wieder geistert der Name des Gangsterbosses Keyser Söze durch die Gespräche. Man kennt ihn nicht, man sieht ihn nicht. Mal könnte es Kobayashi († Pete Postlethwaite), sein, mal könnte es Keaton (Gabriel Byrne) sein, der selbst ernannte Anführer der Bande oder Edie (Suzi Amis, im echten Leben Mrs. Cameron), seine Freundin die Anwältin und einzige Frau in diesem reinen Männerfilm. Fest in der Hand der Ermittler Kujan (Chazz Palmintery) und Jeff (Dan Hedaya) ist Verbal Kint. Der schwankt noch zwischen Kronzeugenregelung und völliger Straffreiheit. Er mag die ‘Bullen‘, verpfeift keinen und hat eine starke Gehbehinderung. Die Luft ist bleihaltig und voller feurigere Explosionen in diesem schießfreudigen Film, in dem sich die Ganoven durch Brutalität, Genialität und Omnipräsenz zu übertreffen versuchen. Ein ungewöhnlicher Schluss mit vielen Optionen erwartet den Zuschauer. Verbal Kint verliert seine Gehbehinderung, steigt zu Kobayashi ins Auto und stellt sich selbst in Frage. Ist er der ‘Teufel, der die Welt glauben macht, dass es ihn gar nicht gibt?... und einfach so…ist er weg.‘ Aus, Ende, Amen.
Ganz ausgeschlafene Kritiker erkannten hier ein ‘unzuverlässiges Erzählen‘ als geniale Kunstform. Für die filmische Umsetzung ist der Oscar verdient. Warum ihn von den fünf Typen nur Kevin Spacey bekommen hat, erschließt sich mir nicht.

📝 Filmkritik geschrieben von DerPsycho

Hab mich anfangs wirklich schwergetan mit dem Film. Er zündet wirklich erst gegen Ende so richtig und wird ab da
dann auch sehr spannend.
Aber: Ich habe ihn in der deutschen Synchronisation gesehen und wundere mich hier ein wenig, dass das Problem
hier noch von niemandem angesprochen wurde. Man kann durch die Rückblende am Anfang (die Szene, in der
Keaton getötet wird), anhand der Synchronstimme des Mörders erraten, wer es gewesen ist. Bereits als der
Betreffende das nächste Mal auftaucht ist, habe ich die Stimme wiedererkannt... Ich gehe jetzt einfach mal davon aus
(und hoffe), dass das im Original nicht der Fall ist, aber ich muss sagen, dass mir diese Tatsche das Ende doch ein
wenig versaut hat. Dabei ist alles doch so clever konstruiert...
Daher an alle, die den Film noch nicht gesehen haben sollten: Nicht in der dt. Synchro schauen!!!

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Filmzitate aus "Die üblichen Verdächtigen"

💬 "Der größte Trick den der Teufel je gebracht hat war die Menschheit glauben zu lassen, es gäbe ihn gar nicht!"

💬 "- McManus hat uns aber eine ganz andere Geschichte erzählt!
- Ach, die von der Nutte die Durchfall hatte?"

💬 "Keaton always said: 'I don't believe in God, but I'm afraid of him.' Well I believe in God, and the only thing that scares me is Keyser Soze."

💬 "- Ich kann beweisen, dass du ihn der Nacht des Überfalls in Queens warst!
- Ach, wirklich? Ich wohne in Queens!"

💬 "Keaton hat sehr oft gesagt: Ich glaube zwar nicht an Gott, aber ich fürchte mich vor ihm! Ich persönlich glaube an Gott und das einzige wovor ich mich fürchte is Keyser Soze!"


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