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Short Cuts

Short Cuts
Bewertung:
Humor: %%
Action: %%
Spannung: %%
Erotik: %%
Anspruch: %%
Gesamtbewertung:
Sehr gut!
Sehr gut!

OT: Short Cuts
Komödie/Drama
USA 1993
Regie: Robert Altman
Buch: Robert Altman, Frank Barhydt
Musik: Gavin Friday, Mark Isham
Produzent: Cary Brokaw
Darsteller: Andie MacDowell, Jack Lemmon, Bruce Davison, Matthew Modine, Julianne Moore, Zane Cassidy, Tim Robbins, Fred Ward, Jennifer Jason Leigh, Chris Penn, Madeleine Stowe, Peter Gallagher, Lili Taylor, Lily Tomlin, Tom Waits, Robert Downey jr., Frances McDormand, Anne Archer


Kurzinhalt:
Für Momente kreuzen sich die Wege von Menschen aus Los Angeles: Ein Angler findet eine Wasserleiche, ein rüder Polizist sucht amouröse Abenteuer, eine liebevolle Mutter und gute Ehefrau bessert mit einem Telefonsex-Job das Haushaltsgeld auf, ein Junge wird überfahren und seine Mutter telefonisch bedroht, ein Erdbeben erschüttert die Stadt - und das Leben geht weiter...

Short Cuts - DVD
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📝 Rezension geschrieben von 8martin

Die Gesellschaft und der Tod

Wenn der Altmeister Robert Altman ruft, kommen alle und die Preise türmen sich zu Hauf. Die Promiliste liest sich wie das Adressbuch von Hollywood. Diese ‘Abkürzung‘ ein ausführlicher Umweg. Dieser ultimative Episodenfilm führt dieses Genre in drei Stunden ad absurdum oder auch zu einer nicht mehr zu toppenden Vollendung.
Es ist ein großes Bilderbuch der Gesellschaft. Alles dreht sich um acht Ehepaare, die die ganze Palette von menschlichen Krisen, Unverschämtheiten, Böswilligkeiten und Demütigungen u.v.a.m. erleben. Da fliegen die Fetzen bis die Schlafzimmertür den Zugang zu einer Versöhnung öffnet. Mal sind die Jungs solidarisch, dann wieder die Mädels und so treibt Altmann die Unterhaltungswert in die Höhe, wenn nicht nur die eindimensionale Entwicklung vorankommt, sondern auch noch Querverbindungen entstehen. Daneben gibt es auch noch einen Roten Faden: der kleine Casey wird angefahren, liegt den ganzen Film im Koma und schafft es am Ende doch nicht.
Zwei herausragende Episoden sind besonders erwähnenswert: Caseys Opa Paul (Jack Lemmon) eilt ans Krankenbett des Enkels und arbeitet dabei mit seinem Sohn Howard (Bruce Davison) die gemeinsamen verpassten Gelegenheiten ihres Lebens auf. Das Vater–Sohn Problem bleibt ungelöst. Vorbei ist vorbei, kann man nichts mehr machen. Jack Lemmon bringt tiefe menschliche Tragik in den Plot. Und die abartigste Episode: die verheiratete Lois macht Telefonsex und wickelt dabei ihr Baby, während sie den Anrufer zum Höhepunkt treibt. Als sie daraufhin ihrem Mann (Christopher Penn) Sex anbietet, ist er hilflos und kann damit gar nichts anfangen.
Es gibt nichts Erfreuliches im Leben dieser Figuren. Sie wurschteln sich so durch. Und wenn die alte Barsängerin Tess singt ‘To Hell with Love‘, so ist das symptomatisch für diese Gesellschaft. Ihre Tochter Zoe (Lori Singer) nimmt sich frustriert das Leben. Dieser Film kann nur mit einem Erdbeben zu Ende gehen. Das lag bereits acht Mal in der Luft.


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