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Der Name der Rose

Der Name der Rose
Bewertung:
Humor: 28%28%
Action: 41%41%
Spannung: 81%81%
Erotik: 17%17%
Anspruch: 77%77%
Gesamtbewertung:
gut!
gut!

OT: Le nom de la rose
Historienkrimi
Deutschland, Italien, Frankreich 1986
Regie: Jean-Jacques Annaud
Buch: Andrew Birkin, Gérard Brach, Alain Godard, Howard Franklin, Umberto Eco (Roman)
Musik: James Horner
Produzent: Bernd Eichinger
Darsteller: Sean Connery, Christian Slater, F. Murray Abraham, Elya Baskin, Feodor Chaliapin jr., Michael Lonsdale, Ron Perlman, Helmut Qualtinger, William Hickey, Volker Prechtel, Valentina Vargas, Michael Habeck, Donald O'Brien, Ludger Pistor, Kim Rossi Stuart


Kurzinhalt:
Der Franziskanermönch William von Baskerville deckt in einer Benediktinerabtei eine unheimliche Mordserie auf. Ein gefährliches Unternehmen in vielfacher Weise, spielt es doch unter den Augen der Inquisition in einer von Satansglauben und Hexenfurcht erfüllten Welt.
Die Scheiterhaufen brennen schon, als William vor der überraschenden Lösung des Rätsels steht...

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📝 Rezension geschrieben von 8martin

007 als Mönch

Es ist die geniale Verfilmung von Umberto Ecos bestem Roman. Dieser kongeniale Film von Jean-Jacques Annaud ist aber ein eigenständiges Kunstwerk, das unbedingt in den Olymp der Filme gehört.
Von Anfang bis Ende ist dieser Film optisch ein Hochgenuss. Der spannendste Krimi des Mittelalters: prall, schockierend, ergreifend. Dabei prominent besetzt. Vor allem der Mönch William-007-von-Baskerville besitzt detektivische Qualitäten. Seine entwaffnende Logik ist umwerfend, seine Gespräche mit seinem Novizen Adson, dem damals noch unbekannten, blutjungen Christian Slater, sind voller Komik. Bis in kleinste Nebenrollen sehen wir hervorragende Darsteller. Äußerst beeindruckend Maske und Spiel von Ron Perlman oder Helmut Qualtinger. Und nicht zu vergessen das junge, ’namenlose’ Mädchen (Valentina Vargas), die einzige Rose in dieser Männerwelt, die Novize Adson pflücken darf. Seltsam, dass man ihm kurz zuvor weiß machen wollte ’Bitterer als der Tod ist die Frau’.’ Kleine, sonderbare Requisiten wie die Handbrille sind bedeutsam in einem Panoptikum skurriler Mönchstypen.
Besonders gelungen ist die Verbindung einer Mordserie in einem Kloster mit der handfesten Kontroverse zwischen Ketzerei und Inquisition. Was bei Umberto Eco breit ausgewalzt wird, wird hier spielerisch in spannungsgeladene Action umgesetzt: u.a. z.B. die Leibfeindlichkeit, die Frauenfeindlichkeit und die Wissenschaftsfeindlichkeit der Kirche im Mittelalter. Ist das heute anders? Bezeichnenderweise handelt das verbotene Buch vom Lachen!
Genial auch der Schluss: zunächst schockierend, dann ein Grund für zufriedenes Schmunzeln. Rosen gibt’s!?

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Filmzitate aus "Der Name der Rose"

💬 "- Was ist so beunruhigend daran, wenn Menschen lachen?
- Lachen tötet die Furcht und ohne Furcht kann es keinen Glauben geben. Wer keine Furcht vor dem Teufel hat, der braucht keinen Gott mehr."


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