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Brügge sehen... und sterben?

Brügge sehen... und sterben?
Bewertung:
Humor: 55%55%
Action: 47%47%
Spannung: 67%67%
Erotik: 10%10%
Anspruch: 64%64%
Gesamtbewertung:
gut!
gut!

OT: In Bruges
Komödie/Thriller
Großbritannien/Belgien 2008
Regie: Martin McDonagh
Buch: Martin McDonagh
Musik: Carter Burwell
Produzent: Graham Broadbent, Peter Czernin
Darsteller: Colin Farrell, Brendan Gleeson, Ralph Fiennes, Clémence Poésy, Thekla Reuten, Jérémie Renier, Mark Donovan, Elizabeth Berrington, Zeljko Ivanek

Kinostart: 15.05.2008
Homepage/Trailer

Kurzinhalt:
Urlaub haben sie sich verdient, so viel ist klar. Zwar ist der letzte Auftrag in London nicht ganz nach Plan verlaufen, doch gerade deswegen können Ray (Colin Farrell) und Ken (Brendan Gleeson) ein wenig Ruhe ganz gut gebrauchen. Aber ausgerechnet in Brügge?

Dort sitzen die beiden Auftragskiller zwischen malerischen Kanälen und mittelalterlichen Kirchen und warten tagelang auf einen Anruf ihres Bosses Harry (Ralph Fiennes). Von winterlicher Langeweile kann allerdings keine Rede sein. Die beiden legen sich mit amerikanischen Touristen und eifersüchtigen Drogendealern an, feiern mit einem zwergwüchsigen Schauspieler und holländischen Nutten, während Ray sich obendrein in die hinreißende Chloë (Clémence Poésy) verguckt. Schließlich ruft Harry dann doch noch an und die eigentümlichen Ferien drohen eine tödliche Wendung zu nehmen...

Brügge sehen... und sterben? (DVD)
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Studio: Universum Film
Sprache: Deutsch (DD 5.1), Englisch (DD 5.1)
Untertitel: Deutsch, Englisch für Hörgeschädigte
Bildformat: 2.35:1, 16:9, anamorph
Laufzeit: ca. 103 min. + Bonusmaterial ca. 53 Min.
FSK: 16
Ländercode: 2
Extras:
 • Internationale Kinotrailer
 • Featurette: "Strange Bruges"
 • Featurette: "When in Bruges"
 • "Fucking Bruges"
 • Deleted Scenes
 • Extended Scenes
 • Gag Reel
 • A Boat Trip Round Bruges
Erscheinungstermin: 24. November 2008



📝 Rezension geschrieben von DerPsycho

Mir hat "Brügge sehen... und sterben?" sehr gut gefallen. Dem Film gelingt das Kunststück glänzend zu unterhalten, ohne sich dabei für genau ein Genre zu entscheiden. Sowas geht an anderen Stellen oftmals schief. Kein Krimi/Thriller, keine Komödie, kein Liebesfilm, kein Drama - aber von allem ein wenig. Und das geht tatsächlich gut. Umrahmt durch die altertümliche Atmosphäre, die die Stadt Brügge verbreitet, bleibt genug Raum für Dialoge, abstruse Szenen, aber auch Charakterspiel. Gut - Farrell ist hier vielleicht nicht die allerbeste Wahl für die Rolle des verzweifelten Killers, dennoch spielt er zumindest ok. Dafür kommt Brendan Gleeson hervorragend rüber und auch Fiennes kann in dieser merkwürdigen Rolle überzeugen.

Ich kann nur empfehlen sich auf den Film einzulassen und Brügge auf der Leinwand/dem TV-Schirm zu genießen. Ohne diese Stadt wäre der Film wahrscheinlich nicht so gut, wie er letztlich geworden ist.

📝 Rezension geschrieben von 8martin

Viel Blut in Brügge

Als Groteske angekündigt ertrinken die drei Hauptdarsteller des Films (Farrell, Gleeson und R. Fiennes) im Blut. Grotesk? Grotesk sind lediglich einige Passagen der Dialoge und die fehlende Logik im Handlungsablauf, vor allem gegen Ende. Das reicht zwar nicht zum Schmunzeln, mag aber als passable Unterhaltung noch durchgehen. Doch zur echten Groteske reicht es nicht. Also eine Verlegenheitsbezeichnung; zwischen mörderischem Gangsterkrimi und unfreiwilligem Urlaub auf Abruf ?! Der Kontrast zwischen der wunderschönen, mittelalterlichen Stadt Brügge und den unverständlichen Diffamierungen dieses Ambientes durch den Kunstbanausen Farrell ist wohl gewollt. Dass sich die beiden Gangsterkumpel nicht gegenseitig umlegen war vorhersehbar. Grotesk ist dann allerdings das Überleben von Collin Farrell, nachdem Fiennes ein Sieb aus ihm gemacht hat. Grotesk halt! Die Love Story mit Clémence Poésy! und alle damit zusammenhängenden Überraschungen sorgen für zusätzliche Action.
Der deutsche Titel macht das Abstruse viel deutlicher als der des Originals ’In Brügge’. Dabei mag es manchen Zuschauern ebenso ergangen sein wie den Gangstern, die sich fragen „Wo liegt das eigentlich?“

📝 Rezension geschrieben von Taxi Driver Fan

Eine weitere Actionkomödie aus England die sehr überzeugt. Schwarzer Humor, schräge Charaktere, ein guter Plot, irre Dialoge viel mehr kann man nicht wollen. Der ! Oscarpreisträger ! McDonagh weiß wie er das ganze am besten in Szene setzt, wann die Spannungsschraube anzuziehen, wann Humor, wann wieder Ernsthaftigkeit reinzubringen. Seinen Namen sollte man sich merken. Gleeson gewohnt souverän, Farrell passt in die Rolle mit seinen 3, 4 Gesichtsausdrücken (in der Heulkrampfszene ist er aber für jeden ersichtlich komplett überfordert). Toll ist auch wie Fiennes dem Affen Zucker gibt und mal richtig abgedreht spielen darf. Perfekte Unterhaltung für einen launigen Abend der sich nicht hinter den ersten beiden Ritchie's verstecken braucht.

📝 Rezension geschrieben von dcorleone

ich hatte einen cooleren Film erwartet, da er im Vorfeld ja auch mit "Bube Dame König Gras" verglichen wurde. Cool war er zwar nicht, aber dennoch wirklich gut.

Im Prinzip kann ich mich Oscars Kritik nur anschließen, die drei Hauptdarsteller spielen großartig.
Vor allem die Gesichter der beiden in den Anfangsszenen in Brüssel sagen alles aus. Die Begeisterung in dem Lächeln von Brendan Gleeson, wenn er die Häuser von Brüssel betrachtet, und im Gegensatz dazu die Mimik und Gestik vom genervten, schlecht gelaunten Farell ist einfach großartig!
Es gibt zwar viel zu Lachen in dem Film, aber dennoch ist er auch sehr ernsthaft, teilweise auch ein wenig melancholisch, was durch den klasse Soundtrack und die wirklich schönen Aufnahmen Brüssels noch unterstrichen wird.
Gegen Ende dachte ich, das wird jetzt aber vorhersehbar, war es dann aber doch nicht, denn es kam anders als ich dachte.


❗ Spoilerwarnung ❗
Das am Ende alle drei sterben (ich gehe davon aus, dass auch Colin Farell gestorben ist, fand ich doch etwas heftig, insbesondere als sich Ralph Fiennes selbst erschossen hat. Mit dieser "Auflösung" hätte ich nicht gerechnet, andererseits ist dieses Ende aber auch nur konsequent, und ich wüßte kein anderes Ende, damit der Film seinen Ernst behält.

@TheOscar:Zur Turmszene:


❗ Spoilerwarnung ❗
Die fand ich zwar auch sehr witzig, aber nach deiner Beschreibung hätte ich da mehr erwartet, die war ja nur sehr kurz.

Der Film hat in der Tat viele großartige Szenen, über die man sich auch noch Tage später amüsieren kann


❗ Spoilerwarnung ❗
Die Szene im Zug z.B. fällt mir gerad ein, in der Colin von dem Polizisten angesprochen wird und seine Reaktion "Der Kanadier hat sie erkannt!"


Eine meiner Lieblingsszenen ist wohl Ralph Fiennes bei Yuri , wenn er seine Waffe aussucht

Ein empfehlenswerter Film

📝 Rezension geschrieben von GM00156

Eine schwarze Komödie mit Starbesetzung und hohem Unterhaltungswert.

Colin Farrell spielt den dauergelangweilten Tiger im Käfig, der mit einer schweren Schuld zu Leben hat wirklich großartig. Seine absolute Anti-Haltung gegenüber der Stadt ist der Running-Gag des Films und man wird einfach nicht müde, es immer und immer wieder zu hören, da es an den passenden Stellen fällt. Wenn er dann noch in die Rolle des trotzigen Kleinkindes verfällt, ist es sowieso zu spät.
Brendan Gleeson als sein Partner, begeistert von Architektur und der Stadt, ist ein großartiger Gegenpart für ihn. Sie ergänzen sich in ihren Typen und sie sind durch etwas miteinander verbunden.
Ralph Fiennes als beider Boss hat diesen als aggressiven, aber prinzipientreuen Menschen angelegt. Ihm gelingt es außerordentlich gut eine Mischung aus Killer und Mensch zu sein. Seine Glanzszene hat er, als ihm mitgeteilt wird, der Turm habe heute schon früher geschlossen.
Aber ich möchte nicht vorgreifen. Dieser Film hat viele großartige Szenen, in denen es ausreichend zu lachen und zum nachdenken gibt.
Auch Carter Burwell steuert einen großartigen Soundtrack bei und die Bilder von Brügge sind absolut sehenswert.
Genauso wie der Film an sich.

📝 Rezension geschrieben von Mathilda

Super Film. Sehr lustig und traurig zugleich. Colin Farrell spielt grossartig und auch sonst sind die
Schauspieler klasse. Die Musik passt wie die Faust aufs Auge. Ein wirklich guter Start fuer das
Filmjahr 2008. Wer auf etwas schwaerzeren Humor steht und nichts gegen viel Blut hat,sollte sich
den Film unbedingt angucken. Ich fand ihn absolut klasse

"If I grew up on a farm and were retarded,Bruges might would have impressed me, but I didn't...so
it doesn't"

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Filmzitate aus "Brügge sehen... und sterben?"

💬 "Du bist der mieseste Tourist, den ich kenne."

💬 "- Ich muss nach Brügge.
- Wo ist denn Brügge?
- In Belgien.
- Wieso sollte jemand nach Belgien müssen!?"

💬 "Eine Uzi? Ich bin doch kein Gansterrapper. ich möchte eine normale Waffe für einen normalen Menschen."

💬 "- Wieso hast du mir nicht zurückgewinkt?
- Ich war auf einem sehr starken Pferdeberuhigungsmittel, ich habe niemandem zurückgewinkt. Außer vielleicht einem Pferd."


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