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Garp und wie er die Welt sah

Garp und wie er die Welt sah
Bewertung:
Humor: 60%60%
Action: 20%20%
Spannung: 40%40%
Erotik: 0%0%
Anspruch: 100%100%
Gesamtbewertung:
gut!
gut!

OT: The World According to Garp
Tragikomödie nach John Irving
USA 1982
Regie: George Roy Hill
Buch: Steve Tesich, John Irving (Roman)
Musik: Michael Bruce, Mack Gordon, John Lennon, Paul McCartney
Darsteller: Robin Williams, Mary Beth Hurt, Glenn Close, John Lithgow, Hume Cronyn, Jessica Tandy, Swoosie Kurtz, James McCall, Peter Michael Goetz, George Ede, Mark Soper, Nathan Babcock, Ian MacGregor, Warren Berlinger, Susan Browning, Brandon Maggart, Jenny Wright, Brenda Currin, Jillian Ross, Laurie Robyn, Victor Magnotta, Dominic A. Cecere, John Irving, Dan Goldman, Al DePippo, Christopher Farr, Brett Littman, Brandon Roth, Steven Krey, Laura Kaye, Amanda Plummer, George Roy Hill


Kurzinhalt:
Abgesehen davon, dass es sich bei Garp - und wie er die Welt sah um einen wahren Genuss für Kinofans handelt, treten hier einige viel versprechende junge Schauspieler auf, die sich mittlerweile zu den besten ihres Fachs entwickelt haben. John Lithgow (die Rolle brachte ihm eine Oscar-Nominierung ein) spielt einen liebenswert warmherzigen, transsexuellen Ex- Footballprofi, den man nur allzu gern einmal kennen lernen würde. Glenn Close (Gefährliche Liebschaften), ebenfalls für den Oscar nominiert, ist eine sensible, vollkommen asexuelle Krankenschwester und Mutter; Amanda Plummer (Pulp Fiction) erscheint als das stumme Vergewaltigungsopfer Ellen James; Mary Beth Hurt macht eine Verwandlung vom Schulmädchen zur Ehefrau und Mutter durch. Sie ist T.S. Garps große Liebe und die Personifizierung eines geborgenen liebevollen Heims. Und Robin Williams, erstmals als Hauptdarsteller, wurde in seiner Paraderolle als Mensch nie besser besetzt.
Diesem Film über eine ungewöhnliche Lebensgeschichte (Drehbuch: Steve Tesich, Breaking Away, Regie: George Roy Hill, Zwei Banditen) gelingt es ungeheuer virtuos, die tragikomische, absurde und humanistische Weltsicht von John Irvings Roman zu erfassen und filmisch umzusetzen. Die Eingangstitel werden von einem Baby mit großen Augen präsentiert, das zu "When I'm Sixtyfour" von den Beatles über die Leinwand schwebt -- eine Einstellung, die den Zuschauer mit Vorfreude auf die Stimmung und die Bildhaftigkeit des Films erfüllt. Nachdem man Garp - und wie er die Welt sah erlebt hat, glaubt man, die Welt um sich herum, diesen komischen und wundervollen Ort, mit anderen Augen zu sehen und neu zu bewerten...



📝 Rezension geschrieben von 8martin

Ein sonderbarer Mensch

Die Lebensgeschichte dieses Garp (Robin Williams) stammt voll aus dem prallen Leben. Nur dass dieses Mal der Romanautor John Irving viele autobiographische Details mit eingewoben hat. Und der Film ist neben den ernsten Absichten sehr amüsant. Dabei werden sexuelle Probleme recht offenherzig abgehandelt. Die zentrale Botschaft klingt ganz schön progressiv: Mutter Jenny (Glen Close) wollte ein Kind, aber nicht heiraten. Beide werden Schriftsteller. Sie verfasst ein politisches Manifest und ist viel erfolgreicher als ihr Sohn. Gegen Ende wird es dann nochmal dramatisch und spannend. Die kinderreiche Ehe von Garp verläuft wie viele; wird aber nach Problemen wieder gekittet. Es gibt fatale Zusammenstöße, aber auch Mord und Totschlag.
Der ironische Blickwinkel macht die Handlung unterhaltsam ohne sich thematisch zu verbeißen. Achtziger Jahre Kino, ein bunter Strauß aus Problemchen, Tränen und munteren Späßen, musikalisch eingerahmt von den Beatles und Nat King Cole. Wer John Irving mag, wird den Film lieben. Man kann ihn sich immer wieder mal antun.


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