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Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa

Gilbert Grape - Irgendwo in Iowa
Bewertung:
Humor: 35%35%
Action: 27%27%
Spannung: 55%55%
Erotik: 16%16%
Anspruch: 73%73%
Gesamtbewertung:
gut!
gut!

OT: What's Eating Gilbert Grape
Drama
Usa 1993
Regie: Lasse Hallström
Buch: Peter Hedges
Musik: Alan Parker, Björn Isfält
Darsteller: Johnny Depp, Juliette Lewis, Leonardo DiCaprio, Mary Steenburgen, Darlene Cates, Laura Harrington, Mary Kate Schellhardt, Kevin Tighe, Crispin Glover, John C. Reilly, Penelope Branning


Kurzinhalt:
Es war einmal ein junger Mann namens Gilbert Grape, der irgendwo und doch nirgendwo lebte. Er träumte von Freiheit und der weiten Welt jenseits seines Horizonts. Gilbert hatte aber ein kleines Hindernis - seine Familie! Vater Grape hat Gilbert eine schwere Last hinterlassen, als er freiwillig aus dem Leben schied: 250 kg wiegt seine Mutter, die seit sieben Sommern weder Haus noch Sofa verlassen hat. Dann gibt's den 17jährigen, geistig behinderten Bruder Arnie, der Gilbert und die Ortspolizei ständig auf Trab hält, und die bei seiner Geburt prognostizierte Lebenserwartung schon um 250 Prozent überschritten hat - ohne absehbares Ende. Ganz zu schweigen von Gilberts zwei schwierigen Schwestern, die auch noch ernährt werden wollen. Erst als die junge Lebenskünstlerin Becky auftaucht, lernt Gilbert, daß nirgendwo irgendwo, und irgendwo überall ist...

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📝 Rezension geschrieben von 8martin

Ende einer Familie

Ein großartiger Film, den eine ebenso grandiose Crew zu einem Erlebnis macht. Die Atmosphäre eines verschlafenen Provinznestes wird wie immer bei Hallström in wunderschönen Farben erzählt, die die Tristesse zwar abmildern, aber nicht völlig verschwinden lassen. Von den hier dargestellten Charakteren bleiben von allen die unglaublich dicke Mutter (Darlene Cates) und natürlich die Titelfigur Johnny Depp im Gedächtnis. Im Original fragt sich der Autor Peter Hedges, was wohl an Gilberts Seel nagt? Das ist die Verantwortung für seine vaterlose Familie und hier vor allem für den überragenden, damals noch jungen Arnie (Leonarde DiCaprio). Der spielt den leicht debilen Bruder so überzeugend, dass man versucht ist, ihn tatsächlich für behindert zu halten.
Am Ende wartet ein typisch amerikanischer Schluss auf uns, der nicht nur wegen der Feuerbestattung der Mutter gelungen ist, und auch nicht als Sinnbild für eine mobile Gesellschaft steht, sondern der als Symbol für einen neuen Anfang gelten kann. Gilbert Grape hat einen Reifeprozess durchgemacht und bricht zu neuen Ufern auf. Von einem tiefen Ernst, der berührt, aber nicht runterzieht.

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