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The Virgin Suicides - Verlorene Jugend

The Virgin Suicides - Verlorene Jugend
Bewertung:
Humor: 31%31%
Action: 12%12%
Spannung: 65%65%
Erotik: 25%25%
Anspruch: 72%72%
Gesamtbewertung:
Sehenswert!
Sehenswert!

OT: The Virgin Suicides
(Das Geheimnis ihres Todes)
Mädchendrama
USA 1999
Regie: Sofia Coppola
Buch: Sofia Coppola, Jeffrey Eugenides (Roman: Die Selbstmord-Schwestern)
Musik: Air, Brian Reitznell, Nicolas Godin, Jean Benoit Dunkel
Produzent: Sofia Coppola, Francis Ford Coppola,
Darsteller: James Woods, Kathleen Turner, Kirsten Dunst, Josh Hartnett, Danny DeVito, Scott Glenn, Giovanni Ribisi, Michael Paré, Hayden Christensen, A.J. Cook


Kurzinhalt:
Amerika, Mitte der 70er Jahre. In einer Kleinstadt in Michigan haben die Nachbarsjungen nur Augen für die 5 Lisbon-Schwestern. Die schönen geheimnisvollen Mädchen erregen die Aufmerksamkeit und Neugier der Jungen, die bereit sind, alles zu tun, um die streng behüteten und fromm erzogenen Töchter kennen zu lernen. Doch ihre Entdeckungen werden sie jäh ihrer jugendlichen Unschuld entreißen und für immer Spuren hinterlassen. Denn die Ereignisse eskalieren...

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📝 Rezension geschrieben von 8martin

Hilferuf der Jugend

Mit dokumentarischer Distanz schildert Sophia Coppola dieses Sozialdrama. Sie hält der amerikanischen Gesellschaft den Spiegel vor und geißelt den religiösen Fundamentalismus. Die wohlhabenden Amerikaner werden entlarvt als enge in Konventionen verhaftete Spießer, die einzig und allein den pubertären Kids mit restriktiven Maßnahmen begegnen können. Kein Verständnis oder Kommunikation ist möglich. Der Wohlstand und die Engstirnigkeit verhindern einen Dialog der Generationen. Die Verfilmung der Romanvorlage von Eugenides ist mehr als gelungen. Coppola hat dieses eigentlich grauenvolle Drama in wunderschöne Bilder gehüllt, die die Distanzierung noch erweitern. Ein Film der nachdenklich und auch irgendwie betroffen macht.

📝 Rezension geschrieben von GuArDiAPeRtIcArA

Sehr ambitioniertes Regie-Debüt von Sofia Coppola, das auf einer Ebene mit dem genialen 'Lost in Translation' steht. Musikauswahl, Bildsprache, Schauspielführung sind die drei herausragenden Fähigkeiten Coppolas, die sich hier mit einer überaus klugen und subtilen Erzählweise zu einem (angesichts das Themas kaum zu glauben) schönen Film zusammenschließen. Der Film ist also wirklich schön, gut geeignet öfters gesehen zu werden; es findet keine unnötige Dramatisierung und Emotionaliserung statt und trotzdem (oder gerade deswegen) sind dem Film seine Figurenzu keiner Zeit egal. Wie soll man es ausdrücken? Ein leichter Film zu einem schweren Thema (das diese trotzdem völlig gerecht wird)?

Jedenfalls hab ich bei Filmen von Sofia Coppola, wie bei nur wenigen anderen Filmemachern, Lust, die Filme und auch nur einzelne Szenen immer und immer wieder zu sehen. Das war bei 'Lost in Translation' so, beim völlig unterschätzten 'Marie Antoinette' und das ist auch bei 'Virgin Suicides' so.

📝 Rezension geschrieben von GM00133

Als Regiedebüt von Sophia Coppola wirklich eine Meisterleistung, ich glaube, sie ist eine begnadete Regisseurin, die alle Akteure, erfahrene (Wood, Turner) wie unerfahrene (Hartnett, Dunst) meisterhaft führt.
Der Film, beklemmend schön, endlich mal die heile Welt und der amerikanische Traum in einem anderen Licht.
Und ich glaube, dass hier religiösem Fanatismus auch mal ein Spiegel vorgehalten wird.
Ebenso interessant, was auf der DVD als Bonus zusehen ist.
En Film der mich wie meine Tochter (16) gleichermaßen fasziniert hat.

📝 Rezension geschrieben von gahbala

Nachd dem sie für ihre Rolle in "Der Pate III" nichts als Hohn und Beschimpfungen geerntet hat, war es Sofia Coppollas Ziel sich aus dem Filmgeschäft zurück zu ziehen. Niemals wäre sie auf die Idee gekommen jemals Regie zu führen. Doch zum Glück waren die kreativen Gene ihres Vaters zu stark, vielleicht ist das ja der Grund für ihren erneuten Versuch im Filmgeschäft Fuß zu fassen, diesmal jedoch hinter der Kamera.
Ein Roman von Pulitzer-Preisträger Jeffrey Eugenides gab ihr den Anstoß zu ihrem Drehbuch "The Virgin Suicides".
Sicherlich kann man Behaupten mit ihrem Erstlingswerk ist ihr einer der besten Debut-Filme der letzten 20 Jahre gelungen und reiht sich nahtlos zwischen Sam Mendes` "American Beauty", P.T. Andersons "Last Exit Reno", Tarantinos "Reservoir Dogs", "Blood Simple" der Coen-Brüder, Tony Kaye`s "American History X" und noch einigen mehr mit ein. Außerhalb der USA wurde dem Werk dennoch nicht viel aufmerksamkeit geschenkt, erst jetzt nach dem Überraschungserfolg von "Lost in Translation" wird der Film langsam etwas populärer.
"The Virgin Suicides" fehlt in meinen Augen ein echter Hauptdarsteller, am ehesten ist es wahrscheinlich der stets unsichtbare Erzähler Giovanni Ribisi. Ribisi erzählt von seiner Jugend während der 70er Jahre in einem idyllischen Vorort. Als Junge hatten es er und seine Freunde alles andere als leicht, immerhin wohnten sie Tür an Tür mit den 5 schönsten Mädchen der Stadt.
Lux Lisbon (eine wundervolle Kirsten Dunst) und ihren Schwestern wird es jedoch versagt ihre Jugend und das Leben zu genießen. Ihre fürchterlich strenge und religiöse Mutter (Kathleen Turner) und der extrem passive Vater (mit wenig Text schafft er eine fantastische Darstellung: James Woods) schirmen sie völlig ab von der Welt. Erst als die jüngste Tochter Cecilla einen Selbstmordversuch startet veranstalten die Eltern auf Anraten eines Psychologen (Danny de Vito in einer sehr kleinen Rolle) eine Party für ihre 5 Töchter und die Jungs aus der Nachbarschaft um den Mädchen Kontakt zu gleichaltrigen zu ermöglichen. Aber der Abend wird schnell zum absoluten Horrortrip für die gesamte Versammlung. Cecilla stürtzt sich aus ihrem Fenster auf einen alten Zaun im Garten der Lisbons und ist sofort tot. Das Gefängniss für die überbliebenen Schwestern wird noch enger.
Trip Fontaine (welch eine Überraschung, eine überaus Überzeugende Leistung von Josh Hartnett!) verliebt sich, wie eigentlich alle Jungs der Stadt, in eine der Töchter und schafft es ihren Vater dazu zu überreden die Mädchen auf einen Schulball mitnehmen zu dürfen. Es sollte der schönste Abend im Leben der Mädchen zu werden.
Aber als Lux erst am nächsten morgen wieder nach Hause kommt greift die Mutter zu völlig neuen und schrecklichen Maßnahmen. Das Verbrennen all der geliebten Rockplatten der Mädchen soll erst der Anfang sein. In ihrer unumwindlichen Gefangenschaft sehen die Mädchen nur noch einen Ausweg.
Überaus ergreifend, erschütternd und erstaunlich schön, all das ist "The Virgin Suicides". Sofia Coppola versteht es wie kaum ein zweiter mit Bildern, Farben und Musik Stimmungen beim Zuschauer auszulösen. Eine dramatische und schockierende Perle des amerikanischen Films!

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Filmzitate aus "The Virgin Suicides - Verlorene Jugend"

💬 "Du bist noch viel zu jung um zu wissen wie schlimm die Welt wirklich ist! Doktor, wahren sie je ein 13 jähriges Mädchen?"


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