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Eins, zwei, drei

Eins, zwei, drei
Bewertung:
9. Platz in der Top 100 Film-Liste (Platz 9)
Humor: 71%71%
Action: 54%54%
Spannung: 43%43%
Erotik: 13%13%
Anspruch: 65%65%
Gesamtbewertung:
Meisterwerk!
Meisterwerk!

OT: One, Two, Three
Komödie
USA 1961
Regie: Billy Wilder
Buch: Billy Wilder, I.A.L. Diamond, Ferenc Molnár
Musik: André Previn, Richard Wagner
Produzent: Billy Wilder, I.A.L. Diamond, Doane Harrison
Darsteller: James Cagney, Horst Buchholz, Liselotte Pulver, Arlene Francis, Hanns Lothar, Pamela Tiffin, Ralf Wolter, Howard St. John, Lois Bolton, Leon Askin, Peter Capell, Karl Lieffen, Hubert von Meyerinck


Kurzinhalt:
C.R. MacNamara, ein amerikanischer Top-Manager in West-Berlin, soll auf die Tochter seines Chefs aufpassen, während sie in der Stadt Urlaub macht. Doch 24 Stunden bevor ihre Eltern kommen, um sie wieder abzuholen, findet MacNamara heraus, dass Scarlet heimlich einen feurigen Kommunisten aus Ost-Berlin geheiratet hat. Was nun? Klare Sache: Wenn er seine Karriere nicht ruinieren will, muss Mac im Eiltempo einen wilden Kulturbolschewiken in einen vorzeigbaren Schwiegersohn verwandeln. Und bevor man "Eins, zwei, drei" sagen kann, droht sein furioser Plan schwere internationale Konflikte auszulösen; mit den Russen, den Deutschen und - am schlimmsten - mit seiner eifersüchtigen Frau!

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📝 Rezension geschrieben von 8martin

Cola für den Osten

Billy Wilder hat nicht nur wieder einmal bewiesen, dass er Comedy kann, sondern so ganz nebenbei sieht man rasende Autos durch das damals noch ziemlich zerstörte Berlin brettern (1960/61). Diese Außenaufnahmen sind unwiederbringbar. Obwohl dialoglastig ist der Film so flott inszeniert, dass man gar nicht merkt wie die Zeit verfliegt. Der alte Ost-West Antagonismus des Kalten Krieges bietet heute immer noch jede Menge Gags. Wenn z.B. der Cola Chef von Westberlin MacNamara (James Cagney) von seiner Frau Phyllis (Arlene Francis) mit “Mein Führer!“ angeredet wird oder Cagney sagt “Napoleon hat versagt, Hitler hat versagt, Cola ist besser,“ belegt das das pointenreiche Drehbuch, an dem Wilder auch mitgearbeitet hat. Aus der Schwarzwälder Kuckucksuhr winkt statt dem Kuckuck Onkel Sam. Und es geht natürlich gegen die ‘Dreckskommunisten‘, denen MacNamara das ‘braune, süße Gift‘ verkaufen will. Parallel dazu läuft die Aktion, hindert Scarlett die Tochter des Chefs (Pamela Tiffin) daran Dummheiten zu machen.
Da schlägt die Stunde für die deutschen Leinwandlieblinge Lilo Pulver einzig und allein mal ein scharfes Teil (Striptease auf dem Tisch und Horst Buchholz als Ludwig Piffl, der als Scarletts Ehemann vom Kommunisten zum Kapitalisten umgepolt wird. Hans Lothar als serviler Angestellter, der immer noch die Hacken zusammenschlägt, wenn er von MacNamara einen Auftrag erhält. Die Musik wird hier zur Verstärkung der Komik zielgerichtet eingesetzt. Sei es der ‘Säbeltanz‘ oder die Dauerberieselung mit ‘Itsy bitsy teeny weeny yellow Polka Dot Bikini‘, mit der Ludwig Piffl ein Geständnis abgerungen wird. 1960 war das ein Riesenhit.
Und wenn man genau hinsieht, erkennt man dass, MacNamara am Ende keine Coca Cola aus dem Automaten holt…
Wilders politischste Komödie, in der mit den ‘Bösen Russen‘ noch recht charmant umgegangen wird. Dokument und Comedy für Feinsinnige.

📝 Rezension geschrieben von GuArDiAPeRtIcArA

Wilder und sein Drehbuchschreiber I.A.L. Diamond haben Ende der 50er/Anfang der 60er Jahre das Genre der Komödie wirklich zu seiner perfekten, vollendeten und endgültigen Form gebracht. Besser geht es in Sachen Dialoge, Inszenierung, Wortwitz, Tempo nicht mehr. Kein Wunder, dass in einem der anderen großen Komödien (Kiss me, stupid!) jemand ein Sweatshirt mit Beethoven-Motiv trägt. Was Beethoven für die Sinfonie ist, ist Billy Wilder für die Komödie. Daher natürlich völlig zu Recht der großartige 3 Platz in den Top 100.

📝 Rezension geschrieben von Taxi Driver Fan

zum ersten mal einen Wilder Film gesehen

einfach zum superwitzig mit einem Cagney den man einfach gesehen haben muss
eine Story die supereinfallsreich ist und durch all diese verrückten Darsteller/Charaktere noch besser wird
so eine lustige, versteckte, offensichtliche Politsatire habe ich bisher noch nicht gesehen
Buchholz als ein deutscher Post-Brando-Dean-Rebell

📝 Rezension geschrieben von Urs Lippuner

Jaawolll! James Cagneys hochtourige Performance ist für sich alleine schon ein Genuss, und der ganze Rest passt wunderbar dazu. Alle involvierten Nationen kriegen satirisch treffend einen auf die Mütze gebraten, und das ein einem unbeschreiblichen Tempo.

Fingerschnippen, Hakenknallen, Auf-dem-Tisch-tanzen. Lenkradabknicken. Alles da. Fünf Sterne für dieses grandiose Vollgasmovie:

Gruss, Urs

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Filmzitate aus "Eins, zwei, drei"

💬 "Besser ein toter Held als ein lebender Kommunist."

💬 "- Was schlimmes?
- Ich wünschte ich wäre tot und schon begraben."

💬 "Für die Russen bin ich ein amerikanischer Spion, für die Amerikaner bin ich ein Kommunist."

💬 "Die einzigen Grafen die wir in Amerika kennen sind Fotographen und Stenographen."

💬 "Die Wissenschaftler haben eine neue These, Milch ist schlecht für Babys."


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