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Miss Austen Regrets

Miss Austen Regrets
Bewertung:
Humor: %%
Action: %%
Spannung: %%
Erotik: %%
Anspruch: %%
Gesamtbewertung:
gut!
gut!

OT: Miss Austen Regrets
Biographie/Drama
USA/Großbritannien 2008
Regie: Jeremy Lovering
Buch: Gwyneth Hughes, Jane Austen
Musik: Jennie Muskett
Produzent: Jamie Laurenson, Anne Pivcevic
Darsteller: Samuel Roukin, Olivia Williams, Greta Scacchi, Imogen Poots, Phyllida Law, Pip Torrens, Harry Gostelow, Tom Hiddleston, Hugh Bonneville, Tom Goodman-Hill, Adrian Edmondson, Sylvie Herbert, Jack Huston, Jason Watkins, Sally Tatum


Kurzinhalt:
Die erfolgreiche Schriftstellerin Jane Austen ist mittlerweile fast 40 Jahre alt und lebt allein. Ihre Nichte Fanny bittet sie um ihren Rat, sie soll ihr bei der Suche nach einem Ehemann helfen, und da Jane ja durch ihre Bücher zu einer Fachfrau geworden ist, ist sie auch die geeignete Person dafür. Doch bei der Suche wird Jane bewusst, dass auch sie noch nicht den Richtigen gefunden hat...

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📝 Rezension geschrieben von 8martin

Sie bedauert...

Der eigenartige Titel ist ein abgebrochener Satz, der verwendet wird in Situationen wie ‘Miss Austen bedauert, sie nicht empfangen zu können…‘ oder ‘Sie bedauert ihrer Einladung nicht Folge leisten zu können…‘.
So erleben wir die letzten Jahre der Schriftstellerin. Sie (Olivia Williams) ist eine enttäuschte Jungfer, die allen helfen kann, nur nicht sich selbst. Anfangs ist sie geistreich, fortschrittlich und versprüht immer einen Schuss Ironie. Ihr Ende ist gekennzeichnet durch Krankheit, Frust und Enttäuschung, trotz der erfolgreichen Veröffentlichung ihrer Romane. Für die Männer ist sie zu klug, zu selbstbewusst und zu wenig servil. Die sind hingegen etwas blasierte Prinzipienreiter, die die Frauenzimmer verschrecken, die sich doch eigentlich noch ihnen sehnsüchtig verzehren.
Das Ambiente ist stylsicher eingefangen, die Kostüme detailgenau, die Handlung durchaus zeitgemäß nachempfunden und die Dialoge (großartiges Drehbuch von Gwyneth Hughes) ganz nah an der titelgebenden, literarischen Figur. Es bietet eine mögliche Realität und ist von fantasievollem Einfallsreichtum. Jane Austens Thema Nummer eins nimmt breiten Raum ein: heiraten. So gibt es am Ende auch eine Hochzeit, nur Jane ist nicht die Braut. Es ist genial, wie sie aus der Handlung herausgenommen wird. Aufschlussreich auch die Lebensabrechnung mit ihr von Seiten ihrer Mutter (Phyllida Law). Es werden durch Zitate anschauliche Parallelen zwischen ihrem Leben und ihrem Werk gezogen. Das ist alles stimmig und gut recherchiert. Es passt zu den großartigen Verfilmungen von Jane Austens Romanen. ‘Ihre Stärke war ihre Fantasie, nicht ihre Erfahrung.‘ Man kann eine außergewöhnliche Frau verstehen, die die Freiheit gewählt hat.
Eine sinnvolle Ergänzung zur Lektüre ihres Werkes.


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