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Kaltes Land

Kaltes Land
Bewertung:
Humor: 0%0%
Action: 10%10%
Spannung: 45%45%
Erotik: 0%0%
Anspruch: 65%65%
Gesamtbewertung:
gut!
gut!

OT: North Country
Drama
USA 2005
Regie: Niki Caro
Buch: Michael Seitzman, Clara Bingham, Laura Leedy (Buch: Class Action: The Story of Lois Jensen and the Landmark Case That Changed Sexual Harassment Law)
Musik: Gustavo Santaolalla
Produzent: Nana Greenwald, Jeff Skoll, Nick Wechsler
Darsteller: Charlize Theron, Elle Peterson, Thomas Curtis, Frances McDormand, Sean Bean, Woody Harrelson, Jeremy Renner, Richard Jenkins, Sissy Spacek, Michelle Monaghan, Xander Berkeley

Kinostart: 09.02.2006

Kurzinhalt:
Nach einer fehlgeschlagenen Ehe kehrt Josey Aimes (Charlize Theron) mit ihren zwei Kindern zu ihrer Heimatstadt in Minnesota zurück. Sie findet einen Job als Bergarbeiterin in den Eisenminen. Die Bezahlung ist gut, aber für eine Frau ist die Arbeit in dieser Männerdomäne eine große körperliche und psychische Belastung. Die schlechte Behandlung am Arbeitsplatz und die Belästigung, die Josey von ihren männlichen Kollegen erlebt hat, bewegen sie dazu, diesen Fall vor Gericht zu bringen.

Die Geschichte lehnt sich an den Fall "Jensen vs. Eveleth Mines" an: die Anklage einer Bergarbeiterin wegen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz.

Kaltes Land (DVD)
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📝 Rezension geschrieben von DerPsycho

Ja, Charlize Theron konnte auch mich überzeugen und der Film insgesamt ist gleichzeitig unterhaltsam und thematisch anspruchsvoll.
Nur das Ende hat mir nicht gut gefallen. Die Gerichtsverhandlung wird viel zu schnell abgearbeitet und leider werden hier auch wieder einige Klischees angewandt. Die Konflikte, die den ganzen Film beanspruchten, werden viel zu schnell gelöst oder nicht thematisiert. Zum Beispiel hat mir die Auflösung um den Charakter des Bobby gar nicht gefallen. Warum hat er Josey denn nun am Arbeitsplatz so traktiert? Weil er wusste, dass sie früher von ihrem ehemaligen Lehrer vergewaltigt wurde? Weil er immer noch in sie verliebt ist, es sich aber nicht eingestehen kann? Dazu klärt Bobby das 20 Jahre alte Geheimnis vor Gericht nach der ersten kurzen Irritation bereitwillig auf. Völlig unlogisch, wie ich finde.
Genau das Gleiche bei den Arbeitskolleginnen, die sich den ganzen Film über geweigert hatten, gegen ihren Arbeitsgeber vor Gericht zu ziehen, sich jetzt aber innerhalb weniger Sekunden für das Gegenteil entscheiden.
Auch die Rolle von Woody Harrelson kommt viel zu kurz, obwohl er zuerst noch als komplexerer Charakter in die Handlung eingeführt wird.

Nein - das kommt alles nicht besonders überzeugend rüber. Da wäre am Ende mit Sicherheit mehr drin gewesen. es kommt mir so vor, als wäre man am Ende des Drehbuchs unter Zeitdruck geraten.

Schade. Der Film ist nicht schlecht, verschenkt am Ende aber viel Potential.

📝 Rezension geschrieben von 8martin

Arbeiter zweiter Klasse

Der Film von Nikki Caro steht in der Tradition der beiden großen Frauenfilme, die das Thema sexuelle Nötigung am Arbeitsplatz thematisieren. (Silkwood und Norma Rae) und kann den Vergleich durchaus bestehen. Gut gemacht und spannend erzählt mit einer umwerfend guten Charlize Theron greift er emotional an. Besonders die Vater-Tochter Szene bei dem Gewerkschaftstreffen und die Mutter-Sohn-Szene sind Highlights des Films, die nur noch von der wortlosen Entscheidung der Arbeitskollegen übertroffen wird. Man spürt hier, welch ein Entscheidungskampf im Innern der Anwesenden toben muss. Dass dem Film eine wahre Begebenheit zugrunde liegt, zeigt die Bedeutung dieses Themas. Insofern ist es auch ein wichtiger Film.

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