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Barton Fink

Barton Fink
Bewertung:
Humor: 48%48%
Action: 47%47%
Spannung: 62%62%
Erotik: 15%15%
Anspruch: 80%80%
Gesamtbewertung:
gut!
gut!

OT: Barton Fink
Satire
USA 1991
Regie: Joel Coen, Ethan Coen
Buch: Joel Coen, Ethan Coen
Musik: Carter Burwell
Produzent: Joel Coen, Ethan Coen
Darsteller: John Turturro, John Goodman, Judy Davis, Michael Lerner, John Mahoney, Tony Shalhoub, Jon Polito, Steve Buscemi


Kurzinhalt:
Nach dem Überraschungserfolg seines Theaterstücks über den 'gemeinen Mann' folgt Autor Barton Fink nur widerwillig dem Ruf Hollywoods. Isoliert in einem stickigen Hotelzimmer soll er einem Ringerfilm mit Wallace Beery das Barton-Fink-Feeling verpassen. Doch nicht einmal die Besuche seines kumpelhaften Nachbarn Charlie, eines Vertreters, helfen Fink über seine Schreibblockade hinweg. Am Morgen nach einer Liebesnacht mit Audrey, der Geliebten und Sekretärin des Autors Mayhew, findet er ihre Leiche grausam verstümmelt neben sich. Während Charlie sich um sie kümmert, beginnt Barton wie entfesselt das Stück seines Lebens zu schreiben. Doch der Studiochef läßt Barton auflaufen, und der einzige Freund erweist sich als Massenmörder...

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📝 Rezension geschrieben von DerPsycho

"Barton Fink" - schon ein interessanter Film, der sich genremäßig wirklich nicht zuordnen lässt. John Turturro glänzt hier in der Hauptrolle,
aber auch die Nebendarsteller überzeugen auf voller Linie. John Goodman würde ich gerne ich mehrerer solcher Rollen sehen. Auch die
Ausstattung ist gelungen. Alleine dieses surreale Motel mit seinen an "Shining" erinnernden Korridoren und den glibbrigen Tapeten ist
unvergesslich.
Was die Story betrifft ist eigentlich auch alles typisch Coen. Meine Lieblinge werden sie wohl nicht mehr werden, dafür gehen mir ihre Plots
einfach nicht nahe genug. So auch hier. Irgendwann war der Film dann zu Ende. Es gab einige tolle Momente, aber für mich persönlich dann
doch zu wenig Witz, Spannung oder sonstiges. Trotzdem weiß Barton insgesamt zu überzeugen.

📝 Rezension geschrieben von 8martin

Der Drehbuchautor

Diese Groteske ist kohlrabenschwarz und trägt die typischen Merkmale der Coen Brüder: urplötzlich schlägt eine surreal anmutende Situation tarantinomäßig in ein blutiges Gemetzel um. Eine blutüberströmte Leiche findet man auch nicht jeden Tag in seinem Bett. Zumal Audrey (Judie Davis) Barton beim Schreiben hätte helfen könnte. Gerade dieser Aberwitz zeichnet die Coens aus. Hier kommt noch hinzu, dass manche Figuren – z.B. der Boss der Filmgesellschaft Michael Lerner (Jack Lipnick) - eine gelungene Karikatur aus der Wirklichkeit sind oder ganz untypisch für ‘Monk‘ ein überaus lockerer Produzent Ben Geisler (Tony Shalhoub). Man kennt sich halt aus im Gewerbe. Die Spannung kommt nicht nur aus der Kanone oder vom unerklärten Feuer des brennenden Hotels, sondern vom vermeintlichen Wissen, das sich als Fehleinschätzung erweist oder gar bis zum Ende offen bleibt (Inhalt des Pakets! ‘Sieben‘ lässt grüßen). Dreh- und Angelpunkt ist Barton Fink (erstaunlich John Turturro von der Frisur bis zur Figur), der ein Drehbuch schreiben soll mit bewusst plattem Inhalt. Es spricht für den Ideenreichtum dieses Drehbuchs, dass der Studioboss als General ausstaffiert wird (Amerika steht im Krieg mit Japan), der Butler ein hirnloser Speichellecker ist und belegt die ringförmige Gestaltungkraft der Macher, wenn Barton nachdem er den ganzen Film ein Foto an der Hotelwand angeschaut hat, am Ende die Schöne am Strand trifft. Das ist die Coen-Mischung: überraschende, blutige Schocker neben erheiternden Szenen. Knalliges Kino!

📝 Rezension geschrieben von GuArDiAPeRtIcArA

Ich hatte was ganz anderes erwartet. Eine Komödie mit einigen Seitenhieben auf Hollywood. Aber Barton Fink ist viel mehr als das. Er ist Drama, Thriller, Satire und ja, auch Komödie. John Turturro ganz stark, aber auch John Goodman, der bei den Coens jedesmal beweisen kann, dass er eben doch ein sehr guter Schauspieler ist. Auch Michael Lerner als Studioboss ist großartig. Neben den Schauspielern ist es die großartige Atmosphäre und die geniale Fotographie, die das Hollywood der 40er Jahre wiederauferstehen lässt. In den knapp 2 Stunden passiert handlungstechnisch nicht gerade viel, deswegen wird dem Film oft vorgeworfen er sei langweilig. Ich kann dem aber nicht zustimmen, im Gegenteil. Die 2 Stunden vergingen wie im Flug, die Coens schaffen es immer wieder mich in ihr Film-Universum zu entführen, wo es keine Langeweile zu geben scheint. Der Film macht richtig Spaß, er hat einfach that Barton-Fink-Feeling.

Noch einen kleinen Tipp: Wie jeden Coen sollten man sich den natürlich im O-Ton ansehen, nur hier ist das besonders wichtig denn Michael Lerner wird in der Synchro von der dt. Stimme von Homer Simpson gesprochen und wenn der dann auch noch Bart sagt, dann geht das einfach nicht!

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