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I Am Love (2009)

I Am Love (2009)
Bewertung:
Humor: %%
Action: %%
Spannung: %%
Erotik: %%
Anspruch: %%
Gesamtbewertung:
gut!
gut!

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OT: Io sono l'amore (2009)
(Ich bin die Liebe)
Drama
Italien 2009
Regie: Luca Guadagnino
Buch: Barbara Alberti, Ivan Cotroneo, Walter Fasano, Luca Guadagnino
Musik: John Adams
Produzent: Luca Guadagnino, Francesco Melzi d'Eril, Marco Morabito, Tilda Swinton, Alessandro Usai
Darsteller: Tilda Swinton, Flavio Parenti, Edoardo Gabbriellini, Alba Rohrwacher, Pippo Delbono, Diane Fleri, Maria Paiato, Marisa Berenson, Waris Ahluwalia, Gabriele Ferzetti, Martina Codecasa, Mattia Zaccaro

Kinostart: 14.10.2010
Homepage/Trailer

Kurzinhalt:
Die Recchis sind das, was man sich unter einer einflussreichen Familie vorstellt. Sie gehören zur lombardischen Bourgeoisie, besitzen ein Industrieunternehmen, eine stattliche Villa und ein Heer von Bediensteten. So richtig glücklich ist das Ehepaar Emma, eine eingeheiratete Russin, und Tancredi allerdings nicht. Grossvater Recchi, der alte Patron, verbreitet noch immer patriarchalische Härte im Haus. Ihre Kinder werden selbstständiger und die eigene Beziehung ist erkaltet. Da verliebt sich Emma in den jungen Koch Antonio, was in der gehobenen Gesellschaft zu irreparablen Konsequenzen führt.

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📝 geschrieben von 8martin

Liebe geht durch den Magen
Eine einfache, banale Geschichte wird so erzählt, dass alles auf einen finalen Höhepunkt hinausläuft. Anfangs gibt es viel Leerlauf im wahrsten Sinne des Wortes. Die Mitglieder der Industriellenfamilie Recchi laufen oft und schnell durch die Gänge ihres Palastes, viel Palaver kaschiert die Einsamkeit und innere Leere der Figuren. Langsam kristallisiert sich ein Pärchen heraus: die reife Emma (Tilda Swinton), Mutter von drei erwachsenen Kindern, verliebt sich in den viel jüngeren Antonio (Edoardo Gabbriellini), den Freund ihres Sohnes Edoardo (Flavio Parenti). Er ist Koch und weckt mit seinen Gerichten Emmas russische Vergangenheit und Lüste.
Durch geschickte Schnitte eilen die Gedanken mit ihren Wünschen der Realität voraus. Emmas welker Körper erlebt einen zweiten Frühling und gebärdet sich recht wild. Edoardos Unfalltod bringt alles ans Tageslicht.
Emma outet sich ihrem Ehemann gegenüber ‘Ich liebe Antonio!‘ Antwort ‘Du existierst nicht!‘.
Jetzt dreht der Film erst richtig auf, erwacht wie aus einem Dornröschenschlaf.
Die Handlung gerät in einen wilden Bilderstrudel ohne viele Worte. Die Kamera umkreist alle Recchis und lässt sie einzeln, stumm die Zuschauer anblicken, wobei sich Entsetzen, Freude und Fassungslosigkeit in ihren Gesichtern wiederspiegeln. Nur unterbrochen von Emmas Kofferpacken. Am Ende ist sie einfach weg. Dieser schwindelerregende Dreh ist mit einem Soundtrack unterlegt, in dem die Geigen nerv tötend gleichförmig zuckende Töne produzieren, die an akustische Folter grenzen. Es spiegelt aber gleichzeitig die Seelenpein aller Beteiligten und geht dauerhaft durch Mark und Bein. Es ist der krasse Gegensatz zum lauen, dahinplätschernden Anfang und ergibt so doch noch einen eindrucksvollen Film.

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