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Mütter und Töchter (2009)

Mütter und Töchter (2009)
Bewertung:
Humor: %%
Action: %%
Spannung: %%
Erotik: %%
Anspruch: %%
Gesamtbewertung:
Sehr gut!
Sehr gut!

OT: Mother and Child (2009)
Drama
USA/Spanien 2009
Regie: Rodrigo García
Buch: Rodrigo García
Musik: Ed Shearmur
Produzent: Lisa Maria Falcone, Julie Lynn, Alfonso Cuarón, Alejandro González Iñárritu, Guillermo del Toro
Darsteller: Annette Bening, Naomi Watts, Kerry Washington, Alexandria M. Salling, Connor Kramme, Eileen Ryan, Samuel L. Jackson, Cherry Jones, David Ramsey, Kay D'Arcy, Bradford Alex, Jimmy Smits, Elpidia Carrillo, Simone Lopez, Carla Gallo, Marc Blucas, S. Epatha Merkerson, Michael Warren, LaTanya Richardson, Shareeka Epps, David Morse, Amy Brenneman, Tatyana Ali, Sean Scarborough, Ahmed Best, Brenda Ball

Kinostart: 28.04.2011
Homepage/Trailer

Kurzinhalt:
Los Angeles. Drei Frauen. Drei Schicksale. Physiotherapeutin Karen (Annette Bening) leidet bis heute unter dem Verlust ihres Kindes, das sie als 14-Jährige nach einer ungewollten Schwangerschaft zur Adoption hatte freigeben müssen. Elizabeth (Naomi Watts) ist eine erfolgreiche, ambitionierte Anwältin, die alles unter Kontrolle hat und die Erinnerung an ihre Vergangenheit unter Arbeitswut und Sex, etwa mit ihrem aktuellen Chef Paul (Samuel L. Jackson) vergräbt. Lucy (Kerry Washington) wünscht sich nichts sehnlicher als ein Baby, doch sie und ihr Mann können keine Kinder bekommen. Sie entscheiden sich für eine Adoption, aber die schwangere Frau hat immer wieder Zweifel, ob die beiden die Richtigen sind. Drei Frauen und drei Schicksale, die mehr miteinander verbindet, als zunächst angenommen.

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📝 Rezension geschrieben von 8martin

Mutter & Kind

Bereits das Poster zum Film ist genial und weist in der zerschnittenen, überlappenden Bebilderung auf die Doppelfunktion der Darsteller(Innen) hin. Watts, Bening und Washington sind sowohl Töchter als auch Mütter. Der Originaltitel verwendet den Singular ‘Mutter und Kind‘. Das ist im Englischen umgangssprachlich gebräuchlicher (z.B. Song von Simon und Garfunkel), verweist aber auch auf die Jungfrau Maria. Die direkte Übersetzung des Titels bezeichnet eine abstrakte Idee und die kommt hier sehr gut rüber.
Intelligent werden drei Frauenschicksale geschildert, die – und das macht neben der hohen Schauspielkunst der Akteure(Innen) die Qualität des Films aus – am Ende überraschenderweise irgendwie zusammenhängen. Zentrales Thema des Mädelsfilms ist Schwangerschaft und Geburt, gewollt oder nicht, Abtreibung und Adoption, ja oder nein. Bemerkenswert ist hier, dass die Vertreter des männlichen Geschlechts (Samuel L. Jackson und Jimmy Smits) nicht als hirnlose Rammler oder Machos daherkommen, sondern eher aus der Ecke gefühlvolle Frauenversteher, wobei viel Realismus im Spiel ist, wenn man sieht, der eine hat damit Erfolg, der andere nicht. Ungewöhnlich fürs amerikanische Kino: es gibt ausgiebigen Sex. (Watts zu Jackson, sie oben er unten: ‘Nicht bewegen, alter Mann‘.) Was die Watts von der nymphomanischen Seite her bringt, gelingt der Bening von der depressiven. Kerry Washington kommt ins Grübeln beim Adoptionsinterview mit einer Schwangeren. Alle drei durchleben eine Wende in ihrem Leben und wachsen an den Herausforderungen. Manchmal ist es allerdings dafür auch zu spät, weil der Tod vorbeischaut und Rassenschranken überwunden werden.
Realistisch vielseitig, sensibler Spannungsaufbau, der einen packt und den verschämten Griff zum Taschentuch nicht verhindern kann.


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