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I Killed My Mother

I Killed My Mother
Bewertung:
Humor: %%
Action: %%
Spannung: %%
Erotik: %%
Anspruch: %%
Gesamtbewertung:
Sehr gut!
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OT: J'ai tué ma mère
Drama/Biographie
Kanada 2009
Regie: Xavier Dolan
Buch: Xavier Dolan
Musik: Nicholas Savard-L'Herbier
Produzent: Xavier Dolan
Darsteller: Anne Dorval, Xavier Dolan, François Arnaud, Suzanne Clément, Patricia Tulasne, Niels Schneider, Monique Spaziani, Pierre Chagnon, Emile Mailhot, Pascale Audrey

Kinostart: 03.02.2011

Kurzinhalt:
Hubert Minel verabscheut seine Mutter. Mit seinen überheblichen 17 Jahren sieht nur ihre geschmacklosen Pullis, ihre kitschige Deko und die widerlichen Krümel an ihrem schmatzenden Mund - und straft sie mit Verachtung.

Äußerlichkeiten, gewiß, aber sie nerven. Dazu kommt die Kunst, andere zu manipulieren und jede Schuld von sich zu weisen - zwei Dinge, auf die sich seine Mutter wirklich versteht. Seine Hassliebe wird für Hubert täglich mehr zur Obsession. In ihrem Schatten stolpert er durch die Abenteuer einer eigentümlichen und zugleich typischen Adoleszenz - künstlerische Entdeckungen, den Auftakt zu großen Freundschaften, Ausgrenzung und Sex. Und immer plagt ihn dabei die Streitsucht gegenüber dieser Frau, die er trotz allem einst liebte ...

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📝 geschrieben von 8martin

Mord in Gedanken
Der eigenwillige Vorspann weckt neben dem Titel das Interesse und man bleibt dran. Die permanenten Auseinandersetzungen mit heftigsten Streitereien zwischen Mutter (Anne Dorval) und Sohn (Xavier Dolan) wirken echt und sind durchaus überzeugend. Der Hammer für die Mutter ist aber, dass sie von Fremden erfahren muss, dass ihr Sohn schwul ist. Wir sehen eine ganze Palette von Gefühlen, die die Mutter nach dem Schock durchlebt, ebenso wie die Schwierigkeiten, des Sohnes. Es wird weder für sie noch für ihn Partei ergriffen in dieser Schilderung einer phasenbedingten Hass-Liebe. Und auch das Umfeld wird eindrucksvoll geschildert. Vor allem die Lehrerin (die ihn nicht verführt!) und der Direktor der Schule, dem nach einer anklagenden Bemerkung gegenüber der Mutter von dieser aber so was von tüchtig der Kopf gewaschen wird, dass die Telefonleitung glüht.
Das Mutter-Sohn Verhältnis verdeutlichen zwei Aussagen. ’Wären meine Mutter und ich Fremde, würden wir uns mögen’. Und am Ende einer lautstarken gegenseitigen Beschimpfung fragt Hubert sie ’Was tust du, wenn ich heute sterbe?’ Er geht, ohne die Antwort abzuwarten, hört also nicht, dass sie sagt ’Dann sterbe ich morgen’.
Ein erstaunliches Erstlingswerk, das emotional beeindruckt, filmtechnisch überraschend überzeugt und dabei auch noch ein heikles Thema angeht.

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