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Kehrtwende (2011)

Kehrtwende (2011)
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OT: Kehrtwende (2011)
Drama
Deutschland 2011
Regie: Dror Zahavi
Buch: Johannes Rotter
Musik: Jörg Lemberg
Produzent: Sonja Goslicki, Liane Retzlaff, Anke Scheib, Götz Schmedes
Darsteller: Dietmar Bär, Marie-Anne Fliegel, Inka Friedrich, Justus Kammerer, Nina Petri, Uwe Preuss, Jürgen Rißmann, Natalia Christina Rudziewicz, Cornelia Schmaus, Götz Schubert


Kurzinhalt:
Thomas Schäfer ist Gymnasiallehrer und das sehr gern. Souverän und selbstbewusst tritt er vor seine Schüler, erst vor kurzem wurde er zum stellvertretenden Schulleiter ernannt. Vor allem in seiner Rolle als Chorleiter geht der korrekte Mathematiklehrer auf. Der Chor, in dem auch Tochter Sofia mitsingt, ist sein großer Stolz - die Schüler lieben ihn dafür. Auf den ersten Blick scheint in Thomas Schäfers Leben demnach alles in bester Ordnung. Er ist mit Viola, einer attraktiven und sympathischen Frau, verheiratet, hat zwei Kinder und bewohnt mit seiner Familie ein schmuckes Reihenhäuschen am Stadtrand. Doch Thomas steht unter Druck.

Insgeheim fürchtet er, den Erwartungen und vor allem seinen eigenen, nicht gerecht zu werden. Ständig darauf bedacht, seine Unsicherheit zu verbergen, wird Thomas zunehmend reizbar und aggressiv. Die Schuld für seine Aggressivität gibt er vor allem Viola, die ihm mit ihrem angeblich kreativen Durcheinander auf die Nerven geht. Wenn er sie schlägt, fühlt er sich erleichtert - bis die Schuldgefühle einsetzen. Ähnlich ergeht es dem gemeinsamen Sohn Sven. Macht er einen Fehler, setzt es was. Und das heftig. Viola versucht ihren Mann zu verstehen und die Spuren seiner Taten zu verbergen. Auch aus Scham. Doch Thomas lässt seinen Frust immer öfter an ihr und Sven aus - Sofia rührt er allerdings nicht an.

In der vierköpfigen Familie herrscht ein ständiges Klima der Angst, sobald Thomas das Haus betritt. Viola kann schließlich nicht mehr verheimlichen, was in ihrer Familie geschieht. Als ihre Freundin, Anwältin Gisa, dies zur Sprache bringt und sieht, dass Thomas auch Sven, ihren Patensohn, blutig geschlagen hat, redet sie ihr ins Gewissen - schließlich steht nicht nur Violas Leben, sondern auch das ihrer Kinder auf dem Spiel. Viola zieht, wenn auch zögerlich, die Konsequenzen und schlüpft mit Sofia und Sven bei Gisa unter. Und sie erstattet Anzeige. Sven, der ständig in Angst gelebt hat, ist erleichtert. Doch Sofia hält die Situation nicht aus. Es gelingt ihr nicht, den Vater so zu hassen, wie Sven es tut, sie will ihn nicht aus ihrem Leben verbannen. Auch Viola schwankt, obwohl sie mit dem ihr sehr zugewandten Tankstellenwirt Rainer die Möglichkeit hätte, ihr altes Leben hinter sich zu lassen. Sven spürt die Zweifel der Mutter und wird immer aggressiver. Und so stehen alle Familienmitglieder vor ihrem ganz persönlichen Dilemma, die Situation droht endgültig zu eskalieren.

Nach dem Auszug der Familie aus dem Haus, das den Eltern von Thomas gehört, realisiert dieser, dass er kurz davor ist, alles zu verlieren, was ihm lieb ist. Er beginnt, um seine Familie zu kämpfen. Doch zunächst muss er lernen, sein eigenes Verhalten zu verstehen und nicht mehr die Beherrschung zu verlieren. Seinem Schulleiter gesteht er seine häusliche Gewalttätigkeit, dieser beurlaubt ihn und schickt ihn zu einem Anti-Gewalttraining. Nur wenn sich Thomas ändert, besteht die Möglichkeit zu einer Kehrtwende und damit zu einem Neuanfang ...




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