The-Fan.Net LOGO

Das Meer in mir

Das Meer in mir
Bewertung:
Humor: 21%21%
Action: 0%0%
Spannung: 41%41%
Erotik: 13%13%
Anspruch: 95%95%
Gesamtbewertung:
Sehr gut!
Sehr gut!

OT: Mar Adentro
Drama
Spanien 2004
Regie: Alejandro Amenábar
Buch: Alejandro Amenábar, Mateo Gil
Musik: Alejandro Amenábar, Wolfgang Amadeus Mozart, Giacomo Puccini, Richard Wagner, Ludwig van Beethoven
Produzent: Alejandro Amenábar, Fernando Bovaira, Emiliano Otegui
Darsteller: Javier Bardem, Belén Rueda, Lola Dueñas, Mabel Rivera, Celso Bugallo, Clara Segura, Joan Dalmau

Kinostart: 10-3-2005

Kurzinhalt:
Ramón (Javier Bardem) träumt sich ins Meer, taucht ein und unter, wann immer es ihm die Fantasie erlaubt. Denn er liebt das Meer, auch wenn es ihm fast das Leben nahm. Vor 27 Jahren hatte er einen Unfall, als er in dieses Meer sprang - seither ist er querschnittsgelähmt, ist sein Körper gestorben. Und seit 27 Jahren möchte er, dass auch sein Kopf sterben kann. Aber für den Tod würde er Hilfe brauchen - und die versagen ihm Staat und Kirche. Doch Ramón ist fest entschlossen nicht aufzugeben.

Er lebt im Haus seines Bruders, wird gepflegt und umsorgt von seiner Schwägerin Manuela (Mabel Rivdie nicht immer mit dem Harem einverstanden ist, der sich im Laufe der Zeit um Ramón gebildet hat: die Rechtsanwältin Julia (Belén Rudie ihm helfen wird, das Buch „Cartas desde el infierno“ (Briefe aus der Hölle) zu publizieren, Gené (Clara Segura), Vertreterin der „Gesellschaft für Würdiges Sterben“, und Rosa (Lola Dueñas), die Fabrikarbeiterin mit den beiden kleinen Söhnen und dem großen Herzen, die in ihm den Mann fürs Leben sieht und ihm beibringen möchte, dass dieses Leben auch schön sein kann. Alle vier lieben Ramón, betört von seiner Persönlichkeit, seinem Witz, seiner Sanftheit, seiner Klugheit - und Ramón liebt sie alle, auch wenn er lieber sterben möchte. Und er weiß, daß ihm dabei nur der Mensch, der ihn wirklich liebt, helfen wird.

Das Meer in mir [2 DVDs]
mehr info hier
Das Meer in mir [Deluxe Edition] [2 DVDs]
mehr info hier
Das Meer in mir [Blu-ray]
mehr info hier



📝 Rezension geschrieben von 8martin

Abflug nur geträumt

Das nachhaltig beeindruckende an diesem Film über den Freitod des vom Hals abwärts Gelähmten Ramon (Javier Bardem) ist neben den großartigen Schauspielern das Drehbuch. Nach dem poetischen Titel liefert es Sätze wie „Man lernt lachend zu weinen.“ oder „Ich bin mit dem Tod verheiratet.“ Als Resümee wird festgestellt, dass wir zwar ‘das Recht haben zu leben, aber nicht die Pflicht‘. Das soziale Umfeld von Ramon, das aus Verwandten und 3 Freundinnen besteht, trägt mit dazu bei, dass wir in den Kreisel um den Lebensmüden hinein gezogen werden. Besonders Rosa (Lola Duenas), die schlichte Arbeiterin, die nur aus Gefühl zu bestehen scheint und vorbehaltlos liebt und Julia (Belén Rueda) die selbst zum Suizid neigende, totkranke Anwältin liefern eine eindrucksvolle schauspielerische Leistung ab. Die Tränen dieser Frauen sind ansteckend. Optisches Highlight ist Ramons geträumter Flug zum Meer, intellektuell überzeugt die kurze Diskussion mit einem Priester, der ebenso dran ist wie Ramon, der aber als Vertreter der Kirche argumentativ recht alt aussieht. Dabei werden Rede und Antwort von einem jungen Gehilfen via Treppenhaus transportiert. Das erheitert ebenso wie die vielen kleinen verbalen Späße, die die Bettlegerichkeit von Ramon vergessen machen sollen. Es ist keine Propaganda für den Verein „Sterben in Würde“, denn er Film betont eigentlich die sonnigen Seiten des Lebens von Behinderten und unterstreicht das Lebenswerte daran. Es gibt keine Lösung. Fest steht, für die Hinterbliebenen ist es schlimmer als für die Betroffenen selbst. Wir lernen lachend zu weinen!

Alle Forum-Beiträge zu diesem Thema anzeigen (Forumseite im neuen Fenster!)


📝 Dein Kommentar zu diesem Thema!

Name: (max. 20 Zeichen!)

Überschrift: (Optional!)

(max. 2000 Zeichen) verbleibende Zeichen:



Film bewerten?









Filmzitate aus "Das Meer in mir"

💬 "So, wie ich das sehe, haben wir das Recht zu leben, aber nicht die Pflicht dazu!"


Noch mehr Filmzitate