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One Hour Photo - Ich beobachte dich

One Hour Photo - Ich beobachte dich
Bewertung:
Humor: 18%18%
Action: 25%25%
Spannung: 51%51%
Erotik: 8%8%
Anspruch: 52%52%
Gesamtbewertung:
Empfehlenswert!
Empfehlenswert!

OT: One Hour Photo
Psychothriller
USA 2002
Regie: Mark Romanek
Buch: Mark Romanek
Musik: Reinhold Heil, Johnny Klimek, Trent Reznor
Produzent: Jeremy W. Barber
Darsteller: Robin Williams, Connie Nielsen, Michael Vartan, Dylan Smith, Erin Daniels, Paul Hansen Kim, Lee Garlington, Gary Cole, Marion Calvert, David Moreland, Eriq La Salle


Kurzinhalt:
Fotoverkäufer Sy Parrish sieht aus wie der nette Mann von nebenan. Doch hinter der harmlosen Fassade lauert ein psychopatischer Abgrund, der vielen seiner Kunden Alpträume bescheren würde. Ganz besonders der Vorzeigefamilie Yorkin, deren Bilder er seit Jahren außergewöhnlich sorgfältig entwickelt. Er beobachtet sie. Er kennt sie. Er will dazugehören. Durch Zufall entdeckt er, dass auch in seiner Lieblingsfamilie nicht alles so ist, wie es scheint. Plötzlich gerät alles außer Kontrolle, denn Sy muss den Yorkins bei ihren Problemen "helfen" und fasst einen mörderischen Entschluss...

Kinostarts: 09.01.2003

One Hour Photo - DVD
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📝 Rezension geschrieben von 8martin

Vorsicht vor freundlichen Menschen

Mark Romanek, der eigentlich aus der Ecke der Musikvideos kommt, hat sich hier an eine Psychostudie eines einsamen Außenseiters gewagt und mit Robin Williams (Sy) einen hervorragenden Hauptdarsteller gefunden. Der outet sich als Moralapostel, der Ehebruch und Kindsmissbrauch anprangert. Das hat er wohl selbst als Kind erfahren.
Sy, der überaus freundliche Foto-Entwickler aus dem Supermarkt freundet sich mit Familie Yorkin an: mit Will (Michael Vartan), Nina (Connie-Gladiator-Nielsen) und dem kleinen Jake. Er gehört fast zur Familie, träumt sich in ihr Haus, liest die gleichen Bücher wie Nina und beschenkt Jake. Von allen Fotos der Familie macht er Abzüge für sich. Als das auffliegt wird er entlassen. Zuvor hatte er aber noch den Seitensprung von Michael auf einem Foto entdeckt. Sy folgt ihm ins Hotel und zwingt ihn vor seiner Kamera zum Sex mit seiner Freundin. Ermittlungen laufen. Es wird etwas spannender. Als die Polizei Sy verhaftet und ihm seine Bilder (offenbar die von Michael mit Freundin!) vorlegt, sieht man nur Heizungen und Handtuchhalter. Hat sich Sy also alles nur eingebildet? Dann waren es auch seine Albträume, in denen Blut aus seinen Augen floss. (Ein Schocker!). War Sy etwa nur ein harmloser Stalker?
Der Anfang des Films ist durchaus überzeugend, auch die Durchführung wirkt glaubhaft, nur gegen Ende als es an den Ursprung und die Auswirkungen von Sys Krankheit geht, bleibt der Film etwas kryptisch und das beunruhigt, weil Williams so überzeugend agiert hat. Er leidet, ist depressiv und furchtbar einsam. Heute ein weit verbreitetes Phänomen.

📝 Rezension geschrieben von Lakai

Ich fand die Story gar nicht mal so schlecht und Robin Williams spielt sehr gut, aber von der Spannung her, hat`s mich auch nicht von der Couch gehauen. Hatte auch was anderes erwartet.

Aber vielleicht wurde das in dem Film auch nicht beabsichtigt, würd ihn eher als kleines Drama bezeichnen. Es ging ja hauptsächlich um die Figur von Sey.

Es ging halt um Einsamkeit und um die Dinge mit denen man zufrieden sein sollte die man hat. ( Ehe, Kinder, Haus etc.) Deshalb bekommt er von mir noch empfehlenswert.

📝 Rezension geschrieben von Urs Lippuner

Ich mag ruhige Filme. Ich mag ruhige Dokumentationen. Daher machte mir die erste Hälfte des Filmes Spass, die Bilder mit ihren Farbthemen sind wunderbar und teilweise wirklich eindrücklich. Die Szene in der sich Shy in das Haus der Familie reinträumt ist absolut genial.

Doch irgendwann kippt der Film. Die sich in den Vordergrund drängende "Spannungsmusik" nervt, ähnlich wie es Hintergrundlacher in einer Komödie tun. Es ist schlicht unnötig.

Dass der kleine Betrug mit den Mehrkopien erst nach vielen Jahren auffliegt hat mich glatt wegen Logikstau aus dem Film geworfen, obwohl die Kündigungsszene an sich interessant war. Shy's darauf folgenden Emotionen besonders während er die Bilder aus der Kamera des Jungen anschaut vermögen zu fesseln.

Der Film hätte mir zudem mehr zugesagt wenn es beim Stalking und der Einmischung per Fototausch geblieben, oder wenn Shy irgendwann schlicht real ins Haus der Familie eingestiegen wäre. Ohne Messer. Nur um zu fotografieren weil ihm die "Kopien" nicht mehr reichen. Alleine die Präsenz eines Fremden im Haus und die damit zerstörte Intimität der eigenen vier Wände reicht um Horror und Unbehagen zu erzeugen. Weniger wäre mehr gewesen.

Und herrje, die Bilderbuchfamilie... Die beiden Erwachsenen sind unglaubwürdig und wirken wie Schablonen. Bei der Streitszene habe ich gelacht. Ich konnte nicht anders.

Gruss, Urs, hat diese DVD aus dem Wühltisch. Der Schaden ist daher gering.

📝 Rezension geschrieben von The D

Es ist zwar bereits einige Zeit vergagen seit ich diese Schlaftablette im Kino sah, (mich im nachhinein darüber aufregte dafür auch noch Geld ausgegeben zu haben) und bei einem derart ereignislosen Zeit-totschlagen von zermürbend langatmigen Szenen (in welchen widerum zumeist konsequent nichts passiert) fällt es mir persönlich nach vergangener Zeit sehr schwer auf Grund der viel zu vielen unnützen Szenen ein klar zusammenhängendes Bild des Filmes zu besitzen. Die Vorstellung innerhalb des Filmes (welche wirklich erscheint), einen Mitarbeiter eines Photo-Shops zu kennen, welcher sich einbildet in die Häuser seiner Kunden einzusteigen, um dort das Klo zu benutzen war vermutlich einer der interessantesten Aspekte der Handlung. Auch wenn dies bestimmt nicht zu Williams' charakterlich ausgeprägtester Darstellung gehört, so liegt das Hauptaugenmerk und das damit verbundene unnachvollziehbare Handeln des Foto-Fritzen Williams in seiner akribischen Hineinsteigerung, bzw. Hineinversetzung wildfremder Personen, bzw. Familien.
Auch wenn "One Hour Photo" nicht der ultimativ nervenzerfetzende Film des Jahrhunderts ist, so halte ich ihn dennoch für spannender als Hitchcocks "Die Vögel", da jener Film gemessen mit heutigen Verhältnissen wohl kaum für Panik-Attacken unter erwachsenem und mittlereile abgebrühtem Publikum sorge dürfte, womit ich mich jedoch ausschließlich auf diesen einen Film Hitchcocks beschränken möchte.

📝 Rezension geschrieben von gahbala

Der Film hat ein großes Problem (eigentlich mehrere): Er ist absolut Unglaubwürdig! Ich habe nichts dagegen wenn ein Film unrealistisch ist, nur muss die Geschichte glaubwürdig sein und man darf nie am Geschehen zweifeln, selbst wenn blaue Aliens Michael Jackson klonen und mit der Hilfe des Klons die Weltherrschaft an sich reissen habe ich nichts dagegen wenn einem die Geschichte nachvollziehbar erzählt wird! Doch das Handeln von Robin Williams Charakter ist genau das nicht! (In der letzten Szene wird einem das ganze doch etwas klarer, aber viel zu spät!)

Ausserdem passiert den ganzen Film über eigentlich nichts, man wartet das Williams endlich seinen Ausraster kriegt, der dann auch irgendwann kommt aber völlig unspektakulär und viel zu kurz ist. Auf der Rückseite der DVD steht "Spannend wie Hitchcock"! Ich habe mittlerweile "Der unsichtbare Dritte gesehen", sicherlich nicht der spannendste Hitchcock aber allemal spannender als das hier!
Robbin Williams spielt nicht schlecht, als Komiker ist er jedoch millionen mal besser! Oder als böser bei Insomnia.
Dies ist der erste Robin Williams Film der mir nicht gefallen hat!

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Filmzitate aus "One Hour Photo - Ich beobachte dich"

💬 "Die Dinge vor denen man sich am meisten fürchtet, sind einem bereits wiederfahren."

💬 "Niemand würde etwas fotografieren, das er vergessen möchte..."


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