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Blau ist eine warme Farbe (2013)

Blau ist eine warme Farbe (2013)
Bewertung:
Humor: 0%0%
Action: 0%0%
Spannung: 40%40%
Erotik: 90%90%
Anspruch: 100%100%
Gesamtbewertung:
Meisterwerk!
Meisterwerk!

Film bewerten
OT: La Vie d'Adèle - Chapitres 1 et 2
Drama/Erotik
Frankreich 2013
Regie: Abdellatif Kechiche
Buch: Abdellatif Kechiche, Ghalya Lacroix, Julie Maroh (Comic)
Musik: ---
Produzent: Genevieve Lemal, Andres Martin
Darsteller: Léa Seydoux, Adèle Exarchopoulos, Salim Kechiouche, Jérémie Laheurte, Catherine Salée, Aurélien Recoing, Mona Walravens, Fanny Maurin


Kurzinhalt:
Adèle (Adèle Exarchopoulos) geht noch zur Schule, als sie feststellt, dass sie sich zu Frauen hingezogen fühlt. Nachdem sie ihre ersten sexuellen Erfahrungen mit einem Mann gemacht hat, verliebt sich die 17-Jährige in die ältere Kunststudentin Emma (Léa Seydoux). Die beiden Frauen lassen sich auf eine Affäre ein, aus der eine Beziehung entsteht. Nach ihrem Schulabschluss beginnt Adèle eine Ausbildung zur Pädagogin und ist ihrer Freundin völlig verfallen. Emma macht Adèle zu ihrer Muse und stellt sie ihrem erlesenen Freundeskreis vor, in dem Adèle zwar positiv aufgenommen wird, sich jedoch in der ungewohnten Umgebung nicht völlig wohlfühlt. Die ersten Beziehungsschwierigkeiten entstehen.

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Diskussionsforum: (Die letzten Beiträge)

📝 geschrieben von DerPsycho

Selten habe ich einen Film gesehen, der so sensibel agiert, der die Emotionen der Hauptperson so einfängt, wie
"Blau ist eine warme Farbe". Dabei ist die Handlung einer aufkommenden, sich einspielenden und auflösenden
(lesbischen) Beziehung eigentlich schnell erzählt, aber die Art, wie der Film diese an sein Publikum weitergibt, ist
durchaus beeindruckend.
Es beginnt als eine Art Coming of Age-Film, der in der zweiten Hälfte aber mehr und mehr zu einem
Beziehungsdrama wird. Dabei fällt schnell auf, wie realistisch die ganze Herangehensweise wirkt. Anstatt
irgendwelche Dialoge, wie aus jedem zweiten Liebesfilm, heranzuziehen, ist der Film oft nur dabei, an der
Oberfläche Nebensächlichkeiten zu thematisieren, z.B. irgendwelche Gespräche über Kunst. Und dann gibt es
irgendeinen Blick, irgendeine Mimik, die diese Szene dann doch zu etwas Besonderem macht. Das liegt auch an
der fantastischen Kameraarbeit: Die Kamera ist oft minutenlang auf dem Gesicht von Adèle, der schüchternen
Hauptperson und zeigt Freude, Angst, Kummer, Trauer und Bestürzung so eindrucksvoll, wie ich sie selten gesehen
habe. Ein Lob muss man daher auch Adèle Exarchopoulos aussprechen. Wahnsinn, wie sie die Gefühle sprechen
lässt! Diese Nähe wird manchmal sogar unangenehm, so nahe ist man an der Hauptperson. Man macht regelrecht
als Zuschauer die Stadien, die Adèle durchläuft gleich mit.
Etwas zwiespältiger kann man die Sexszenen des Films dann aber ansehen. Ebenso intim, wie die emotionale Ebene
des Films, so sind dann auch diese: lang und (fast) alles zeigend. Das gehört vielleicht auch irgendwie zur
Thematik des Films, bringt ihn aber meiner Meinung nach auch nicht wirklich weiter. Hier wäre vielleicht weniger
mehr gewesen...
Der Film endet dann offen. Und irgendwie grau und traurig. Ist man mittlerweile so mit Adèle verbunden, wünscht
man ihr es einfach, glücklich zu sein. Das scheint ihr aber nicht vergönnt zu sein und man sieht, wie sie allein um
eine Straßenecke läuft...

Zwar war ich während des Films doch manchmal hin- und hergerissen angesichts der manchmal auf den ersten
Blick belanglosen Szenen. Und auch die Länge des Films von drei Stunden macht das nicht einfacher, aber am
Ende ist man als Zuschauer einfach zutiefst bewegt von den Gefühlen, die der Film transportiert und die Art und
Weise, wie er das macht. Und auch nach ein paar Tagen ist da immer noch etwas, was der Film hinterlassen hat.

"Blau ist eine warme Farbe" hat für mich wirklich das Potential für einen modernen Klassiker und wurde in Cannes
2013 zu Recht gefeiert!

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