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Brief einer Unbekannten (1948)

Brief einer Unbekannten (1948)
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Empfehlenswert!
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OT: Letter from an Unknown Woman (1948)
Drama/Romanze
USA 1948
Regie: Max Ophüls
Buch: Howard Koch, Stefan Zweig, Max Ophüls
Musik: Daniele Amfitheatrof
Produzent: John Houseman, William Dozier
Darsteller: Joan Fontaine, Louis Jourdan, Mady Christians, Marcel Journet, Art Smith, Carol Yorke, Howard Freeman, John Good, Leo B. Pessin, Erskine Sanford, Otto Waldis, Sonja Bryden, Patricia Alphin, Harry Anderson, Edmund Cobb


Kurzinhalt:
Wien um die Jahrhundertwende: Die 15jährige Lisa verliebt sich leidenschaftlich in den Pianisten und Frauenhelden Stefan Brand, der weitaus älter ist als sie. Als Lisas verwitwete Mutter beschließt, wieder zu heiraten und mit ihrer Familie nach Linz umzuziehen, verliert Lisa ihren Traummann aus den Augen. Erst nach drei Jahren kehrt Lisa nach Wien zurück. Tatsächlich gelingt es ihr, Stefan wiederzusehen, der sie zu ihrem Erstaunen aber nicht erkennt. Dennoch verbringt Lisa die Nacht mit ihm. Lisa ahnt nicht, dass sie ihn für viele Jahre nicht wiedersehen wird - und dass sie nach dieser Liebesnacht ein Kind von ihm erwartet. Wieder allein, lernt sie wenig später den ehrbaren und gutherzigen Johann kennen, der trotz Lisas unehelichem Kind und dem Wissen um ihre Liebe zu Stefan bereit ist, sie zu heiraten. Jahre später trifft Lisa eines Abends Stefan wieder. Erneut erkennt der inzwischen heruntergekommene Musiker sie nicht. Lisa zerbricht endgültig an ihrer unerfüllten Liebe...

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Diskussionsforum: (Die letzten Beiträge)

📝 geschrieben von 8martin

Eine tragische Liebe
Der große Max Ophüls hat Stefan Zweig verfilmt. Herausgekommen ist ein menschliches Drama, dessen Tragik heute fast unerträglich erscheint und das es auch so heute nicht mehr geben könnte. Es liegt also etwas Staub auf der Handlung um eine unerfüllte große Liebe: Trennung nach einem One-Night-Stand, Schwangerschaft und Begegnung nach vielen Jahren. Der einst gefeierte Pianist und ehemaliger Womanizer Stefan Brand (Louis Jourdan) erkennt seine große Liebe Lisa (Joan Fontaine) nicht wieder. Sie kann und will die Unklarheiten nicht beseitigen und verlässt das improvisierte Souper. Erzählt wird in Briefen (Titel!) einer Verstorbenen mittels Retro. Das Wort Typhus schwingt im Raum. Doch es war wohl eher Lisas gebrochenes Herz. Und um die Schmerzgrenze zu überschreiten liest Stefan diese Briefe am Vorabend zu einem Duell (Wir sind um die Jahrhundertwende unterwegs.). Man kann den Duellanten erahnen, sieht ihn nur im Vorbeifahren. Thematisch fliegen die Motten aus der Kiste, filmtechnisch ist es nicht schlecht, bedenkt man, dass 1948 gedreht wurde. Man wird daran erinnert zu welchen Emotionen der Mensch fähig ist/war.
Und die beiden Protagonisten sind in Höchstform. Joan-Rebecca-Fontaine liegt Frauenschwarm Jourdan, dem Unwiderstehlichen, zu Füssen. Nur wenige können die Verletzlichkeit und Unsicherheit mit bedingungsloser Unerbittlichkeit spielen. Selbst das junge Mädchen nimmt man ihr ab und kann sogar wie sie ins Schwärmen geraten oder am Schmerz zerbrechen. Romantische Nostalgiker können sich daran laben.

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