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Ich und Kaminski (2014)

Ich und Kaminski (2014)
Bewertung:
Humor: 20%20%
Action: 10%10%
Spannung: 15%15%
Erotik: 10%10%
Anspruch: 35%35%
Gesamtbewertung:
Sehenswert!
Sehenswert!

Film bewerten
OT: Ich und Kaminski (2014)
Komödie/Drama
Deutschland 2014
Regie: Wolfgang Becker
Buch: Wolfgang Becker, Thomas Wendrich, Daniel Kehlmann (Roman)
Musik: ---
Produzent: Stefan Arndt, Uwe Schott, Barbara Buhl, Frank Tönsmann
Darsteller: Daniel Brühl, Jesper Christensen, Amira Casar, Geraldine Chaplin, Denis Lavant, Bruno Cathomas, Jördis Triebel, Jan Decleir, Viviane De Muynck, Milan Peschel, Stefan Kurt, Josef Hader, Patrick Bauchau

Kinostart: 17.09.2015

Kurzinhalt:
Mit kleineren Gelegenheitsarbeiten schlägt sich Sebastian Zöllner (Daniel Brühl) nach seinem Kunstgeschichtsstudium so durch, aber nun hat er einen ganz großen Fisch an der Angel: Er schreibt die Biografie des Malers Manuel Kaminski (Jesper Christensen), der einst von Picasso und Matisse gefördert wurde und dank einer Pop-Art-Ausstellung, seiner charakteristischen dunklen Brille und der aufsehenerregenden Bildunterschrift "Painted by a blind man" zumindest eine Zeit lang weltberühmt war. Inzwischen lebt Kaminski abgeschieden in den Alpen und ist etwas in Vergessenheit geraten. Zöllner, der zunächst mit alten Freunden und Feinden, mit Sammlern und Galeristen gesprochen hat, macht sich auf den Weg zu dem in die Jahre gekommenen Künstler, um exklusive O-Töne zu bekommen. Als es dem Biografen trickreich gelingt, Kaminskis wachsame Vertraute loszuwerden und den Maler auf eine tagelange Reise im Auto mitzunehmen, erkennt er, dass er dem Alten, blind oder auch nicht, in keiner Weise gewachsen ist.

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📃 Filmkritiken der User 📃

📝 Filmkritik geschrieben von DerPsycho

Toll inszenierter und visuell in Szene gesetzter Film, der jedoch schon mit dem Anspruch daherkommt, dass man sich darauf einlässt. Damit hebt er sich schon enorm von anderen deutschen Komödien ab, wobei es schon zweifelhaft ist, ob man "Ich und Kaminsky" überhaupt als eine solche ansehen kann. Witz ist definitiv da - mal satirisch, mal fast schon in Richtung Loriot. Richtig greifbar ist dieser aber nicht immer und so kommt es auch zu der ein oder anderen Länge. Richtige Sympathieträge sucht man auch vergeblich. Dennoch möchte ich diesen Film unbedingt empfehlen, dafür ist die Machart zu schön und es gibt einiges zu entdecken.

📝 Filmkritik geschrieben von 8martin

Der blinde Maler

‘Der Esel nennt sich immer zuerst‘, hätte man früher gesagt. Der weltberühmte Maler ist ja wohl bedeutender als der kleine Kritiker Sebastian Zöllner (Daniel Brühl). Davon abgesehen ist es kein Film für Leute, die mit Kunst nichts am Hut haben. Für die andere kleine Zielgruppe ist der Film allerdings ein Hochgenuss. Eine ironische Betrachtung des Kunstbetriebes mit einem liebevollen Einblick in die intersoziale Komponente zwischen Künstler und seinem Werk und der Vermarktung von Kunst. Daneben ist es ein Roadmovie. Beide Männer machen sich auf, Kaminskis Modell und Jugendliebe Therese (Geraldine Chaplin) zu (be)suchen. Die fühlt sich offenbar recht wohl im Ensemble von so viel prominenten Kollegen (Hader, Kurt, Lavant u.a.), wirft aber gleichzeitig mit Alzheimer-Light einen nostalgischen Schatten auf das Geschehen im Sinne von ‘Es ist vorbei!‘
Für Nicht-Kunstinteressierte gibt es noch die wunderschöne Landschaft der Berge und eine gerade endende Liebesgeschichte mit Elke (Jördis Triebel) und eine nur optional angedeutete mit Kaminskis mystischer Tochter (Amira Casar), die letztlich aber genauso widerspenstig ist wie ihr Vater.
Interessant die Annäherung und die gleichzeitige Abstoßung des alten Malers (Jesper Christensen) und des jungen Zöllner. Beide brauchen einander. Die geniale Romanvorlage von Daniel Kehlmann, der so gekonnt mit der Wirklichkeit und ihrem Schein spielt, lässt Kaminski auch noch blind sein, obwohl man das nie so recht glauben kann. Das interessante an diesem Film ist das Intermezzo von finanziellem Erfolg und die gleichzeitige Ablehnung desselben. Da ist Witz drin, Egoismus stößt auf Eigensinn und findet oft eine humorvolle Lösung.
Gekonnt die mehrmalige Überblendung von der Realität in ein Gemälde und umgekehrt. Der Abspann mit einem Schnelldurchlauf durch die abendländische Kunst, wobei Klassiker animationsmäßig in Bewegung gesetzt werden, ist ein eigenes kleines Kunstwerk für sich.

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