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Suzhou River

Suzhou River
Bewertung:
Humor: %%
Action: %%
Spannung: %%
Erotik: %%
Anspruch: %%
Gesamtbewertung:
gut!
gut!

OT: Suzhou he
Drama
China/Deutschland 1999
Regie: Lou Ye
Buch: Lou Ye
Musik: Jörg Lemberg
Produzent:
Darsteller: Zhou Xun, Jia Hongsheng, Yao Anlian, Nai An, Hua Zhongkai


Kurzinhalt:
Liebe, Verlust und Trauer am "Suzhou River": Der junge chinesische Filmemacher Lou Ye schuf einen der schönsten und innovativsten Filme der letzten Jahre. Vielfach prämiert. Alles beginnt mit einem namenlosen Videofilmer in der Millionenstadt Shanghai. Ausgerüstet mit seiner Kamera wandert er durch die Straßen von Shanghai und sucht nach Menschen und ihren Geschichten. Doch die Auftragslage ist dünn. So schaut er meist aus seinem Appartementfenster auf den Fluss Suzhou und erfindet Geschichten über Menschen, die er beobachtet. Hauptsächlich aber träumt er von seiner Geliebten Meimei, die sich ihr Geld damit verdient, im Aquarium eines Nachtclubs im Meerjungfrauenkostüm die Gäste zu erfreuen.

Der Videofilmer erhält eines Tages überraschenden Besuch: Mardar, ein Motorrad-Kurier, erzählt ihm seine sonderbare Geschichte: Er hatte wegen der Beteiligung an der Entführung seiner Freundin durch Lao B. und seine Braut Nai An mehrere Jahre im Gefängnis gesessen. Sie hatte sich aus Verzweiflung über den Verrat ihrer Liebe bei ihrer Freilassung in den Suzhou River gestürzt und war seitdem spurlos verschwunden. In der festen Überzeugung, dass sie noch am Leben ist, sucht er die Stadt seitdem nach ihr ab - und ist sich sicher, dass Meimei niemand anderes ist als Moudan.



📝 Rezension geschrieben von 8martin

Die chinesische Meerjungfrau

Ort der Handlung ist der Fluss Suzhou und es geht um die Liebe und den Tod. Oder aber auch um ein Suchen und Finden, ein Verlieren und ein Weitersuchen.
Es beginnt wie ein Dokumentarfilm mit einem Ich-Erzähler, dessen Kamerasicht der einzige Blickwinkel ist und dessen Schilderung aus dem Off den Film kommentiert. Er wird zur Begleitperson.
Der Briefkurier Mardar verliebt sich in Moudane, die unglücklicherweise in den Fluss geht. Auf der Suche nach ihr taucht MeiMei auf, die genauso aussieht wie Moudane, nur blond ist (dargestellt von derselben Schauspielerin: Zhou Xun). Ein bisschen ’Vertigo’ kommt auf. Mardar und Moudane finden und betrinken sich. MeiMei findet ihre Leichen und verschwindet genauso wie der Kameramann.
Der Schlüssel zum Verständnis des Films – wenn er überhaupt rational erfasst werden soll – liegt im Motiv der Meerjungfrau, das sich durch die Handlung wie ein roter Faden zieht. Symbol für eine ewige, unerfüllbare Liebe. Außerdem der Song, in dem es heißt: „Loslassen heißt eingestehen, dass es ein Fehler war.“ Und „Loslassen heißt, die Tränen wegwischen und in die Zukunft schauen.“ Und am Ende hört man den gleichen Dialog wie am Anfang, der mit den Worten des Ich-Erzählers schließt: „Nichts ist für immer. Es ist besser, die Augen zu schließen und auf die nächste Liebe zu warten.“


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