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The Lady In The Van (2015)

The Lady In The Van (2015)
Bewertung:
Humor: %%
Action: %%
Spannung: %%
Erotik: %%
Anspruch: %%
Gesamtbewertung:
gut!
gut!

OT: The Lady In The Van (2015)
Tragikomödie/Biographie
Großbritannien 2015
Regie: Nicholas Hytner
Buch: Alan Bennett
Musik: George Fenton
Produzent: Nicholas Hytner, Damian Jones, Kevin Loader
Darsteller: Maggie Smith, Jim Broadbent, Clare Hammond, George Fenton, BBC Concert Orchestra, Alex Jennings, Jamie Parker, Deborah Findlay, Roger Allam, Richard Griffiths, Dermot Crowley

Kinostart: 14.04.2016

Kurzinhalt:
In den 1970ern trägt sich in Camden Town eine außergewöhnliche Geschichte zu: Im Londoner Stadtteil, überwiegend bewohnt von reichgewordenen Alt-Linken, möchte eine exzentrische, obdachlose alte Dame namens Miss Shepherd (Maggie Smith) ihren kaputten Van in der Auffahrt von Theaterautor Alan Bennetts (Alex Jennings) Anwesen abstellen - nachdem ihr von der Stadt verboten wurde, weiterhin auf Straßen zu parken. Bennett sagt zu, doch aus dem „kurzen“ Parken des Wagens werden 15 lange Jahre, in denen Miss Shepherd in ihrem Van vor Bennetts Haus lebt. Die unverhoffte Nachbarschaft bringt einige Probleme mit sich, denn Miss Shepherd ist undankbar, hat einen unangenehmen Körpergeruch und verteilt gerne ihren Müll auf der Straße. Aber Mister Bennett bringt es nicht übers Herz, die Dame abzuschieben…

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📝 Rezension geschrieben von 8martin

Himmelfahrt

Eine Paraderolle für die grandiose alte Dame des englischen Films Maggie Smith, ein Film, der fast nur für sie gemacht zu sein scheint. Sie ist kauzig, eigenwillig und lästig sogar giftig bisweilen. So wie wir sie halt sein Jahren kennen und lieben gelernt haben. Dabei ist in der Handlung viel von einer wahren Begebenheit drin.
Alan Bennett hat ein äußerst komplexes Drehbuch verfasst: die Vorgeschichte der verwahrlosten alten Dame als Pianistin und Novizin, die Unfallflucht am Anfang, und ihr Aufenthalt beim süßen Schriftsteller, den Alex Jennings darstellt. Auch Margarets/Marys Bruder kommt vor, sowie Jim Broadbent als erpresserischer Expolizist. Diese Nebenhandlungen bereichern den Plot.
Das geniale an dieser Filmfassung ist der bitterböse Humor, über den man lacht, der dann aber immer mehr in Richtung Mitleid und Anteilnahme gleitet. Dazu die zweigeteilte Persönlichkeit des Nachbarn Bennett (unnachahmlich sein moralinsaurer verkniffener Gesichtsausdruck): einer lebt, der andere schreibt. Beide stehen sich mit Rat und Tat gegenseitig bei. Überhöht wird das am Ende, wenn die verstorbene Margaret/Mary wieder auftaucht und eine Himmelfahrt erlebt. Zuvor hatte das Drehbuch noch ganz knapp Händchen-haltende Emotionalität vermieden und mit weiteren Bissigkeiten gepunktet. Das alles macht Maggie Smith ganz allein. Gut, dass es kein Geruchskino gibt, denn alle sagen, die Lady ‘stinkt‘. Die Nachbarn werden zwischen Hilfsbereitschaft und Verständnislosigkeit gezeigt und bilden eine Karikatur der englischen Gesellschaft. Das Ende zieht sich etwas in die Länge und zerfranst. Ein früherer Schluss hätte dem Film gut getan. Sehenswert trotz alledem.


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