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Bestie Mensch (1938)

Bestie Mensch (1938)
Bewertung:
Humor: 20%20%
Action: 30%30%
Spannung: 60%60%
Erotik: 10%10%
Anspruch: 70%70%
Gesamtbewertung:
Empfehlenswert!
Empfehlenswert!

Film bewerten
OT: La Bete Humaine (1938)
(The Human Beast / Judas Was a Woman)
Drama
Frankreich 1938
Regie: Jean Renoir
Buch: Jean Renoir
Musik: Joseph Kosma
Produzent: Robert Hakim
Darsteller: Julien Carette, Jean Renoir, Fernand Ledoux, Simone Simon, Jean Gabin


Kurzinhalt:
Der Lokomotivführer Jacques Lantier wird nach einigem Zögern, der Liebhaber von Sévérine, der Ehefrau des Stationsvorstehers Roubaud in Le Havre. Roubaud duldet das Verhältnis, weil Lantier Zeuge eines von ihm begangenen, aber noch unaufgeklärten Mordes ist. Er hat einen früheren Liebhaber seiner Frau aus Eifersucht getötet. Sévérine empfindet ihre Ehe als unerträglich. Sie liebt Lantier aufrichtig, und er erwidert ihre Gefühle. Aber als die junge Frau von ihrem Geliebten verlangt, er solle ihren Ehemann töten, gerät dieser in einen unerträglichen inneren Zwiespalt.

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📃 Filmkritiken der User 📃

📝 Filmkritik geschrieben von 8martin

Mörderischer Lokführer

Ein provokanter Titel, den uns hier Regisseur Jean Renoir aufs Zuschauerauge drückt. Ein Merkmal seiner Filme ist oftmals ein weitgefächertes Gesellschaftsbild. So auch hier. Fast alle Figuren haben etwas miteinander zu tun. Ein Mord wird begangen, den man nicht ganz genau sieht, aber es gibt einen Zeugen. Es ist Lokführer Lantier (Jean Gabin). Sein Wissen bringt ihn in Kontakt mit Séverine (Simone Simon), die von ihrem ungeliebten Ehemann (Fernand Ledoux) Bahnhofsvorsteher und Mittäter wegwill. Lantier litt mal unter Depressionen und spürt einen Drang Frauen zu töten. Was ihm bei Cousine Flore (Blanchette Brunoy) nicht gelingt, klappt bei Séverine.
Lantier erscheint nicht als der Killer. Er ist freundlich und verständnisvoll. Nur wenn es über ihn kommt…Das ist schwer nachvollziehbar und verblüfft besonders, weil die anderen Figuren so plastisch herausgearbeitet sind. Sein Arbeitskollege Pecqueux z.B. etwa (Julien-RoteHerberge-Carette). Séverine macht Schluss und fällt damit ihr eigenes Todesurteil. So bleibt Lantier auch nur der Sprung von der fahrenden Lok. Kommt trotzdem etwas überraschend.
Die Bahn und ihr Umfeld ist Ort der Verbrechen. Technisch ausgefeilt sind die Fahrten der Lok durch Tunnel z.B. und das Milieu der Angestellten wird ebenfalls beleuchtet. Die arme Séverine kommt vom Regen in die Traufe und muss auch noch dafür bezahlen. Erfrischend die Kurzauftritte von Regisseur Renoir. Unterm Strich sieht die Message so aus: Männer morden, Frauen verletzen und alle sind unberechenbar.
Die sozialkritische Romanvorlage von Emile Zola veränderte Renoir zu einer angedeuteten Psychodoku. Die Erzählweise ist realistisch, die Darbietung hat romantische Ansätze. Meist wohl von archivarischem Wert.

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