The-Fan.Net LOGO

LOMO - The Language of Many Others (2017)

LOMO - The Language of Many Others (2017)
Bewertung:
Humor: 10%10%
Action: 10%10%
Spannung: 40%40%
Erotik: 10%10%
Anspruch: 60%60%
Gesamtbewertung:
Empfehlenswert!
Empfehlenswert!

Film bewerten
OT: L.O.M.O.: The Language of Many Others (2017)
Drama
Deutschland 2017
Regie: Julia Langhof
Buch: Thomas Gerhold, Julia Langhof
Musik: ---
Produzent: Martin Heisler
Darsteller: Jonas Dassler, Lucie Hollmann, Eva Nürnberg, Karl Alexander Seidel, Marie-Lou Sellem, Peter Jordan, Julika Jenkins, Rainer Sellien

Kinostart: 12.07.2018
Homepage/Trailer

Kurzinhalt:
Unsere Eltern haben uns immer gesagt, dass wir einzigartig sind. Sie haben gelogen. Familie Schalckwyck lebt in einem wohlhabenden Bezirk Berlins, Mutter Krista und Vater Michael wollen ihren Kindern Karl und Anna alle Möglichkeiten bieten. Die Zwillinge stehen kurz vor dem Abitur. Während die ambitionierte Anna schon ziemlich genau weiß, wie ihr Leben verlaufen soll, widmet Karl lieber seine ganze Aufmerksamkeit seinem Blog „The language of many others“. Dort postet er unter anderem auch persönliche Aufnahmen seiner eigenen Familie, was Karls Verhältnis zu seinem Vater vor eine Zerreißprobe stellt.

Als Karl sich in seine neue Mitschülerin Doro verliebt, glaubt er endlich zu wissen, was er will. Auch Doro findet Gefallen an ihrem eigensinnigen und rebellischen Mitschüler, lässt ihn jedoch nach einer kurzen Affäre wieder fallen. Für Karl ist jetzt klar: Nichts ist wahrhaftig, alles ist Willkür. Desillusioniert beginnt er ein gefährliches Spiel. Er veröffentlicht ein intimes Video von sich und Doro, und lässt mehr und mehr seine Follower die Macht über sein Leben übernehmen - am Ende sogar über Leben und Tod...

Die Sprache der Anderen...


Karl alias LOMO (Jonas Dassler)
© Flare Film GmbH_Michal Grabowski
Es ist nicht selbstverständlich, dass Kinder erfolgreicher Eltern automatisch Erfolg und Glück im Leben haben. Es ist allerdings selbstverständlich und nachvollziehbar, dass Generationskonflikte zwischen Eltern und Kindern auftauchen, ganz gleich wie groß der Altersunterschied sein mag.

Der 17-jährige Karl (Jonas Dassler) lebt mit Eltern und der Zwillingsschwester Anna (Eva Nürnberg) zusammen. Während Anna Ziele im Leben hat und auf gutem Wege ist, diese zu verwirklichen, findet Karl seine Identität nicht in Zukunftsplanung oder gar in von den Eltern gewünschten Perspektiven. Er rebelliert und testet Grenzen aus, wie fast jeder Teenager. Und wie fast jeder in der heutigen Zeit fühlt sich Karl im Internet wohl. Besonders in seinem Blog „The language of many others“ fühlt sich LOMO - wie er sich nennt - wahrgenommen, verstanden und geliebt. Er hat eine beachtliche Gemeinde an internationalen Followern und postet was in seinem Kopf und in seinem Leben so vorgeht, u.a. auch private Familienaufnahmen.

Für die Schule hat er nicht viel übrig. Aber seine Mitschülerin Doro (Lucie Hollmann) weckt seine Aufmerksamkeit. Doro sieht in ihm ebenfalls etwas besonderes und beide kommen sich näher. Doch als Karl so etwas wie eine feste Beziehung will, macht Doro ohne Zögern Schluss. Dies wühlt ihn dermaßen auf, dass er ein intimes Video von sich und Doro in seinem Blog veröffentlicht. Die Konsequenzen lassen nicht lange auf sich warten und die folgenden Aktionen und Reaktionen geraten zum größten Teil außer seiner Kontrolle - und was schlimmer ist - in die Hände seiner Follower, was wiederum zu unzähligen Gefahren führt...


Doro (Lucie Hollmann) und Karl (Jonas Dassler)
©Flare Film GmbH_Michal Grabowski
Über Pros und Kontras des digitalen Zeitalters und der sozialen Medien wird immer wieder diskutiert. Für viele Kinder und Jugendliche ist das virtuelle Leben zum Teil wichtiger als das wirkliche Leben, virtuelle Freunde mit erfundenen Usernamen wertvoller als echte Freundschaften, Emojis ausdrucksvoller als wahre Emotionen und Sensationen teilen und weiterleiten spannender als jedes erlebte Abenteuer.

Mit "LOMO - The Language of many others" präsentiert Regisseurin Julia Langhof in ihrem Erstlingswerk ein visuell ansprechendes Coming-of-Age-Drama, das die emotionalen Krisen des Erwachsenwerden in Zusammenhang und Einwirkung der digitalen Macht behandelt. Die Art dieser präsentation als Mischung aus "realen" Bildern und Einblendungen des digitalen Geschehens aus Video-, Audio-Sequenzen und Chatverläufen mag anfangs etwas chaotisch - was ja auch bewusst so dargstellt wird - und gewöhnungsbedürftig erscheinen, dennoch kann man schnell in die Geschichte einsteigen und durch Wendungen der Handlung Spannung erleben.

Auch für Nicht-Freunde der digitalen Welt ist der Film ein interessantes Erlebnis über alte soziale und gesellschaftliche Problematik in technisch beeindruckender und darstellerisch überzeugender, zeitgemäßer Inszenierung...
...
~the-fan.net~




📃 Filmkritiken der User 📃

Alle Beiträge zu diesem Thema anzeigen (Forumseite im neuen Fenster!)

📝 Dein Kommentar zu diesem Thema!

Name: (max. 20 Zeichen!)
E-Mail: (Optional!)

Dein Text:

😁 😉 😊 😍 😏 😖 😜 😠 😢 👋 👍 👎 👀 😎 😇 😈 😡 🌟


(max. 2000 Zeichen) verbleibende Zeichen:



Filmzitate aus "LOMO - The Language of Many Others (2017)"

🗨 Wir haben leider keine Zitate aus diesem Film. Kennst du vielleicht welche und willst sie mit uns teilen?
Noch mehr Filmzitate