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Das Krumme Haus (2017)

Das Krumme Haus (2017)
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Gesamtbewertung:
Empfehlenswert!
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OT: Crooked House (2017)
Krimi/Drama
Großbritannien 2017
Regie: Gilles Paquet-Brenner
Buch: Julian Fellowes, Gilles Paquet-Brenner, Tim Rose Price, Agatha Christie (Roman)
Musik: Hugo de Chaire
Produzent: Joseph Abrams, James Spring, Sally Wood
Darsteller: Max Irons, Stefanie Martini, Glenn Close, Honor Kneafsey, Christina Hendricks, Terence Stamp, Julian Sands, Gillian Anderson, Christian McKay

Kinostart: 29.11.2018

Kurzinhalt:
Drei Generationen der Familie Leonides leben in diesem Haus. Als der Großvater ermordert wird, stehen alle vor einem Rätsel, denn jeder scheint ein Motiv zu haben. Enkelin Sophia (Stefanie Martini) weigert sich ihren Verlobten Charles (Max Irons) zu heiraten, solange der Mörder nicht gefasst ist. Die Suche beginnt und es kommen mehr und mehr Familien-Geheimnisse ans Tageslicht...

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📃 Filmkritiken der User 📃

📝 Filmkritik geschrieben von 8martin

Das Schurkenschloss

Der Titel von Agatha Christies Roman ist im Deutschen etwas unglücklich übersetzt. Das Original stützt sich auf ein Kinderlied, in dem es heißt … ‘There was a crooked man and he bought a crooked cat, which caught a crooked mouse, and they all lived together in a little crooked house.’
Nur dass das schlossähnliche Gebäude der wohlhabenden Familie Leonides alles andere als ‘krumm‘ ist. Drum sollte hier wohl auch eher die Bedeutung ‘Schurke oder Gauner‘ zutreffen. Regisseur Paquet-Brenner ist die Dramaturgie etwas verrutscht. Er hat an ihrer Stelle die Symmetrie eingesetzt. Dreiviertel des Films belauern und beschimpfen sich die Angehörigen des Clans gegenseitig und jeder hätte sowohl ein Motiv als auch die Möglichkeit den Tycoon Aristides zu vergiften, indem er oder sie ihm seine Augentropfen in die Blutbahn gespritzt hat, anstatt dorthin zu träufeln, wo sie hingehören. Diese fast zehn Personen sorgen für Unübersichtlichkeit. Und es ist ein äußerst dialoglastiger Plot, bei dem den Zuschauer nur die bombastische Ausstattung des großen Hauses bei Laune hält. (Gucken und Staunen!). Am Ende kommen nur die jüngste, die kleine Josephine (Honor Kneafsey) und die älteste Bewohnerin, Lady Edith (Glen Close), des Anwesens als Täter in Betracht. Genaugenommen eigentlich nur eine der beiden Mädels.
Rein symmetrisch gesehen rahmen außerdem zwei Figuren die ganze Mörderbande ein: Sophia (Stefanie Martini), die ihren Ex-Lover Charles (Max Irons, hat es schwer sich gegen seinen übergroßen Vater Jeremy durchzusetzen) mit den Ermittlungen beauftragt. Beide sind wieder bei der finalen Explosion dabei. Die letzte Viertelstunde kann das bis dahin gesehene nicht aufwiegen. Zumal die Darsteller keineswegs grottenschlecht sind, nur zu selbstverliebt agieren. Da hätte die Regie mehr aus ihnen rauskitzeln müssen.

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