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Der Richter und der Mörder

Der Richter und der Mörder
Bewertung:
Humor: 0%0%
Action: 0%0%
Spannung: 0%0%
Erotik: 0%0%
Anspruch: 0%0%
Gesamtbewertung:
Sehenswert!
Sehenswert!

OT: Le juge et l'assassin
Kriminalfilm
Frankreich 1976
Regie: Bertrand Tavernier
Produzent:
Musik: Philippe Sarde
Buch: Bertrand Tavernier, Jean Aurenche, Pierre Bost
Darsteller: Philippe Noiret, Michel Galabru, Jean-Claude Brialy, Isabelle Huppert, Renée Faure, Cécile Vassort, Yves Robert


Kurzinhalt:
Frankreich im Mai 1893: Unteroffizier Joseph Bouvier (Michel Galabru), ein verschrobener Sonderling, wird wegen seiner unkontrollierbaren Wutausbrüche entlassen. Als obendrein seine Verlobte Louise ihn verlässt, schießt er im Affekt auf sie und richtet anschließend die Waffe gegen sich selbst: Doch Louise überlebt, und auch Bouviers Selbstmordversuch scheitert. Mit zwei Kugeln im Kopf wird er zunächst ins Hospital und anschließend in die Nervenheilanstalt eingewiesen. Knapp ein Jahr später entlässt der Arzt ihn im Glauben, er wäre geheilt: Ein fataler Fehler, denn innerhalb einiger Monate, in denen Bouvier quer durch Frankreich vagabundiert, vergewaltigt und ermordet er zwölf junge Frauen und Männer.



📝 Rezension geschrieben von 8martin

Der Unreife und der Irre

Tavernier hat vor über 30 Jahren eine äußerst kritische Studie der französischen Gesellschaft abgeliefert, die sich so aber auch anderswo in Europa - auch bei uns - zugetragen haben könnte. Die beiden titelgebenden Figuren, Philippe Noiret als Richter und Michel Galabru als Mörder, stehen im Mittelpunkt dieses Sozialkrimis. Die Hintergründe für ihr Handeln werden genauer durchleuchtet. Dabei ist es unwichtig - und man sieht es auch nie so genau - wen und wie viele der Mörder umbringt. Wir sehen ein soziales Umfeld, in dem sich extremer Nationalismus breit macht - deshalb auch immer wieder der Vergleich mit Dreyfuß - in dem fast niemand frei von Schuld ist und wo die Frauen letzten Endes etwas besser wegkommen. Die vornehme Gesellschaft lebt abgehoben von der Realität und langweilt sich bei den üblichen Soireen oder erschießt sich bei Problemen. Mit einem traditionellen ’roten’ Kampflied soll die Huppert wohl etwas überraschend in eine arbeitnehmerfreundliche Zukunft führen.


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