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Delicatessen

Delicatessen
Bewertung:
182. Platz in der Top 100 Film-Liste (Platz 182)
Humor: 48%48%
Action: 37%37%
Spannung: 51%51%
Erotik: 11%11%
Anspruch: 73%73%
Gesamtbewertung:
gut!
gut!

Film bewerten
OT: Délicatessen
Schwarze Komödie
Frankreich 1990
Regie: Jean-Pierre Jeunet, Marc Caro
Buch: Jean-Pierre Jeunet, Marc Caro, Gilles Adrien
Musik: Carlos d'Alessio
Produzent: Claudie Ossard
Darsteller: Marie-Laure Dougnac, Dominique Pinon, Jean-Claude Dreyfus, Karin Viard, Ticky Holgado, Rufus, Edith Ker, Anne-Marie Pisani

Kinostart: 13.11.2008

Kurzinhalt:
Das alleinstehende Haus am Rande der Stadt wirkt unheimlich und bedrohend. Im Erdgeschoß gibt es Delicatessen. Seine Bewohner sind seltsame, spleenige Leute - auf absurde Weise aufeinander eingespielt. Alle interessiert nur eins: Frischfleisch. Sobald das Fleisch knapp wird, tritt ein kannibalisches Gesetz in Kraft; denn für die Gourmets von Herz und Leber muß gesorgt werden. Wer kommt als nächstes als Frikassee auf den Tisch? Als der Clown Louison als Hausmeister einzieht, wird die Serie des Sonntagsbratens unterbrochen. Die kurzsichtige Tochter des Schlachters möchte Louison nicht scheibchenweise auf den Teller, sondern ganz und "gar" im Bett. Eine Hausverschwörung bahnt sich an. Startschuß für eine Vegetarier-Gang, die in der Kanalisation auf ihre Chance zum Angriff wartet. Denn mit dem perversen Schlachter haben sie noch eine Rechnung offen...

(Wiederaufführung)

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📃 Filmkritiken der User 📃

📝 Filmkritik geschrieben von 8martin

Schräg, feucht und grausam

Jeunet und Caro haben eine äußerst makabre Groteske gemacht. In einem großen Wohnhaus, das baufällig und hellhörig ist, lebt eine Reihe skurriler Gestalten: u.a. eine schräge Schrulle, die ständig versucht sich umzubringen, ein Frosch- und Schneckenliebhaber, der mit seinen Lieblingen in einer feuchten Wohnung lebt und eine endlos strickende Großmutter. Wegen der Lebensmittelknappheit, schlachtet der Hausbesitzer Clapet (Jean-Claude Dreyfus), seines Zeichens Fleischer, regelmäßig seine Hausmeister und verwurstet sie. Louison (Dominique Pinon) ist der Neue, der sich in die Tochter des Fleischers, Julie (Marie-Laure Dougnac), verliebt. Im Untergrund der Kanäle bewegt sich eine Gruppe von chaotischen Gesetzlosen, die gar nichts gebacken kriegen.
Es entsteht ein wildes Karussell aus Schockern und Schmunzlern zwischen Fantasie und Wirklichkeit. Die trübe Atmo meist durch gelblich, bräunlichen Nebel gekennzeichnet scheint bisweilen das ganze Sammelsurium zu ertränken, wo es im Treppenhaus von Lustschreien und Hilferufen nur so widerhallt.
Als Gegenpol zu diesem teils brutalen und abschreckenden Ambiente stehen Louison, der ehemalige Zirkusclown und die arg kurzsichtige Tochter des Hausbesitzers. Sie weisen in eine an sich sonderbare Zukunft, wenn beide auf dem Dach des Hauses ein Abschlusskonzert geben. Sie spielt Cello, er eine ‘singende Säge‘.
Der Film ist schwer einzuordnen. Die Bandbreite der Handlung reicht vom angedeuteten Kannibalismus bis zur Furcht vor dem Ertrinken, vom brutalen Überlebenskampf mit sexueller Gier bis zur lyrisch poetischen Flucht ins Ungewisse.
Delicatessen ist ein außergewöhnlicher Film der besonderen Art. Der Titel führt Feinschmecker in die Irre, aber sonst??!

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