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Der Garten der Finzi Contini

Der Garten der Finzi Contini
Bewertung:
Humor: 15%15%
Action: 20%20%
Spannung: 55%55%
Erotik: 35%35%
Anspruch: 90%90%
Gesamtbewertung:
Durchschnittlich!
Durchschnittlich!

Film bewerten
OT: Il giardino dei Finzi Contini
(Die Gärten der Finzi Contini)
Literaturverfilmung
Deutschland, Italien 1970
Regie: Vittorio De Sica
Buch: Ugo Pirro
Musik: Manuel de Sica
Produzent: Gianni Hecht Lucari, Arthur Cohn
Darsteller: Lino Capolicchio, Dominique Sanda, Fabio Testi, Romolo Valli, Helmut Berger, Camillo Cesarei, Katina Morisani


Kurzinhalt:
Das italienische Ferrara zwischen 1938 und 1943. Die jüdisch-intellektuelle Familie des angesehenen Literaturprofessors Finzi Contini lebt in einer herrschaftlichen Villa mit seiner Frau und seinen beiden heranwachsenden Kindern - der hübschen Micòl und dem schwindsüchtigen Alberto. Man spürt die ständig wachsende Bedrohung durch den Antisemitismus des Faschismus. Trotzdem oder gerade deswegen sehnt sich Micòl nach Leidenschaft und Liebe. Sie ahnt, dass ihr nur wenig Zeit bleibt, und setzt sich über die strengen Konventionen ihrer Erziehung hinweg...

Regisseur Vittorio De Sica schildert mit dieser adäquaten Verfilmung der gleichnamigen Romanvorlage von Giorgio Bassani eine tragische Liebesgeschichte. Diese spielt vor dem Hintergrund des Schicksals zweier jüdischer Familien im faschistischen Italien. Dabei gelang De Sica eine faszinierende Spiegelung jener Zeit. Der Film wurde auf der Berlinale 1971 mit dem Hauptpreis, dem Goldenen Bären, ausgezeichnet und errang 1972 auch den Oscar als bester nichtenglischsprachiger Film.




Diskussionsforum: (Die letzten Beiträge)

📝 geschrieben von 8martin

Nicht doch, doch, doch
Das Alter von fast 40 Jahren merkt man dem Film schon an. Die Dialoge sind etwas hölzern, die Inszenierung etwas bieder und angestaubt. Damals oscarprämiert, heute nicht unbedingt ein Muss.
Im Ansatz verfolgte Regisseur de Sica allerdings ein genuines Ziel: ein ganz persönlich-subjektives Bild von der schleichend und fast unauffällig umsichgreifenden Gewalt des aufkommenden Faschismus in Italien zu zeichnen. Doch die im Mittelpunkt stehende unmögliche, einseitige Liebe zwischen Micol und Giorgio kann nicht in die Tiefe gehen und beeindruckt nicht wirklich. Vor allem die Charakterzeichnung von Micol gibt ganz symptomatisch ein unklares Bild ab: liebt sie oder zickt sie nur rum? Will sie sich noch nicht festlegen oder ist der gesellschaftliche Unterschied zu dem unter ihrem jüdischen Familiestand angesiedelten Giorgio, der auch Jude ist, ausschlaggebend? Die Schlussszene wirkt aufgesetzt und man fragt sich “Ja was wird jetzt?“ So wird letztendlich auch der Faschismus verharmlost.

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