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Fesseln der Macht

Fesseln der Macht
Bewertung:
Humor: 7%7%
Action: 20%20%
Spannung: 36%36%
Erotik: 11%11%
Anspruch: 64%64%
Gesamtbewertung:
Durchschnittlich!
Durchschnittlich!

OT: True Confessions
(Gefährliche Beichte)
Thriller
USA 1981
Regie: Ulu Grosbard
Buch: Gary S. Hall, Joan Didion, John Gregory Dunne (Roman)
Musik: Georges Delerue
Produzent: Irwin Winkler
Darsteller: Robert De Niro, Robert Duvall, Charles Durning, Ed Flanders, Burgess Meredith, Cyril Cusack, Rose Gregorio, Kenneth McMillan, Dan Hedaya, James Hong, Gwen Van Dam, Tom Hill, Pat Corley, Jeanette Nolan


Infos auf der FanSite

Kurzinhalt:
1948 wird ein Callgirl in Hollywood brutal ermordet. Viele Jahre später besucht der Polizist Tom (Robert Duvall), an der Aufklärung des Falles arbeitend, seinen Bruder Desmond (Robert De Niro), der als katholischer Priester in Kalifornien lebt. Toms Verdacht richtet sich bald gegen den Bauunternehmer Jack Amsterdam (Charles Durning), der mit Desmond in zwielichtige Geschäfte verwickelt ist. Nachdem Amsterdam sich als unschuldig erweist, gerät Desmond selbst immer mehr unter Druck und muß schließlich sein Amt aufgeben.

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📝 Rezension geschrieben von 8martin

Der Priester & der Polizist

Mal ganz abgesehen von dem sinnfreien deutschen Titel. ‘Macht‘ und ‘Fesseln‘ haben nichts miteinander zu tun. Sie schließen sich höchstens aus. Wer die Macht hat, kann nicht gefesselt sein, sonst hat er sie nicht mehr. Also wenn schon dann ‘Grenzen‘. Das Original spricht von einer ‘wahren Beichte‘, genaugenommen sind es drei. Aber so einen Film kann man auch heute nicht mehr drehen. Regisseur Grosbard bricht bei diesem seltenen Thema mit einigen Kinokonventionen. Zwei Brüder: ein Priester Desmond (Robert De Niro) und ein Polizist Thomas (Robert Duvall). Der eine verfolgt einen Mord, der andere erfährt in der Beichte teilweise die Details. Die beiden Roberts sind hier grandios. Bodenständig, aber auch sensibel, distanziert aber auch emotional dabei. Und alles läuft völlig unspektakulär ab. Hier dominiert die Normalität des Faktischen mit Ausflügen in die brüderliche Gefühlswelt. Am Bett der Mutter z.B. oder an der Bahre einer guten Freundin, der Puffmutter Brenda (Rose Gregorio). Im personellen Umfeld erleben wir ganz professionell die Ikonen Cyril Cusack als Kardinal Danaher und Burgess Meredith als aufrechten Msgr. Fargo, der kein Blatt vor den Mund nimmt.
Die geschliffenen Dialoge lehnen sich eng an den Roman von J.G. Dunne an. (‘Er sieht aus wie ein Kobold, denkt aber wie ein Araber‘). Aber auch mal locker flockig ‘Der Gewinner geht zum Dinner‘. Und der korrupte Millionär, um den es hier geht, mit anrüchiger Vergangenheit ist Jack Amsterdam (Charles Durning). Er wird als katholischer Laie des Jahres prämiert. Es gibt keine Lösung, nur Andeutungen getarnt als Gespräche im Beichtstuhl und das genügt auch. Auch im richtigen Leben wird nicht jeder Verbrecher überführt. So kann man sich am Ende auf die beiden Brüder konzentrieren: Desmond ist todkrank, die Zuschauer durchleiden eine Schweigeminute. Fargo weilt auch nicht mehr unter den Lebenden. Auch ohne Lösung überzeugend, weil leider zeitlos.

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