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Die Große Illusion

Die Große Illusion
Bewertung:
Humor: 30%30%
Action: 20%20%
Spannung: 30%30%
Erotik: 0%0%
Anspruch: 70%70%
Gesamtbewertung:
Empfehlenswert!
Empfehlenswert!

Film bewerten
OT: La Grande Illusion
Kriegsdrama
Frankreich 1937
Regie: Jean Renoir
Buch: Charles Spaak, Jean Renoir
Musik: Joseph Kosma
Produzent: Frank Rollmer
Darsteller: Jean Gabin, Dita Parlo, Pierre Fresnay, Erich von Stroheim, Julien Carette, Georges Péclet, Werner Florian, Jean Dasté, Sylvain Itkine, Gaston Modot, Marcel Dalio


Kurzinhalt:
Zwei französische Offiziere - der Adelige Captain De Boeldieu und der Arbeiter Lieutenant Marechal - werden während des Ersten Weltkriegs abgeschossen. Sie geraten in Kriegsgefangenschaft, wo sie weitere Franzosen verschiedener Herkunft, darunter Rosenthal, Sohn eines jüdischen Bankiers, kennen lernen. Weil die Franzosen fortwährend Fluchtversuche unternehmen, werden sie der Aufsicht des Aristokraten von Rauffenstein unterstellt. De Boeldieu freundet sich mit ihm an, aber Marechal und Rosenthal wollen weiterhin fliehen...

Die große Illusion - Arthaus Collection Französisches Kino
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Diskussionsforum: (Die letzten Beiträge)

📝 geschrieben von 8martin

Seifenblasen
Dieser Klassiker von Jean Renoir ist nicht nur ein Anti-Kriegsfilm, sondern er betont den menschlichen Umgang auf dem Schlachtfeld. Dabei geht das Drehbuch bis an den Rand der Groteske, wenn man sich völlig unkriegerisch für das Erschießen eines Feindes auf der Flucht entschuldigt. Doch hier mag der Zweck die Mittel heiligen. In Frankreich und Deutschland wurde der Film zensiert oder gleich ganz verboten. Verständigung mit dem Erzfeind war in den 30er Jahren nicht erwünscht.
Das Kriegsgefangenenlager ähnelt fast einem Sanatorium. Gemeinsamkeiten zwischen Deutschen und Franzosen werden betont, Späßchen und kleine Frotzeleien sind an der Tagesordnung, es gilt das Ehrenwort eines Offiziers, Soldaten jüdischen Glaubens werden als freigiebig dargestellt und das baldige Kriegende (siehe Titel!) wird wohl auch das Ende der Aristokratie mit sich bringen.
Im dritten Kapitel landen die zwei entflohenen Kriegsgefangenen Jean Gabin und Marcel Dalio auf dem Hof der deutschen Kriegerwitwe Elsa (Dita Parlo). Hier werden sprachliche Barrieren ab und emotionale Bindungen aufgebaut. Dann entkommen beide Franzosen in die Freiheit: die Schweiz! (sic!)
Was für ein Ende!? Der Film beschreibt mehrere Illusionen: das nahe Ende des Krieges, das faire Verhalten im Umgang mit dem Gegner, der erholsame Aufenthalt im Lager, vielleicht sogar das wachsende Verständnis der Völker?! Letztlich geht es um Toleranz und Offenheit und gegen Nationalismus und Militarismus. Immer wieder gut.

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