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Coming Home - Sie kehren heim

Coming Home - Sie kehren heim
Bewertung:
Humor: 10%10%
Action: 6%6%
Spannung: 43%43%
Erotik: 20%20%
Anspruch: 86%86%
Gesamtbewertung:
Meisterwerk!
Meisterwerk!

OT: Coming Home
Drama, Liebesfilm
USA 1978
Regie: Hal Ashby
Buch: Waldo Salt, Nancy Dowd, Robert Jones
Musik: Paul McCartney
Produzent: Jerome Hellman
Darsteller: Jane Fonda, Jon Voight, Bruce Dern, Penelope Milford, Robert Carradine, Robert Ginty, Mary Gregory, Kathleen Miller, Beeson Carroll, Willie Tyler, Louis Carello


Kurzinhalt:
Als Captain Bob Hyde in den Vietnam-Krieg zieht, meldet sich seine Frau Sally als Freiwillige im örtlichen Krankenhaus. Dort trifft sie Luke Martin, einen früheren Sergeant, der nach einer schweren Verwundung querschnittgelähmt ist. Anfangs verbittert und voller Wut findet Luke in der Freundschaft zu Sally neue Hoffnung und Selbstvertrauen. Ihre Beziehung ändert auch Sallys Einstellung zum Leben, zur Liebe und zum Krieg. Als auch Sallys Ehemann verwundet und desillusioniert heimkehrt, müssen alle drei mit der vollen Wucht eines brutalen, fernen Krieges fertig werden, der sie für immer gezeichnet hat.

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📝 Rezension geschrieben von 8martin

Trauma & Behinderung

Ein Klassiker unter den Vietnamfilmen der 70er Jahre, der immer irgendwie in der 2. Reihe stand. Das lag wohl daran, dass er den amerikanischen Patriotismus nicht unterstützte und dass er als Antikriegsfilm ohne einen Schuss auskam.
Ein menschlich tragisches Drama eines Dreiecksverhältnisses mit einem Ende, das alle Beteiligten moralisch adelt und das weitergedacht werden muss.
Als Sallys (Jane Fonda) Ehemann Bob (Bruce Dern) eingezogen wird, meldet sie sich als ehrenamtliche Helferin in einem Veteranenkrankenhaus. Dort verliebt sie sich in den querschnittsgelähmten Luke (Jon Voigt). Hal Ashbey hat ein äußerst sensibles und rührendes Drama daraus gemacht. Luke legt seine zynische Aggressivität ab und Sally findet neuen Halt jenseits aller moralischen Normen.
Ein wunderbarer Score mit den Ohrwürmern dieser Zeit enthält Songs von den Stones, Bob Dylan und sogar den Beatles. Die Musik ist aber immer nur ganz leise zu hören und bleibt wie ein zartes Aquarell meistens im Hintergrund als Stimmungslieferant.
Der Liebesakt von Luke und Sally war Ende der 70er Jahre nicht mehr ein Schocker, aber die hautnahen Einstellungen erinnerten an Hiroshima Mon Amour (1959) und verfehlten ihren Eindruck nicht. Luke sagt Sätze wie in Stein gemeißelt z.B. ‘Im Fernsehen zeigen sie wie’s in Vietnam aussieht, aber nicht was es bedeutet.‘
Zeitgemäß gibt es Demos gegen den Krieg und der Pflegenotstand wird auch angeprangert. Weil Luke nie aus seiner politischen Einstellung ein Hehl gemacht hat, wird er überwacht. Die titelgebende Heimkehr Party von traumatisierten Bob gerät aus dem Ruder. Die emotionale Entfremdung zwischen Sally und Bob wird durch ihre letzten Einzelaktionen deutlich. Die hat Don Zimmermann parallel geschnitten: Sally geht Steaks kaufen, Luke hält eine Antikriegsrede vor Schülern und Bob zieht seine Uniform aus, inklusive Ehering und geht ins Meer. Besser geht es nicht, für alle drei… Drei Oscars gab’s.

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