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Bis ans Ende der Welt (1991)

Bis ans Ende der Welt (1991)
Bewertung:
Humor: %%
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Gesamtbewertung:
Sehenswert!
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OT: Until the End of the World
Roadmovie
Deutschland, Australien, Frankreich 1991
Regie: Wim Wenders
Buch: Peter Carey, Wim Wenders
Musik: Graeme Revell
Produzent: Anatole Dauman, Ulrich Felsberg, Jonathan Taplin, Wim Wenders
Darsteller: Solveig Dommartin, Pietro Falcone, Enzo Turrin, Chick Ortega, Eddy Mitchell, William Hurt, Adelle Lutz, Ernie Dingo, Jean-Charles Dumay, Sam Neill, Ernest Berk, Christine Osterlein, Rüdiger Vogler, Diogo Dória, Amália Rodrigues, Yelena Smirnova, Jeanne Moreau, Max von Sydow


Kurzinhalt:
Begleitet von einem Schriftsteller und einem Privatdetektiv, verfolgt eine junge Abenteurerin kreuz und quer durch die Welt die Spur eines von Geheimdiensten gesuchten Wirtschaftsspions, der mit einer Spezialkamera Bilder aufzeichnet, die seiner blinden Mutter übermittelt werden können. Die turbulente Jagd endet in der australischen Wüste bei der Familie des Agenten, dessen Vater in einem Geheimlabor die Aufzeichnung von Träumen auf Video gelingt, was zu einer tödlichen Bilder-Sucht führt.

Bis ans Ende der Welt (3 DVD-Digipack)
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Diskussionsforum: (Die letzten Beiträge)

📝 geschrieben von 8martin

Grenzwertig
Im Zentrum dieses Roadmovies steht Claire (Solveig Dommartin), obwohl sie eigentlich nicht die Wichtigste unter den Hauptpersonen ist. Sie umkreisen auf dieser Welttournee, die u.a. über Paris und Berlin, den USA bis nach Australien führt, drei Männer. Der anfangs Noch-Geliebte Eugene (Sam Neill), der Verständnisvolle, der schreibt und komponiert, dann ein Herr Winter (Rüdiger Vogler), ein geschäftstüchtiger Detektiv und der eigentliche Anti-Held Sam Farber (William Hurt), der auf der Flucht und gleichzeitig auf der Jagd ist, wegen eines technischen Wunderwerks, dass sein Vater Henry (Max von Sydow) entwickelt hat. Mit dessen Hilfe können Gedanken und Träume digital sichtbar gemacht werden. Alles geschieht für Mutter Edith (Jeanne Moreau). Sie blind ist. Inhaltlich kommen noch ein Liebesfilm und ein Familiendrama hinzu. Das Ende geht dann in Richtung Märchen. Nicht zu vergessen, dass hier der Erde so ganz nebenbei eine Nuklearkatastrophe droht. Da ist ganz schön viel drin. So ist es verständlich, dass der Film über 4 Stunden dauert.
Und dann hängt Wenders noch einen Epilog dran. Weil die Menschen nur noch auf ihre Träume und visualisierten Erinnerungen fixiert sind, verwahrlosen sie äußerlich (‘Wir sehen den Gott in uns!‘). Sie leiden an Realitätsverlust und Vereinsamung, manche verlieren bisweilen sogar den Verstand. (Claire: ‘Mein Herz ist tot.‘). Zur Verdeutlichung seiner Idee reicht Wenders noch eine Anlehnung an das Johannisevangelium nach ‘Am Anfang war das Wort, am Ende das Bild.‘
Eine erschütternde Vision, inhaltlich überladen, technisch brilliant inszeniert. Es ist Wim Wenders anspruchsvollster Film: gedanklich und physisch.

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