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Gewalt und Leidenschaft (1974)

Gewalt und Leidenschaft (1974)
Bewertung:
Humor: 10%10%
Action: 50%50%
Spannung: 50%50%
Erotik: 30%30%
Anspruch: 70%70%
Gesamtbewertung:
Sehenswert!
Sehenswert!

Film bewerten
OT: Gruppo Di Famiglia In Un Interno (1974)
(Conversation Piece)
Gesellschaftsdrama
Italien/Frankreich 1974
Regie: Luchino Visconti
Buch: Suso Cecchi d'Amico, Enrico Medioli, Luchino Visconti
Musik: Franco Mannino, Wolfgang Amadeus Mozart
Produzent: Giovanni Bertolucci
Darsteller: Burt Lancaster, Helmut Berger, Silvana Mangano, Claudia Marsani, Stefano Patrizi, Elvira Cortese, Philippe Hersent, Guy Tréjan, Jean-Pierre Zola, Romolo Valli


Kurzinhalt:
Ein alternder amerikanischer Professor und Kunstliebhaber will seinen wohlverdienten Ruhestand in einem kunstvollen römischen Palazzo verleben. Das geordnete ruhige Leben des Professors gerät jedoch schnell aus den Fugen, als ungebetene Mieter in das Appartement im obersten Stock einziehen: Eine "Marchesa" mitsamt ihrer Tochter, ihrem Ehemann und ihrem Gelegenheits-Liebhaber, dem gescheiterten Student Conrad.

Exzentrisch, taktlos und penetrant laut verwickeln die neuen Mieter den Professor in ihre privaten Affären. Dadurch fühlt sich der Professor an sein Verhältnis zu seiner jungen Frau, die ihn früh verließ, und seiner Mutter erinnert. Doch auch die Erinnerungen werden immer wieder durch den Lärm aus dem oberen Stockwerk unterbrochen. Der Professor wird durch die vulgäre Marchesa und ihren Anhang ins Leben zurückgestoßen und ist schließlich nicht ungern einer der ihren. Ein Selbstmord lässt dieses fragile Gefüge jedoch schon bald wieder auseinander brechen. Der Professor bleibt alleine und sterbend in seiner Wohnung zurück…

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Diskussionsforum: (Die letzten Beiträge)

📝 geschrieben von 8martin

Interne Familienangelegenheiten
Da hat Visconti ganz schön viel hineingepackt und das geht auf Kosten der Spannung. Ein Familienclan unter Mutter Bianca Brumonti (Silvana Mangano) arbeitet sich an einander ab und mietet sich bei einem alleinlebenden Professor (Burt Lancaster) ein. Hierbei sorgt vor allem ihr Lover Konrad (Helmut Berger, damals noch bildschön) für Irritationen, wohingegen Tochter Lietta (Claudia Marsani) den alten Herrn anhimmelt. Der Professor lässt ansatzweise durchblicken, dass ihm Konrad nicht ganz gleichgültig ist. Gespräche über Kunst bringen sie einander näher.
Ein buntes Kaleidoskop menschlicher Kontakte wird entfaltet: Einsamkeit und das Gegenteil davon, homo- und heteroerotische Beziehungen werden angedeutet, das Alter und die Jugend, Bildung und Vorlieben. Dabei ist der Titel die Abstraktion der Ereignisse. Eine wechselseitige Beziehung von beiden Phänomenen kristallisiert sich um Konrad herum (gewaltige Leidenschaft (Selbstmord) oder leidenschaftliche Gewalt). Aber die Wirkung leidet unter den endlos langen Dialogen. Dazwischen gibt es zwei überraschende Cameos von Claudia Cardinale als Frau des Professors und Dominique Sanda als seine Mutter. Sogar ein Hauch von Faschismus weht durch die Familienidylle. Niveauvolle Dialoge halten das Interesse der Zuschauer wach. Etwa wenn der Professor die Situation so beschreibt: ‘Raben fliegen in Schwärmen, der Adler fliegt allein.‘ Das interessiert die Kids nicht. Tochter Lietta meint ‘Im Grab gibt es keinen Sex.‘ Obwohl der Professor die Brumontis ‘oberflächlich, dumm und hohl‘ findet, haben sie ihn aber auch ‘aus dem Schlaf geweckt‘. Das ist widersprüchlich und macht den tränenreichen Schluss am Bett des Professors (Sterbebett?) etwas kryptisch.
Schwer verdauliche Kost, wenn auch auf hohem Niveau.

📝 geschrieben von Anja

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Dieser Visconti Film, stellt sich dem Zuschauer wie ein Puzzle dar, dessen Teile aus Traditionellen Werten, Einsamkeit, Tod, Ausgeschlossenheit, und weiteren Bestandteilen besteht. Ein Film, bei dem man auch nach mehrmaligem Ansehen immer noch Neues entdeckten kann. Ein sehr anspruchsvoller, empfehlenswerter Film, der auch durch die schauspielerschen Leistungen der Darsteller besticht.


Studio: Koch Media
Sprache: Deutsch, Englisch, Italienisch
Untertitel: Deutsch
Audio: Dolby Digital 2.0
Bildformat: 2.35:1 (16:9)
Laufzeit: 117 min.
FSK: 16
Ländercode: 2
Extras:
 • Interview mit Helmut Berger
 • 4-seitiges Booklet
 • Original-Kinotrailer
 • Bildergalerie mit seltenem Werbematerial

Erscheinungstermin: 17. März 2006

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